WUT-Cup 2018 – jetzt noch anmelden!

Da ist er wieder: am Freitag, 24. August, findet aber 16:00 Uhr der alljährliche WUT-Cup statt!

Beim Women Uhlen Tennis-Cup treffen sich jedes Jahr Uhlen-Ladies zum Doppelturnier + lustigen Zusatzaufgaben – wer nicht mitmacht, hat was verpasst!
Anmeldungen gehen an die diesjährigen Organisatorinnen Marie Schönfeld und Steffi Heikaus-Loske. Die Teilnahmegebühr beträgt 7 EUR.

Sparkassen-Cup mit neuem Spielplan

Nachdem der Rüsselsheimer RRK kurzfristig die Teilnahme am Sparkassen-Cup abgesagt hat, wurde der Spielplan geändert.

Samstag:

  • 12:00 Uhr: Bremer HC – HTC Uhlenhorst Mülheim
  • 13:40 Uhr: 1. Herren – Royal Club de Brussel
  • 13:40 Uhr: Harvestehuder THC – Club Raffelberg (Platz 2)
  • 15:30 Uhr: Bremer HC – Club Raffelberg
  • 17:10 Uhr: HTC Uhlenhorst – Harvestehuder THC

Sonntag:

  • 09:45 Uhr: Harvestehuder THC – Club Raffelberg
  • 11:15 Uhr: HTC Uhlenhorst Mülheim – Bremer HC
  • 13:00 Uhr: Bremer HC – Harvestehuder THC
  • 14:30 Uhr: 1. Herren – Düsseldorfer HC
  • 14:30 Uhr: HTC Uhlenhorst Mülheim – Club Raffelberg (Platz 2)

Tennis-in-Deutschland Serie – offenes Jugendturnier im HTC Uhlenhorst

Für alle interessierten Jugendliche unseres Clubs findet am Samstag 25.08 ein offenes Jugend Leistungsklassenturnier statt.

Termine: 25.08.2018
Veranstalter: HTC Uhlenhorst e.V.
Ausrichter: HTC Uhlenhorst und turnierleiter.com
Spielort: Uhlenhorster Weg 19 in Mülheim an der Ruhr
Spielzeiten: von 09:00 Uhr bis ca. 20:00 Uhr
Konkurrenzen: U10, U12, U14, U16, U18 (männlich und weiblich)
Teilnehmer: Teilnahmeberechtigt sind alle Spieler, die Mitglied in einem Verein des DTB sind und über eine ID-Nummer verfügen.
Meldeschluss: 22.08.2018 um 23:59 Uhr
Turniermodus: Jeder Teilnehmer hat 2 Spiele, wobei jeder Spieler ein Spiel gegen eine bessere oder gleiche und ein Spiel gegen eine schlechtere oder gleiche LK bestreitet. Eine Ausnahme ergibt sich nur für die einzige höchste und die einzige niedrigste LK einer Konkurrenz.
Meldung: über www.mybigpoint.tennis.de oder über www.tvpro-online.de oder direkt unter folgendem Link:

https://www.tvpro-online.de/turniere/item/25940-tennis-in-deutschland-lk-serie-htc-uhlenhorst-jugend-by-turnierleiter-com

Natürlich könnt Ihr Euch auch direkt bei der Tennisschule Lemke anmelden.

Viel Erfolg !

Bundesliga-Vorbereitung: Sparkassen-Cup am Club

Zur Vorbereitung auf die anstehende Bundesligasaison unserer Damen und Herren wird am kommenden Wochenende (18./19. August) der Sparkassen-Cup bei uns am Club gespielt.

Unsere Damen spielen gegen die Teams vom Bremer HC (Samstag um 12:00 Uhr), Harvestehuder THC (Samstag um 17:00 Uhr), Rüsselsheimer RRK (Sonntag um 11:30 Uhr) und den Club Raffelberg (Sonntag um 16:00 Uhr).
Unsere Herren spielen am Samstag um 13:20 Uhr gegen Royal Club de Brussel und Sonntag um 14:30 Uhr gegen den Düsseldorfer HC.

Bereits am 25. August starten unsere Herren dann beim Hamburger Polo Club in die neue Saison. Eine Woche später geht es auch in der Damen-Bundesliga los.

Spielplan zum Sparkassen-Cup

Bronze und Gold bei den 6-Nationen-Turnieren der U16 in Cork

Für die weibliche und männliche U16 ging es vom 14.07. bis zum 22.07.2018 auf die grüne Insel nach Cork in Irland. Das Sechs-Nationen-Sommerturnier ist der leistungssportliche Saisonhöhepunkt für die Mädchen und Jungen aus Belgien, England, Irland, Spanien, den Niederlanden und – natürlich – Deutschland. Auf alle Teams wartet ein intensives Programm mit fünf Spielen in sieben Tagen. Die deutschen Mädchen gewannen im Vorjahr die Konkurrenz, die DHB-Jungen wollten besser abschneiden als 2017 (fünfter Platz).

Aus dem HTC Uhlenhorst Mülheim mit dabei: Frederik Nyström und Marie Hahn.

Zum Auftakt des Sechs-Nationen-Sommerturniers in Cork/Irland kassierten die deutschen U16-Jungen eine unglückliche 1:2-Niederlage gegen Belgien. Ein Unentschieden, das anschließend noch im Penalty Shoot-out (3:1) veredelt wurde, gab es gegen die Niederlande. Ihren ersten Sieg in regulärer Spielzeit feierten die deutschen U16-Jungen mit 2:1 gegen England. Gegen Spanien konnten die Jungen zwar vier Minuten vor Schluss zum 1:1 ausgleichen. Das anschließende Shoot-out ging jedoch mit 2:3 Toren verloren. Mit einem abschließenden 3:1-Sieg über Gastgeber Irland haben sich die deutschen U16-Jungen mit dem Uhlenhorster Frederik Nyström im Team den dritten Platz und haben sich damit Bronze im Abschlussklassement des Sechs-Nationen-Sommerturniers in Cork gesichert.

Mit einem in dieser Deutlichkeit kaum erwarteten 5:0-Sieg über Belgien starten die deutschen U16-Mädchen ins Sechs-Nationen-Sommerturnier im irischen Cork. Und die deutschen Mädchen blieben auf der Erfolgsspur. Auch ihre zweite Begegnung wurde mit 4:3 (1:1) gegen sehr starke Niederländerinnen gewonnen. Trotz schwerer Beine steuerten die Mädchen schnurstracks auf den Turniersieg zu. Mit einem 0:3 (1:1) wurde auch das Spiel gegen England gewonnen. Gegen Spanien war es ein heißer Kampf. Die technisch starken Ibererinnen setzten sich gegen die spielerisch leicht überlegenen Deutschen mit ganzer Kraft zur Wehr. Im vierten Spiel reichte ein 1:0 gegen Spanien zum viertem Sieg. Fünf Spiele, fünf Siege – für die deutschen U16-Mädchen lief die Woche in Cork perfekt. Mit einem 5:0-Sieg über Gastgeber Irland ließen die deutschen U16-Mädchen keinen Zweifel mehr am Turniersieg aufkommen. Nach 2017 in Barcelona gewann Marie Hahn im Team der U16w auch 2018 in Cork die Goldmedallie beim Sechs-Nationen-Turnier.

Bronze und Gold bei den 6-Nationen-Turnieren der U16 in Cork

WM-Fazit: Ein unfassbares Erlebnis für Maike

Maike Schaunig vom HTC Uhlenhorst hat das WM-Aus gut verkraftet. Den Geist der Nationalmannschaft will sie jetzt nach Mülheim mitbringen.

Trotz Viertelfinal-Aus eine tolle Erfahrung für Maike

Maike Schaunig hatte auf dem Rückweg von der Hockey-Weltmeisterschaft in London viel Zeit zum Nachdenken: Die Nationalspielerin des HTC Uhlenhorst fuhr mit ihren Eltern zurück im Auto nach Deutschland.
Das bittere Aus im Viertelfinale war unterwegs aber kaum Thema, verrät Schaunig, die seit dem Wochenende wieder zu Hause in Dinslaken ist: „Wir haben eigentlich kaum über Hockey geredet – ich habe mehr geschlafen.“ Überhaupt scheint es, als habe die 22-Jährige das Aus ganz gut verkraftet. Sie nimmt nur die positiven Erfahrungen mit.

