1. Damen: 2 Punkte zum Abschluss

Mit einem zwiespältigen Fazit gehen unsere Damen aus dem Wochenende: ein unglückliches Unentschieden gegen Raffelberg und ein gewonnener Punkt gegen den Düsseldorfer HC bedeuten Platz 9 für unsere Bundesliga-Damen in dieser schwierigen Bundesliga-Hinrunde, bevor es jetzt in die Halle geht.

Lara Birkner im Zweikampf gegen gleich zwei Raffelbergerinnen - Foto: Herbert Höltgen

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Samstag: Mülheim zu harmlos für einen Heimsieg

Mit ihrem 1:1-Remis (1:0) gegen den Club Raffelberg haben die Damen vom HTC Uhlenhorst Mülheim am Samstag die Chance verpasst, ein bisschen Abstand zum Tabellenkeller zu gewinnen. Kurz vor der Halbzeitpause hatte Katharina Windfeder die Gastgeberinnen in Führung gebracht – doch die Duisburger Gäste glichen aus und bleiben so in der Tabelle weiter dicht hinter den Mülheimerinnen auf Platz elf.

„Ich finde, wir haben echt ein gutes Spiel gemacht“, zog Raffelbergs Trainer Susanne Wollschläger Bilanz. „Wir waren die ganze Zeit griffig und aggressiv, haben wenig zugelassen und eine gute Eckenabwehr gezeigt.“ So dauerte es auch bis Minute 29, ehe Katharina Windfeder eine der insgesamt sechs Mülheimer Ecken erfolgreich verwandelte und so den 1:0-Pausenstand markierte. „Die ersten beiden Viertel gehen definitiv an Raffelberg, die haben uns das Leben da ganz schön schwergemacht und wir sind gar nicht richtig ins Spiel gekommen“, zog HTCU-Trainer Mark Spieker den Hut vor der gegnerischen Mannschaft. „Letztendlich waren wir heute zu harmlos und nicht konsequent genug. Mit der Eckenverwertung können wir nicht zufrieden sein, da arbeiten wir massiv dran, das zu verbessern.“

Fünf Minuten nach der Halbzeit gelang dann den Gästen aus Duisburg der Ausgleich: Svea Schifferings brachte einen Konter erfolgreich auf Berit Liebenehm, die den Ball dann über die gegnerische Torfrau lupfte und damit bereits frühzeitig den 1:1-Endstand markierte. Denn die große Siebenmeter-Chance anderthalb Minuten vor dem Schlusspfiff vergab Mülheims Tina Grote, sodass es bei dem Unentschieden blieb. „Im Großen und Ganzen ist das schon ärgerlich, weil wir auf die gesamten 60 Minuten gesehen schon mehr Chancen hatten, das Spiel für uns zu entscheiden. An der einen oder anderen Stelle fehlte da noch ein Quäntchen Glück, aber insgesamt war es kein großes Tennis heute“, sagte Uhlenhorsts Trainer Mark Spieker. Gegen die favorisierten Düsseldorferinnen müsse man sich am morgigen Sonntag deutlich steigern.

Raffelbergs Trainer Susanne Wollschläger zeigte sich zufrieden mit dem Ergebnis – und freut sich jetzt auf das letzte Spiel morgen gegen Rot-Weiss Köln. „Ich bin froh, dass die bald Hinrunde vorbei – mir wird draußen langsam kalt“, sagt sie lachend.

Uhlenhorst Mülheim – Club Raffelberg 1:1 (1:0)
Tore:
1:0 Katharina Windfeder (29., KE)
1:1 Berit Liebenehm (35.)
Ecken: 6 (1 Tor) / 1 (0 Tore)
Zuschauer: 200
Grüne Karten:
Darja Möllenberg, CR
Judith Bock, CR
Schiedsrichter: S. Johnson / B. Ströhle

Sonntag: Mülheim erkämpft leistungsgerechtes Unentschieden

Die Damen von Uhlenhorst Mülheim haben auch am Sonntag des letzten Spielwochenendes vor der Winterpause gepunktet. Etwas überraschend gelang den Ruhr-Städterinnen gegen Endrunden-Kandidat Düsseldorfer