Nicht enttäuscht vom Team

„Natürlich bin ich enttäuscht, aber nicht von der Mannschaft, so ist der Sport. Ich bin einfach traurig, dass es vorbei ist.“ Noch nie zuvor habe sie vor so vielen Zuschauern gespielt: „Es war genial, da ins Stadion einzulaufen. Vor dem ersten Spiel waren wir ein bisschen nervös, aber wir konnten uns von der Atmosphäre tragen lassen.“

Es folgte eine Vorrunde, die besser war als erwartet: 3:1 gegen Südafrika, 3:2 gegen Favorit Argentinien (Schaunig: „Unsere stärkste Leistung“), dann ein 3:1 gegen Spanien – Gruppensieg. Die Träume von der ersten WM-Finalteilnahme seit Jahrzehnten wurden plötzlich realistisch.

„Wir haben Spanien nicht unterschätzt“

Mit den Spanierinnen gab es im Viertelfinale ein Wiedersehen – und zwar kein angenehmes. Schaunig: „Wir haben Spanien nicht unterschätzt. Wir wussten, das wird ein Brocken. Wir hatten unfassbar Bock und waren gut vorbereitet. Ich hatte ein gutes Gefühl.“ Doch die destruktive Spielweise Spaniens zog dem Nationalteam den Zahn.

„Es war ganz komisch“, erinnert sich Schaunig. „irgendwie lief vieles an uns vorbei.“ Nach 54 Minuten fiel das 0:1, wenig später war der WM-Traum vorbei. Zurück blieben konsternierte deutsche Spielerinnen, die regungslos auf dem Kunstrasen lagen, benommen ins Leere starrten, viele mit Tränen in den Augen.

Mit eigener Leistung zufrieden

Mit ein paar Tagen Abstand fühlt sich das Erreichte besser an: „Unser Ziel war, ins Viertelfinale zu kommen – und da dann unser bestes Spiel zu machen“, so Schaunig. Der erste Teil klappte, der zweite nicht. Vorher zeigte Deutschland aber starke Leistungen und Schaunig ist auch mit sich selbst zufrieden: „Solide“ stuft sie ihre Leistung ein. „Mir war bewusst, dass ich als Jüngere und Neue vielleicht nicht so viele Minuten in den kritischen Phasen bekomme.“

Sie habe sich aber „mega gut eingelebt“, das Team sei über die Wochen fest zusammengewachsen und habe immer an sich geglaubt. Diesen „Spirit“ will sie jetzt nach Mülheim bringen, wo sie den HTCU als Kapitänin anführt.

Den Spirit mit nach Mülheim bringen

„Vor dem Spiel gegen Argentinien dachten wir: Das wird hart. Aber kein Team ist unschlagbar.“ Auch wenn Uhlenhorst einige Abgänge zu verschmerzen habe, müsse die Mannschaft immer an sich glauben. Die Ausgangslage, als Außenseiter ins Spiel zu gehen, werden die Uhlenhorsterinnen auch in dieser Saison wieder oft genug haben.

Schaunig hat aber erst einmal Pause, Urlaub – verdient nach einem so anstrengenden wie erfolgreichen Jahr: Hallen-Europameisterin, Klassenerhalt auf dem Feld, die ersten Länderspiele und der Sprung in den WM-Kader: viel mehr geht nicht.

Träume von Olympia in Tokio 2020

Am 15. August steigt sie wieder ein, trägt dann beim HTCU-Cup wieder Grün-Weiß statt Schwarz-Weiß – und hat sich viel vorgenommen: „Ich will individuell an mir arbeiten und die Chance ergreifen, im A-Kader zu spielen.“ Gespannt ist sie auf das Feedback des Bundestrainers zur WM – auch, weil sie von Olympia 2020 in Tokio träumt.

Das ist das nächste große Ziel, die WM ist Vergangenheit: „Ein unfassbares Erlebnis“ und eine Erfahrung, die Maike Schaunig keiner mehr nimmt.

Philipp Ziser, waz.de

Bittere Niederlage für die Danas im WM-Viertelfinale

Was für eine Enttäuschung für unsere Damen-Nationalmannschaft bei der WM: nach den tollen Siegen in der Vorrunde mussten sie sich im Viertelfinale gegen Spanien mit 0:1 unnötigerweise geschlagen geben, da es dem Team anders als noch im Gruppenspiel gegen Spanien vier Tage zuvor nicht gelang aus der großen Überlegenheit auch Tore zu machen. Eine sehr unnötige und umso enttäuschendere Niederlage für die Danas – sehr schade, denn es war deutlich mehr drin…

Bericht hockey.de:

DANAS: Bitteres Aus trotz Überlegenheit
WM in London, Viertelfinale: Deutschland – Spanien 0:1 (0:0)

01.08.2018 – Untröstlich waren die deutschen Damen nach dem 0:1 (0:0) im Viertelfinale gegen Spanien. Das DHB-Team hatte unglaublich hohen Ballbesitz und ein riesen Chancenplus, kreierte aber zu wenig richtig gefährliche Chancen gegen Spanierinnen, die bis kurz vor Ende keinen einzigen Schuss aufs deutsche Tor hatten. Dann war es Carmen Cano, die eine von ganz wenigen Zuordnungsproblemen in der deutschen Defensive nutzte, um aus kurzer Distanz zu treffen. Die Schlussoffensive brachte dann nicht mehr das Tor, das die Mannschaft zumindest ins Penalty-Shootout gebracht hätte. So blieb es für die DANAS leider nur beim vor dem Turnier festgelegten Minimalziel, dem Erreichen des Viertelfinals.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „So direkt nach dem Spiel ist es schwer zu sagen, was die Gründe für die Niederlage sind. Wir waren schon sehr dominant, hatten ganz viel Ballbesitz, aber machen daraus heute einfach zu wenig. Spanien hat genau das gemacht, was sie können – und damit hatten sie Erfolg. Das muss man anerkennen. Für unser junges Team ist das ein wichtiger, aber natürlich wehtuender Lernpunkt. Ich muss das aber noch in Ruhe analysieren, woran es genau gelegen hat.“
Lisa Altenburg: „Natürlich ist das wahnsinnig enttäuschend! Aber wir haben heute vieles nicht so gut gemacht wie in der Gruppenphase, haben nicht so geduldig außen herum gespielt, nicht so konsequent gespielt – letztlich müssen wir uns selbst die Schuld geben, dass wir nicht ins Halbfinale eingezogen sind. Und dann hat es Spanien auch verdient.“

Die Deutschen ergriffen sofort die Initiative und gingen nach vorn. Erste Riesenchance, als Marie Mävers von der rechten Grundlinie auf Stapenhorst passen wollte, die frei vor Tor wartete, doch Keeperin Maria Ruiz fischte den Ball gerade noch mit dem Schläger weg (2.). Lisa Altenburg holte dann die erste Ecke (3.) fürs DHB-Team, die Ruis hielt und den Nachschuss von Amelie Wortmann blockte eine Verteidigerin. Spanien kam in der Phase noch gar nicht zu eigenen Aktionen. Micheel und Gablac machten auf den Flügeln richtig Alarm, waren von den Spanierinnen kaum in den Griff zu bekommen.
Es brannte dann inzwischen oft lichterloh im und am Kreis des Gegners, allein der Führungstreffer fehlte (8.). Jana Teschke sah dann in der 9. Minute eine Grüne Karte wegen Stockfouls, das DHB-Team daher in Unterzahl, was Spanien versuchte zu nutzen und auch mal zu eigenen Kreisszenen zu kommen. Im Konter hatte dann Charlotte Stapenhorst die Riesenchance mit der Rückhand, die Ruiz mit einer Glanztat parierte. Der Nachschuss von Marie Mävers ging rechts am Tor vorbei (13.). Rocio Guttierez fing Selin Oruz gerade noch am Kreis ab, als diese nur noch hätte durchstecken müssen (14.).

So blieb es beim 0:0 zur ersten Viertelpause. Die DANAS hatten mehr vom Spiel und auch mehr und bessere Chancen. Graeve wurde in der 17. Minute am spanischen Kreis gelegt, bekam aber „nur“ einen Freischlag. In der Nachfolge-Aktion zog Lisa Altenburg dann den Videobeweis, um eine Ecke zu bekommen, was auch bestätigt wurde (17.). Nike Lorenz Schlenzer wurde jedoch abgelaufen. Die Deutschen hatten dann zweimal Pech, weil gute Flanken verstoppt wurden. Spanien tat wenig für eigenen Aufbau, hoffte ausschließlich auf Ballverluste und Konterchancen. Als Carmen Cano dann auch mal eine Schlagchance im Kreis hatte, war Cecile Pieper mit dem Brett zur Stelle und klärte (20.).
Stapenhorst bekam dann eine Altenburg-Flanke an den Fuß, hatte etwas Pech, denn sonst wäre sie durchgewesen. Maialen Garcia holte sich dann Grün wegen nicht eingehaltenen Abstands, das DHB-Team nun in Überzahl (23.). Nach Foul an Schröder am Kreisrand hätte es erneut Ecke geben müssen, aber die Chinesin gab nur Freischlag (25.). Im Gegenkonter unterband Janne Müller-Wieland eine gute Chance vor dem Kreis. Es war ein sehr nickelig und hart geführtes Spiel durch die Spanierinnen, was von den Unparteiischen oft einfach laufengelassen wurde. Mävers vergab eine gute Chance im Kreis, weil sie nicht abzog, sondern durch die Beine legen wollte (29.).
So blieb es beim 0:0 zur Pause. Die Deutschen im zweiten Viertel zu viel mit den Schiedsrichterinnen beschäftigt, dadurch nicht mit voller Konzentration bei ihrer Linie. Dennoch hatte Julia Ciupka bis dahin noch nicht einen Ball halten müssen. Das DHB-Team hätte fraglos die Führung verdient gehabt.

Die DANAS starteten auch nach der Pause offensiv. Lisa Altenburg setzte eine halbhohe Rückhand nur knapp von links am langen Pfosten vorbei (32.). Hinten agierten die Deutschen aber immer ganz stark, wenn sie da mal gefordert waren. So holte Müller-Wieland einen Ball ganz clever vom Schläger einer Spanierin (34.). Die Deutschen aber zumeist im Vorwärtsgang, aber hatten in dieser Phase mit ungestümen Pässen oder Soli, die hängen blieben nicht das richtige Werkzeug, um die ganz tief stehenden Spanierinnen zu knacken.
Spanien weiter ausschließlich auf Konter eingestellt, die sehr selten passierten. Dennoch war natürlich immer die Gefahr, dass die Südeuropäerinnen mal durch eine Zufallschance zu einem Tor kommen könnten. Hauke bereitete dann gut vor, aber Marie Mävers bekam die Kugel direkt vor Tor nicht gut genug kontrolliert und konnte nur ein Schüsschen absetzen (45.). Es stand also auch nach dem dritten Viertel weiter 0:0, das die Deutschen besser gestalteten als das zweite Viertel. Spanien weiter ohne direkten Torschuss auf das Gehäuse von Julia Ciupka.

Es blieb einseitig. Nur die Deutschen spielten konstruktiv – Spanien setzte auf das destruktive Spiel, das ihnen auch im Achtelfinale gegen Belgien Glück gebracht hatte. Die DHB-Damen zogen ein Powerplay auf, schnürten Spanien ein. Und dann holte Bonastre – als alles schon geklärt schien – beim ersten Konter seit langer Zeit die erste Ecke für Spanien (48.). Die wurde abgewehrt, aber die Chinesin gab erneut Ecke, gegen die Altenburg erneut den Videobeweis nahm, weil Lorenz den Ball mit dem Schläger abgelenkt hatte, nicht mit einem Fuß, bevor eine Spanierin ihn an den Ball bekam. Das sah man auch klar in der Zeitlupe und das wurde auch so bestätigt.
Ciupka musste in der 50. Minute dann erstmals selbst an den Ball und klärte ein Gewühl vor ihr. Kurz darauf traf eine Iberin ihre eigene Mitspielerin im deutschen Kreis. Dennoch hatte der Gegner jetzt selbst auch mal eigene Aktionen. Und deshalb kam das 0:1 (54.) auch nicht ganz aus dem Nichts, als sich eine Stürmerin rechts am Kreisrand durchwühlte, ihr Ball vor Tor abgefälscht wurde und Carmen Cano dann den Ball volley links oben ins deutsche Tor blockte.
Die Deutschen brauchten nun ihrerseits das eine Tor, um zumindest ins Penaltyschießen zu kommen. Ciupka klärte dann in der Hektik einmal zu Cano, die aber klar rechts am Tor vorbeischoss. Drei Minuten vor Ende nahm Reckinger dann Ciupka für eine elfte Feldspielerin vom Platz, Lorenz nun mit Torwartrechten. Carlota Petchame sah dann noch Gelb wegen taktischen Fouls und damit Zwei-Feldspieler-Überzahl der Deutschen. Es lief aber nun die Zeit davon. Lisa Altenburg holte 24 Sekunden vor Ende die deutsche Ecke zum Ausgleich, aber Lorenz Schlenzer ging ganz knapp links unten am Tor vorbei. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1 Carmen Cano (54.)

Ecken:
GER 3 (kein Tor) / ESP 1 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 1 (Teschke, 10.) / ESP 1 (Garcia, 23.)

Gelbe Karten:
GER – / ESP 1 (Carlota Petchame, 59.)

Schiedsrichterinnen:
Liu Xiaoying (CHN) / Amber Church (NZL)

Thea Schmitz und Nick Lemke holen mit dem Team Niederrhein 4.Platz beim DTB Talent Cup

Artikel veröffentlicht auf https://www.tvn-tennis.de/

Niederrhein holt einen tollen vierten Platz

29.07.2018

Thea Schmitz und Nick Lemke beim DTB Talent Cup

Es war ein langes, tolles Wochenende für 160 Kinder aus 16 Landesverbänden: der DTB Talent Cup, schon traditionell im Tennis Zentrum Essen. Vier Tage lang kämpften die Jungen und Mädchen der Alterklasse U11 um Punkte, nicht nur für sich selbst, sondern vor allem für ihre Mannschaft. „Das ist der Hauptzweck dieses Wettbewerbs“, betonen TVN-Jugendwart Rainer Babik und Verbands-Cheftrainer Björn Jacob. Und alle konnten sie sich am Ende über den gemeinschaftlichen Erfolg freuen: Nach Platz zehn im vergangenen Jahr wurde Gastgeber Niederrhein (Foto oben) diesmal Vierter, nur einen Punkt hinter dem Dritten und zwei hinter dem Zweiten.
„Ein wunderbarer Erfolg“, sagte Rainer Babik. „Die Kinder sehen teilweise ein wenig platt, aber alle glücklich aus.“ Erster wurde Niedersachsen, Zweiter Westfalen, Dritter Baden, Vierter der Niederrhein mit Jannik Stockmann, Mats Pottbecker, Louis Richard, Tim Kohl, Nick Lemke, Tara Fischer, Laure Sura, Thea Schmitz, Lucia Bormann und Noa Götting. Hinter ihnen kamen Sachsen, Mittelrhein, Berlin-Brandenburg und Württemberg in der “Löwen-Gruppe” beim Wettbewerb um die Plätze eins bis acht unter den 16 Landesverbänden.
Der Talent Cup ist die erste Sichtungsmaßnahme des Deutschen Tennis Bundes für U11-Kinder auf nationaler Ebene mit einem Wettkampf-Programm, das neben Tennis im Einzel und Doppel einen Mannschaftsmehrkampf mit Fußball, Fußball-Tennis, Hockey, Basketball und Boule, sowie Koordinationswettbewerben mit den Aufgaben Sprint, Geschicklichkeit, Wurf und Sprung. „Wer wo am Ende steht, ist gar nicht entscheidend. Bei diesem Wettbewerb steht so etwas wie der olympische Gedanke im Vordergrund: Dabei sein ist alles“, hat Rainer Babik erklärt.
„Und eine gute Mannschaftsleistung. Lernen, allein und in der Gemeinschaft Rückschläge wegzustecken. Die Mischung aus verschiedenen Sportbereichen hat einen eigenen Reiz, der bei den Kindern ankommt“, sagt Björn Jacob, der in der Betreuung von Athletiktrainer Christian Polok unterstützt wurde, dazu Christoph Plenge, der am 1. August eine Ausbildung beim TVN beginnt.

3. Sieg der Danas bei der WM beschert den direkten Viertelfinaleinzug

Eine blitzsaubere Leistung zeigt die Damen-Nationalmannschaft bei der Hockey-WM in London: mit dem 3. Sieg im 3. Gruppenspiel sichert sich das Team als Gruppensieg den direkten Einzug ins Viertelfinale ohne Umweg über ein Qualifikationsspiel – sehr stark!
Das Viertefinale wird am 1. August um 19 Uhr angepfiffen.


Spielbericht hockey.de:

DANAS: Souveräner Vorrunden-Erster
WM in London, Vorrunde: Spanien – Deutschland 1:3 (1:1) / Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr

28.07.2018 – Die deutschen Damen haben auch das dritte Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gewonnen. Mit dem 3:1 (1:1) gegen Spanien sicherte sich das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger den Gruppensieg und den direkten Einzug ins Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr deutscher Zeit. Dort treffen die DANAS auf den Sieger des Achtelfinals zwischen dem Zweiten der noch völlig offenen Gruppe D und dem Dritten der eigenen Gruppe C, was vermutlich Spanien sein wird. Anne Schröder, Selin Oruz und Viktoria Huse trafen gegen Spanien zum dritten Sieg mit drei Toren in Folge.

Foto: Wordsportpics.com

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Heute waren wir am Anfang ein bisschen zu wenig aktiv. Dazu kam das frühe Tor, das auch noch etwas Entspannung gebracht hat, und dadurch waren wir vor allem im zweiten Viertel etwas zu passiv. Spanien schießt dann ein zwar glückliches, aber reguläres Tor. Darauf haben wir in der Pause reagiert. Die Forderung an die Mädels war, auch den zweiten und dritten Laufweg mit 100 Prozent zu machen, sich gegenseitig zu helfen sowie aktiv und online zu bleiben. Das hat dann eine Phase lang sehr gut geklappt, in der wir das zweite und dritte Tor machen. Danach wusste ich bereits, dass Spanien nicht mehr zurückkommen würde, weil wir das gut im Griff hatten. Wir haben durch die direkte Viertelfinal-Qualifikation nun den gleichen Rhythmus wie zwischen dem ersten und zweiten Spiel. Die Mädels kennen das also schon. Wir haben ein schönes Hotel mitten im Zentrum von London, so dass wir die Zeit teils zum Erholen, aber auch ganz konzentriert zur Vorbereitung nutzen werden. In Sachen Physis ist es sicher ein Vorteil, dass wir dann ein Spiel weniger in den Knochen haben als der Viertelfinalgegner – wer auch immer es ist.“
Selin Oruz: „Ich bin natürlich froh, dass ich heute das 2:1 machen durfte, welches ja auch ein bisschen der Game-Changer war, denn normaler Weise schieße ich ja nicht so viele Tore. Insgesamt bin ich aber einfach nur stolz auf unser Team, weil es zwar unser Ziel war, dieses Spiel zu gewinnen und die Gruppe als Erster zu beenden, dafür aber eine gute Mannschaftsleistung nötig war, die wir auch abgeliefert haben.“

Die Anreise zu diesem dritten Gruppenspiel war für eine Weltmeisterschaft sich besonders. Weil Londons Innenstadt wegen eines Radrennens gesperrt war, konnte der Shuttledienst nicht funktionieren. Also setzte sich das gesamte Team samt Staff am Morgen in die Metro und reiste mit dem ÖPNV zum WM-Stadion.

In die leichte Unordnung der Anfangsphase konnte Spanien mit dem ersten Angriff eine Ecke holen (2.). Die hielt Julia Ciupka aber ganz sicher und ermöglichte mit dem Kick einen Konter über Franzisca Hauke, den die Hamburgerin aber am rechten Pfosten nicht präzise zu einer Mitspielerin bringen konnte. Die Deutschen mussten aufpassen, weil Spanien vorwiegend auf Konter setzte, was zum Beispiel bei einem Ballverlust von Anne Schröder im Vorwärtsgang sofort von den Südeuropäerinnen gezeigt wurde (4.). In der 5. Minute holte Hauke dann aber auch die erste deutsche Ecke. Und die spielten die DANAS als Rausgebervariante auf Anne Schröder zurück, die ihn sich zurechtlegte und hoch unters Dach zum 1:0 (5.) einschlenzte.
Spanien brachte mit seinen Aktionen immer mal wieder Hektik ins Spiel, von der sich die Deutschen aber nicht anstecken ließen. Insbesondere auf der linken Abwehrseite, über die es die Gegnerinnen immer wieder versuchten, stand Maike Schaunig sehr sicher. So setzten die Deutschen auch immer wieder weitere Offensivaktionen, variierten gut im Pressing. In der 13. Minute dann mal ein flacher Rückhandschuss von Spanien, bei dem Ciupka aber einfach mit dem Fuß klärte. Im Gegenzug ein starker Angriff über rechts, bei dem Micheel über die Grundlinie kam, so dass es vorm spanischen Tor lichterloh brannte.
Es blieb beim verdienten 1:0 für die DHB-Damen zur ersten Viertelpause.
Spanien tat nach der Pause viel für den Angriff, kam aber weiter fast ausschließlich über rechts, wo die Deutschen sehr sicher dicht machten. Es waren in dieser Phase nicht allzu viele eigene Aktionen, aber Spanien fiel nicht viel ein, um die Deutschen hinten zu gefährden, so dass man in Ruhe auf Konterchancen wartete. Die kamen dann auch – unter anderem mit einer Gablac-Flanke von rechts, die Keeperin Maria Ruiz unterband (23.). Graeve klärte dann gut hinten, als Berta Bonastre mal durchdribbeln konnte (26.).
Spanien erhöhte merklich den Druck und kam zu zwei, drei Kreiseintritten, die die Deutschen aber immer vor dem Torschuss rausverteidigten. Dann bekam aber Cecile Pieper einen Ball von ihrem eigenen Schläger an den Körper und Spanien bekam 15 Sekunden vor der Halbzeit die zweite Ecke, die als Abpraller von Mävers Fuß hoch vors Tor ging, wo Altenburg den Ball verteidigen wollte, als Xantal Gine den Schläger der Hamburgerin traf, so dass der Ball ins Tor ging. Die Videoschiedsrichterin aus Belgien musste ran und entschied auf Tor, vermutlich weil das Stockfoul an Altenburg erst nach deren eigener Ballberührung passierte, von der die Kugel ins Tor prallte. Die Deutschen protestierten zwar, aber die Entscheidung stand.

Sicherlich ein glücklicher Treffer für Spanien, das zuvor keine wirklich klaren Chancen hatte, aber das DHB-Team hatte im zweiten Viertel auch selbst zu wenig im Vorwärtsgang bewegt, um das Ergebnis klarer zu machen. Es blieb nach der Pause hart umkämpft. Spanien machte Druck und gab keinen Zentimeter Raum. Es hätte Ecken für die DANAS geben müssen, als Altenburg im Kreis gleich mehrfach auf den Schläger geschlagen wurde (34.). Ein Ballverlust im Aufbau brachte dann stattdessen die nächste Ecke für Spanien (34.). Die klärten die Deutschen stark und konnten kontern, doch Hauke brauchte zu lange, um sich den Ball auf die Rückhand zu legen und wurde geblockt (35.).
Gablac holte dann in der 37. Minute die zweite deutsche Ecke, Die fischte Maria Ruiz aber irgendwie noch aus dem von Nike Lorenz angepeilten oberen linken Eck. Kurz darauf sah Oliva Grün wegen taktischen Fouls. Den Freischlag brachte das DHB-Team über Hauke vors Tor, wo Selin Oruz aus dem Gewühl heraus das 2:1 machte (37.). Im Konter ließ Altenburg die Großchance auf das 1:3 aus, aber holte zumindest Ecke Nummer drei mit der Aktion (39.), bei der Spanien zu früh rauslief und dann nur mit Dreien verteidigen konnte. Und die Deutschen machten das richtig gut, spielten als Linksvariante auf Viktoria Huse, die platziert ins rechte untere Eck zum 1:3 traf.
Ideal also die Überzahl ausgenutzt. Spanien brauchte jetzt drei Tore, um die Deutschen noch aus der direkten Viertelfinal-Quali zu verdrängen. Und es gab zudem einen weiteren Schub fürs Selbstvertrauen. Deutschland war dichter am vierten Treffer als Spanien am zweiten. Die Spanierinnen wurden mit geduldigem Ballbesitzhockey hinten in der eigenen Hälfte festgesetzt. Stapenhorst erarbeitete die nächste Großchance und Gablac hatte die Stecherchance im Nachschuss, war aber nicht erfolgreich. So blieb es beim hochverdienten 3:1 am Ende des dritten Viertels.
Spanien wollte im letzten Viertel höher pressen, aber es waren die Deutschen, die das Spiel bestimmten. Im Konter hätte es wohl die nächste Ecke geben müssen, als eine Spanierin ihren Schläger verlor und Marie Mävers beim Torschuss störte. Doch das DHB-Team auch so weiter stark fokussiert, ließ selbst nichts zu. Nach guter Vorarbeit von Altenburg hatte Stapenhorst eine gute Chance auf das 4:1, aber scheiterte aus kurzer Distanz an Ruiz (50.). Dann war es Gablac, die im Konter die letzte Spanierin aussteigen ließ, aber den Vorhandschrubber im Fallen über das Tor setzte (52.).
Spanien fand einfach nicht die Mittel, um die Deutschen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Eine Rückhand aus ganz spitzem Winkel ging mal ans hintere Tornetz (56.), aber ansonsten hatten die Deutschen immer einen Schläger dazwischen. Ein Konter über Altenburg brachte Gablac vor Ruiz zum Volley, aber aus vollem Sprint konnte sie ihn nicht kontrollieren (57.). 90 Sekunden vor Ende lag das vierte Tor in der Luft, als Altenburg und Stapenhorst für Riesengefahr sorgten, aber Ruiz Kopf und Kragen riskierte und die Situation bereinigte. Pieper hatte kurz vor dem Schlusspfiff die nächste Großchance, aber scheiterte aus spitzem Winkel an der starken Ruiz, so dass es beim 3:1-Erfolg blieb. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1 Anne Schröder (KE, 5.)
1:1 Xantal Gine (30.)
1:2 Selin Oruz (37.)
1:3 Viktoria Huse (KE, 39.)

Ecken:
ESP 3 (kein Tor) / GER 3 (2 Tore)

Grüne Karten:
Georgina Oliva (ESP, 37.)

Schiedsrichterinnen:
Aleisha Neumann (AUS) / Annelize Rostron (RSA)

DANKE, THILO!

Was sollen wir sagen: wir sind traurig, aber auch unglaublich stolz auf diesen Spieler, der die Eule im Herzen trägt – Thilo Stralkowski beendet nach dem Gewinn der deutschen Feldhockeymeisterschaft auf dem Höhepunkt seine Karriere bei den 1. Herren. Wir können einfach nur DANKE sagen, für deine unglaubliche Leistung, dein Engagement und deine Loyalität in den vergangenen 14 Jahren deiner Bundesliga-Karriere bei uns am Uhlenhorst! Und freuen uns auf alles, was da jetzt noch kommt…Und natürlich wird noch ein gebührender und würdiger Abschluss folgen, Thilo… :-)

Danke, Thilo!

Bericht WAZ, Gerd Böttner:

Thilo Stralkowski beendet seine Karriere

Mülheim. Nach reiflicher Überlegung zieht der 31-jährige Kapitän des HTC Uhlenhorst nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft einen Schlussstrich.

Nach reiflicher Überlegung und mit einem blutenden Herz beschlossen und verkündet. Thilo Stralkowski, das Urgestein des HTC Uhlenhorst, beendet eine Karriere ausschließlich im hellen Licht und ohne jeden Schatten. „This is it! Danke an alle meine Mitspieler und Weggefährten! Stolz auf mehr als 14 Jahre im Herrenteam des besten Clubs der Welt“, so der 31-Jährige, der auf der nationalen und internationalen Bühne fast alles gewonnen hat, was es auf dem Feld und unter dem Hallendach zu gewinnen gibt.

Der Kapitän geht von Bord, aber er wird seinem HTCU auf das Innigste verbunden bleiben und ein gefragter Mann sein, wenn beim deutschen Rekordmeister fachkundiger Rat verlangt ist. Zahllose Erinnerungen werden dauerhaft haften bleiben: „Über die Jahre hinweg zu sehen, wie sich alles entwickelt hat und wie wir den Sprung zurück ins deutsche Spitzenhockey geschafft haben, macht mich schon ein wenig stolz! Ich verdanke dem Verein und den Verantwortlichen, Trainern, Mitspielern und Unterstützern über all die Jahre sehr, sehr viel – das werde ich niemals vergessen.“

Gedanke ist über die gesamte Saison gereift

Nein, der langjährige Spielführer, der mit vier Jahren zum HTCU kam und am Uhlenhorstweg von den Trainerinnen Tina Bachmann und Petra Brinkmann an die Hand genommen wurde, hat es sich so gar nicht leicht gemacht. Viele Male ist er in sich gegangen, um sich dann mit dem Schlussstrich anzufreunden. „Der Gedanke ist über die gesamte Saison gereift, dann wusste ich, dass im Sommer Schluss ist.“

Nach dem Gewinn des deutschen Meistertitels an der Krefelder Hüttenallee, der nun als perfekter Abschluss gilt und in der feinen Kollektion des Mülheimer Leaders noch fehlte, machten sich kurzzeitig leise Zweifel breit. „Ich spürte den Hunger auf die mögliche Titelverteidigung, endlich auf einen Triumph bei der Euro Hockey League, auf den Wettkampf überhaupt“, so der Verkehrspilot, der sich fortan ganz auf seinen Job konzentrieren wird. „Fliegen und Hockey hätte null Freizeit bedeutet, das Trainingspensum hätte nicht gereicht, um in der Bundesliga vernünftig spielen zu können. Natürlich blutet mein Herz, aber ich fühle mich gut mit meiner Entscheidung und werde das Karriereende genießen.“

Stralkowski möchte seine Erfahrungen weitergeben

Thilo Stralkowski, dem in seiner stolzen Sammlung allein der WM-Titel auf dem Feld und der Gewinn der Euro Hockey League fehlen, wird dem Verein verbunden bleiben und sich möglicherweise im Trainerteam einbringen. „Aber nicht in der klassischen Co-Trainer-Rolle. Ich möchte meine Erfahrungen an die jungen Spieler weitergeben, so wie es bei mir war, als ich den Rat der etablierten Spieler gesucht habe“, so der heute 31-Jährige, der als hoch angesehner Sportsmann durch und durch gilt.

Zwei Titelgewinne gelten in Thilo Stralkowskis fabelhafter Vorzeigekarriere als Leuchttürme. Blickpunkt Olympiasieg 2012: „Die gesamten olympischen Spiele in London von der Eröffnungsfeier bis hin zur Abschlussfeier werden für immer die sportlich größten Erfahrungen in meinem Leben bleiben. Wir haben über Monate uns innerhalb des Teams eine für mich einzigartige Bindung aufgebaut, die ein großer Schlüssel war für den Gewinn der Goldmedaille.“ Blickpunkt DM-Titel 2018. „Nach den vielen Erinnerungen meiner Kindheit und als Fan des Teams der 90er 21 Jahre nach dem letzten Titelgewinn den Pokal in die Höhe zu stemmen, war für mich der emotional schönste Moment meiner ganzen Karriere. Mit seinen Jungs und Freunden zu gewinnen – es gibt nichts Besseres.“
Ehrlicher Dank gilt am Ende eines langen Weges

Am Ende des langen Weges gilt ehrlicher Dank: „Ich habe vielen Menschen zu danken, alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Meiner Familie und meinen besten Freunden möchte ich jedoch explizit ein großes Dankeschön aussprechen – ohne sie hätte ich niemals meinen sportlichen Weg gehen und die tollen Erfolge feiern können.“

Danas schlagen bei der WM den Mitfavoriten Argentinien

Ganz starker Auftritt der Damen-Nationalmannschaft mit Maike Schaunig bei der Weltmeisterschaft in London: im zweiten Gruppenspiel siegten sie gegen den Titelaspiranten Argentinien mit 3:2! Damit kann das Team mit einem Sieg gegen Spanien am Sonntag um 13:00 Uhr den Gruppensieg perfekt machen und den direkten Einzug in das Viertelfinale sichern.

Bericht hockey.de:

DANAS: Auch den Favoriten geschlagen
Weltmeisterschaft in London, Vorrunde: Deutschland – Argentinien 3:2 (3:2)

25.07.2018 – Die deutschen Damen haben auch ihr zweites Vorrundenmatch bei der Weltmeisterschaft in London gewonnen. Vier Tage nach dem 3:1 im Auftaktmatch gegen Südafrika zeigte das Team von Xavier Reckinger gegen Gruppenfavorit Argentinien eine ganz starke Leistung und hatte bis fünf Minuten vor der Pause eine 3:1-Führung erarbeitet. Der Weltranglisten-Dritte kam fast mit dem Halbzeitpfiff zum Anschlusstreffer, fand aber in der zweiten Halbzeit in der starken deutschen Abwehr um eine brillante Torfrau Julia Ciupka ihren Meister. Mit einem Remis am Samstag gegen Spanien wäre das DHB-Team sicher Gruppenerster, was dann den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeuten würde. Durch den Sieg haben die DANAS das Cross-over-Match der Gruppenzweiten und -dritten auf jeden Fall vorzeitig erreicht.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ich fang, wir haben sehr gut angefangen und man hat gesehen, dass Argentinien Angst vor uns hatte. Und das ist eine gute Erkenntnis, wenn einer der Turnierfavoriten so großen Respekt vor uns hat. Später hatten wir ein bisschen Probleme, gegen deren Pressing gut auszuverteidigen, aber die Mädels haben das im Laufe der Partie immer besser gemacht. Das ist eine unsere Maxime: Vom Kampf ins Können! Wenn jetzt unsere Ecke noch besser wird, kann es noch weiter bergauf gehen. Aber die Mädels dürfen jetzt wieder bis morgen früh den Erfolg genießen, dann schließen wir das Kapitel ab und es gilt nur noch die Vorbereitung auf Spanien.“
Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Ich denke wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt, haben dort verdient 3:1 geführt. Dass Argentinien zurückfightet, war klar – das ist ein ungemein starkes Team. Aber wir haben sehr deutsch verteidigt, auch wenn man gegen Ende immer nur gedacht hat: Wann ist es endlich vorbei. Die Ansage an die Sturmabteilung war, mit Selbstbewusstsein und Mut die Chancen zu suchen – das hat extrem gut funktioniert!“

Foto: worldsportpics.com

Die Deutschen spielten von Beginn an selbstbewusst mit und hatte in der Anfangsphase gute Spielanteile. Doch auch die „Las Leonas“ waren bemüht, sich von den Deutschen nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen, so dass es zum Teil sehr hart zur Sache ging. Doch das selbstbewusste Auftreten der DANAS wurde belohnt, als Altenburg einen Ball zentral durchsteckte und Hannah Gablac mit viel Körpereinsatz im Fallen die Kugel über die Linie drückte (6.). Und mit einem energischen nächsten Angriff holte das DHB-Team gleich die erste Ecke (6.), doch Belen Succi fischte Nike Lorenz‘ Schlenzer mit starker Parade aus dem bedrohten oberen linken Eck.
Und die Deutschen blieben Spiel bestimmend, machten es gut gegen den Südamerika-Champion. Lisa Altenburg holte mit starkem 3D-Dribling die nächste Ecke (10.). Erneut war Succi bei Stapenhorsts flachem, harten Schlenzer zur Stelle und Jana Teschke war zu überrascht, dass die Kugel am linken Pfosten durch sie hindurch abgewehrt wurde. Argentinien danach mal mit einer längeren Ballbesitzphase, aber es kam nur ein Stecher über das Tor dabei heraus (13.). Nach einem Freischlag am Kreis zog Argentinien die erste Ecke, bei der Deutschland wegen der 5-Meter-Regel den Videobeweis nahm. Kurios, dass die Videoschiedsrichterin aus den USA dem nicht stattgab, denn es waren recht klar keine fünf Meter, die Merino ging, bevor sie in den Kreis eintrat und an einen deutschen Fuß spielte. Und so stand es danach 1:1, weil die Stechervariante durch die in Mannheim spielende Florencia Habif zum Erfolg führte.

Ärgerlich, weil nun die Deutschen auch kein Anrufungsrecht des Videoschiedsrichters mehr hatten. Doch die DANAS ließen sich davon nicht nachhaltig beeindrucken, spielten zu Beginn des zweiten Viertels weiter selbstbewusst nach vorn. Und auch das wurde wieder belohnt, als Elisa Graeve ganz stark und schnell über rechts in den Kreis ging, selbst noch an Succi scheiterte, aber Charlotte Stapenhorst den Rebound zum 2:1 (20.) nutzte. Eugenia Trinchinetti hatte dann mal von rechts eine freie Schusschance, doch brauchte zu lange, so dass die deutsche Abwehr noch dazwischengehen konnte (23.).
Nach einem Stockfoul an Pieper hätte es Ecke für Deutschland geben müssen, aber Joubert ließ das laufen, was zu einer Diskussion zwischen den beiden führte (25.). Doch der nächste Angriff war schon wieder unfassbar gut. Ein langer Diagonalpass von Selin Oruz fand Stapenhorst rechts im Kreis, die leicht verzögerte und dann über Succi unter die Latte zum 3:1 (25.) vollstreckte – ein Traumtor der UHCerin! Argentinien forcierte in den letzten Minuten und holte eine zweite Ecke, die Ciupka im Nachschuss stark parierte. Im Eckenkonter ging ein Ball von Hannah Gablac links am argentinischen Tor vorbei (29.).
Ciupka musste in der 29. Minute gegen einen hohen Ball ihre ganze Klasse zeigen und Teschke angelte einen Nachschuss über Kopf. Doch leider war 30 Sekunden vor Ende der Halbzeit die Ordnung mal nicht optimal in der Deckung, so dass nach mehreren Stationen Maria Ortiz am langen Pfosten so freistand, dass sie keine Mühe hatte, das 2:3 zu erzielen. Elisa Graeve sah in der Szene zudem die Grüne Karte für ein Stockfoul, so dass die Deutschen die ersten knapp zwei Minuten des dritten Viertels in Unterzahl waren.

Aber durchaus eine verdiente Führung für die DANAS zur Pause, da das Team sehr selbstbewusst auftrat und sich die Tore stark herausgespielt hatte. Argentinien jeweils mit Pressingphasen zu Ende des Viertels erfolgreich, in denen man das DHB-Team hinten einschnüren konnte.

Ein Fehler von Selin Oruz brachte Delfina Merino in eine ganz gefährliche Schussposition, aber Ciupka hatte gut verkürzt, so dass die Rückhand aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbeizischte (32.). Das DHB-Team danach wieder komplett. Argentinien jetzt aber mit hohem Pressing, wollte schnell auf den Ausgleich gehen. Martina Cavallero verpasste am langen Pfosten eine gute Chance, als sie aus kurzer Distanz am Tor vorbeiblockte (34.). Dann gingen auch die DANAS mal wieder in die Offensive mit kontrolliertem Spiel. Altenburg holte in der 37. Minute die dritte Ecke, die aber als Variante auf die Rauslage misslang.
Ciupka war dann in der 39. Minute gegen eine Rückhand von Jancunas ebenso auf dem Posten, wie Succi im Gegenzug gegen Altenburg – hätten beides Tore sein müssen. Die Deutschen nun aber wieder mit mehr Spielanteilen, warteten geduldig auf Lücken. Anne Schröder bekam einen Aufsetzer ins Gesicht, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen (42.). Nach einem Stockfoul von Schaunig bekam auch Argentinien die dritte Ecke (42.), aus der die vierte resultierte (43.), die Oruz über das Tor lenkte. Ein Schlag von Merino wurde von Cavallero neben das Tor gestochen (44.). Merino wurde wegen Meckerns in der 45. Minute mit Grün für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt und Deutschland überstand dieses Mal die Schlussoffensive des Viertels unbeschadet.

Zudem war man nun knapp zwei Minuten im Schlussviertel erstmal in Überzahl. Argentinien versuchte trotzdem, auch in Unterzahl, auf den Ausgleich zu gehen. Im Konter über rechts spielte Anne Schröder die Argentinierinnen schwindelig, aber ihren Pass in den Rückraum konnte Marie Mävers gerade eben so nicht erreichen – das Tor war frei (49.). Hinten spielten die Deutschen es ganz stabil und als Graeve nach tollem Solo durch die Mitte vorbereitete, holten sich die Deutschen die vierte Ecke (50.), die Succi gegen Lorenz aber stark parierte.
Mit gutem Ballbesitzhockey hielten die Deutschen die „Las Leonas“ hinten in der eigenen Hälfte. Dem Favoriten lief langsam die Zeit davon. Im Gegenteil, das DHB-Team hatte selbst gute Szenen. Erst in der 58. Minute kam Argentinien mal wieder in die deutsche Hälfte. Franzisca Hauke nahm dann Fernandez ganz stark eine Rückhand vom Schläger (59.). Argentinien nahm Succi für eine elfte Feldspielerin vom Platz, versuchte nochmal alles. Joubert gab dann 10 Sekunden vor Ende eine völlig unberechtigte Ecke für ein vermeintliches Fußspiel, das ganz klar keines war. Altenburg hatte nur den Schläger am Ball. Doch Ciupka hielt die Stechervariante sehr stark und Mävers lief die Wiederholungsecke ab, so dass es beim verdienten 3:2 blieb. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
1:0 Hannah Gablac (6.)
1:1 Florencia Habif (KE, 15.)
2:1 Charlotte Stapenhorst (20.)
3:1 Charlotte Stapenhorst (25.)
3:2 Maria Ortiz (30.)

Ecken:
GER 4 (kein Tor) / ARG 6 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 1 Elisa Graeve (30.) / ARG 1 Delfina Merino (45.)

Schiedsrichterinnen:
Michelle Joubert (RSA) / Kelly Hudson (NZL)

Stolze Bronzemedaillengewinner zurück aus Santander

Zurück aus Santander und stolz auf ihre Bronzemedaille bei den Europameisterschaften: Moritz Ludwig und Elian Mazkour.

Feriencamp am Uhlenhorst – schon wieder verging die Zeit viel zu schnell

In der 1. Schulferienwoche fand nun schon zum dritten Mal das Feriencamp am Uhlenhorst statt. Mit einer neuen Rekordteilnehmerzahl von 45 Kindern im Alter von 3 bis 9 Jahren haben wir wieder mal eine ereignisreiche Woche durchlebt.

Bei, wir sind es aus den letzten Jahren schon gewohnt, perfektem Wetter wurden nicht nur die beiden Hauptsportarten des Vereins, Hockey und Tennis, ausgiebig ausprobiert und trainiert, sondern auch viele weitere Aktivitäten unternommen. So führten wir zum Beispiel während des Camps mit allen Kindern das Kibaz (Kinderbewegungsabzeichen) im Bereich „Hockey“ durch, sodass wir am Ende der Woche sogar die tolle Urkunde vom Landessportbund an alle überreichen durften.

Im Wald am Uhlenhorst ist es auch perfekt für Spaziergänge, Fangen- und Versteckspiele und vor allem für die unter den Kindern heiß beliebten Fahrradtouren in etwas schattigerem Klima des Waldes. Neben der großartigen Unterstützung der Co-Trainer, die mit ihrer engagierten, fröhlichen Art alle Kinder stets bei bester Laune hielten, müssen die Teilnehmer ebenfalls lobend erwähnt werden. Der Umgang zwischen Älteren und Jüngeren, Mädchen und Jungs, beim Essen oder auf dem Platz, in der Pause oder auf dem Spielplatz war ausnahmslos positiv. Einer hilft dem anderen und auch wenn es mal in Teams gegeneinander anging, war die Stimmung über die ganze Woche genial.

Aufgrund des großen Anklangs und zahlreicher Nachfrage ist das Camp fürs nächste Jahr auch definitiv wieder fest eingeplant! Vielleicht sogar noch in einer anderen Variante…wir werden sehen was 2019 bringt.

Alle Teilnehmer und  Interessierte sind nach den Ferien in unseren Teams zum Schnuppertraining beim Hockey oder Tennis gern gesehen und herzlich willkommen. Meldet euch gern: mirja.zoeller@uhlenhorst-muelheim.de
Vielen Dank an alle und schöne restliche Sommerferien.

Hockey-WM: Danas mit Maike Schaunig starten mit einem Sieg

Toller Einstand für die Danas mit Maike Schaunig bei der Hockey-WM in London: Mit 3:1 siegte die Damen-Nationalmannschaft gegen Südafrika im ersten Gruppenspiel!
Die weiteren Gruppenspiele sind:

  • Mittwoch, 25. Juli, 19:00 Uhr gegen Argentinien
  • Samstag, 28. Juli: 13:00 Uhr gegen Spanien

Die Spiele werden live auf Dazn gezeigt.

Starker WM-Auftakt der Danas mit einem 3:1-Sieg gegen Südafrika

Bericht hockey.de:
DANAS: Wichtiger Sieg zum WM-Start
WM in London, Auftaktspiel: Deutschland – Südafrika 3:1 (1:0)

21.07.2018 – Die deutschen Damen haben den so wichtigen ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in London in überzeugender Manier geholt. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger dominierte die Partie gegen Afrika-Champion Südafrika über die gesamten 60 Minuten. Viktoria Huse und Charlotte Stapenhorst hatten die DANAS bis kurz nach der Halbzeitpause 2:0 in Führung gebracht, ehe die Südafrikanerinnen durch ihre erste Strafecke zum umstrittenen Anschlusstreffer kamen. Danach spielten aber weiter nur die Deutschen und erneut Huse machte per Siebenmeter im Schluss-Viertel alles klar. Am Mittwochabend um 19 Uhr deutscher Zeit trifft das DHB-Team nun auf Gruppenfavorit Argentinien. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit den Mädels. Unser vordringliches Ziel war es, dieses Spiel zu gewinnen. Dass wir dabei auch noch eine wirklich gute Performance gezeigt haben, macht es noch besser. Mich ärgert das Gegentor, was keines war, zumal es ja nachher auch auf das Torverhältnis ankommen könnte. Aber im Vordergrund steht, dass wir defensiv wie offensiv wirklich gut agiert haben. Wir hatten 40 Kreiseintritte insgesamt, haben viele Chancen kreiert. Jetzt haben sich die Mädels es verdient, das ein bisschen zu feiern. Dann geht unser ganzer Fokus auf das Argentinien-Spiel Mittwochabend. Da ist genug Zeit, sich darauf vorzubereiten. Ich habe aber auch im Gefühl, dass Spanien Argentinien im anderen ersten Vorrundenspiel unserer Gruppe ganz schön ärgern könnte, denn die Spanierinnen sind gut drauf. Schauen wir mal.“
Doppel-Torschützin Viktoria Huse: „Es ist sicherlich normalweise nicht mein Job, da vorn zu sein und das Tor zu machen, aber es passte alles beim ersten Tor und dann ist dann bei solch einer Atmosphäre einer WM natürlich traumhaft. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel und schauen am Ende der Gruppenphase, was dabei herauskommt. Der Start war auf jeden Fall super!

Die deutschen Damen begannen mit viel Ballbesitz und frühem Pressing, machten gleich viel Druck auf den Aufbau des Afrikameisters. Eine erste Hundekurve von Lisa Altenburg brachte Gefahr, aber der Ball wurde ans Außenbrett abgefälscht (3.). Kurz darauf lief eine Flanke aus zentraler Position am Pfosten vorbei (4.). Charlotte Stapenhorst hatte dann nach toller Ballmitnahme in den Kreis eine Riesenchance, aber ihr Lupfer blieb gerade noch an der linken Schulter von Keeperin Phumelela Mbande hängen (5.).
Das DHB-Team klar überlegen, variierte gut im Pressing – mal früh vorn, mal erst ab der Mittellinie. Hannah Gablac holte in der 8. Minute die erste Ecke fürs DHB-Team. Nike Lorenz‘ Schlenzer wurde von Mbande sicher gehalten, der Nachschuss von Hannah Gablac aus spitzer Position wurde abgeblockt. Lena Micheel holte eine super Chance für Gablac heraus durch ein starkes Solo über die Mitte, aber die drehte sich auf die Rückhand und hatte dann eine Verteidigerin direkt vor sich (11.). Den ersten Kreiseintritt der Südafrikanerinnen unterband Selin Oruz sicher.
Es war dann erneut Youngster Lena Micheel, die erst für Franzisca Hauke auf Stecher auflegte, was Mbande ahnte, und dann den Nachschuss vom Kreisrand knapp links am Tor vorbeischoss. Und dann wurde nach gutem Rechtsangriff der Druck belohnt: Eine Rechtsflanke von Altenburg blockte Marie Mävers weiter und Viktoria Huse war zentral mitgelaufen und schlenzte überlegt zum 1:0 (14.) ein. Fast wäre Stapenhorst kurz vor der Viertelsirene ein abgefälschter hoher Ball noch allein im Kreis auf den Schläger gefallen, aber sie konnte ihn nicht kontrollieren. Eine absolut verdiente Führung nach einem dominant geführten ersten Viertel der DANAS.

Und es ging so weiter. Die Deutschen pressten gut, Südafrika kam kaum mal zu eigenen Aktionen. In der 21. Minute gab es die zweite deutsche Ecke. Die Ablage-Variante auf Lorenz wurde Millimeter am linken Pfosten vorbeigelenkt. Auch in der Nachfolge gute Chancen für das DHB-Team, wobei es sehr eng war im Kreis, weil Südafrika mit allen Spielerinnen im einen Viertel standen. Stapenhorst bereitete gut für Marie Mävers vor, die an Mbande scheiterte (23.). Nach Konter über rechts hatte Mävers diesmal die Chance zu schießen, verriss den Ball aber weit nach links.
Südafrika kam in dieser Phase besser rein, hatte mehr eigene Aktionen, indem der Ball von den beiden technisch starken Spielmacherinnen durchs Mittelfeld geschleppt wurde. Dann sah Lisa Altenburg Grün (28.), die DHB-Auswahl daher in der Schlussphase der Halbzeit zwei Minuten in Unterzahl. Da hatten die Deutschen aber absolute Kontrolle. Es blieb so bei der mehr als verdienten 1:0-Führung zur Pause, die auch hätte schon höher ausfallen können.

Der erste gut vorgetragene Angriff im dritten Viertel – über Anne Schröder und durchgesteckt von Lisa Altenburg – brachte dann das verdiente 2:0 (32.). Selin Oruz scheiterte noch an Mbande, aber den Abpraller versenkte Charlotte Stapenhorst am linken Pfosten sicher ins verwaiste Tor. Cecile Pieper scheiterte dann mit einem Drehschuss an der starken Keeperin Mbande, ebenso wir Stapenhorst mit dem guten Rebound (35.). Altenburg dann mit tollem Solo durch die Mitte, doch Südafrikas Innenverteidigerin rettete in letzter Sekunde mit langem Brett.
Gablac hatte die nächste gute Chance, als sie im Gewühl im Kreis zum Schlag kam. Es war weiter sehr einseitig, weil die Deutschen konzentriert agierten und hinten erstklassig standen. Ein unglücklicher Fuß von Lorenz auf dem Kreisrand bescherte Südafrika dann die erste Ecke (40.). Die schrubbte Lisa-Marie Deetlefs ins linke Eck. Es gab Videobeweis, der ergab, dass die Kugel angeblich noch das Torbrett berührt hatte. Sehr umstritten allerdings die Videoentscheidung, denn die Videoschiedsrichterin sagte, es gäbe keinen Grund die Entscheidung zu ändern, und die war eigentlich Abschlag gewesen.
Das DHB-Team griff weiter an. Janne Müller-Wieland zog in der 41. Minute aufs obere linke Eck ab, aber Mbande war mit dem Handschuh da. Stapenhorst setzte dann Teschke in Szene, die den freien Schuss am Kreisrand aber nicht sauber traf. Marie Mävers hatte trotzdem noch die Chance zum Volleyblock, der knapp links am Pfosten vorbei ging (44.). Altenburg hatte noch eine gute Chance vor der letzten Viertelpause, ließ den Ball aber etwas zu weit nach vorn laufen, so dass eine Verteidigerin noch dazwischenkam.

Es gab kurz nach Wiederanpfiff Ecke für Deutschland, gegen die Südafrika den Videobeweis nahm. Es hätte hier sogar Siebenmeter geben müssen, denn Deetlefs nahm das Stockfoul absichtlich. Leider hier ein klarer Fehler der belgischen Videoschiedsrichterin, die die Szene völlig falsch bewertete und das Stockfoul übersah, das vor dem Fuß Altenburgs war. Doch die Deutschen weiter im Vorwärtsgang. Cecile Pieper mit der nächsten Chance nach Hundekurve (47.). In der 49. Minute erneut ein Stockfoul an Pieper im Kreis, das nicht geahndet wurde.
Micheel verpasste kurz darauf eine Rechtsflanke nur knapp zum Block ins Tor. Das dritte Tor lag in der Luft, wäre mehr als verdient gewesen. Wieder gab es eine tolle Chance nach Hundekurvesituation rechts, wobei Stapenhorsts Block knapp vorbeiging (52.). Altenburg hatte dann eine gute Chance beim Solo durch die Mitte, bei dem die Alsteranerin gefoult wurde. Es gab per Videobeweis Siebenmeter fürs DHB-Team, den Viktoria Huse unhaltbar rechts unten zum 3:1 (54.) verwandelte.
Schrecksekunde dann in der 56. Minute, als Nike Lorenz am Kreis angeschlenzt wurde und den Ball ins Gesicht bekam. Sie musste draußen an der Lippe behandelt werden. Elisa Graeve klaute kurz darauf den Ball, bereitete über rechts vor und Marie Mävers hatte Pech, dass der Ball ihr auf die Schlägerkante sprang und dadurch über das Tor ging (57.). Die neuseeländische Schiedsrichterin gab dann noch einmal eine völlig überzogene Ecke gegen das DHB-Team wegen angeblichem taktischen Fouls. Die verteidigte Mävers brillant und leitete einen Konter ein, der von Graeve hauchdünn am linken Pfosten vorbeigesetzt wurde.

Tore:
1:0 Viktoria Huse (14.)
2:0 Charlotte Stapenhorst (32.)
2:1 Lisa-Marie Deetlefs (KE, 40.)
3:1 Viktoria Huse (7m, 56.)

Ecken:
GER 2 (kein Tor) / RSA 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 1 (Altenburg, 27.) / RSA 1 (Hunter, 59.)

Schiedsrichterinnen:
Amber Church (NZL) / Ayanna McClean (TTO)

U18-Europameisterschaft: Bronze für die männliche U18 / Platz 4 für die weibliche U18

Nach zwei enttäuschenden und auch unglücklichen Halbfinalniederlagen konnte zumindest die männliche U18 bei der Europameisterschaft mit der Bronzemedaille einen versöhnlichen Abschluss erzielen. Das weibliche U18-Team versäumte es wie bei der 0:1-Halbfinalniederlage gegen Belgien auch im Bronzespiel gegen England die Tore zu erzielen – am Ende blieb nach dem 1:2 ein doch enttäuschender 4. Platz.
Das Team um Jo Schmitz musste nur wenige Stunden nach der Niederlage im Shootout gegen Holland schon wieder gegen Belgien ran – mit dem 1:0-Sieg und dem 3. Platz konnte die männliche U18 am Ende zumindest eine Medaille mitnehmen.

Nach der Shootout-Niederlage mit Bronze versöhnt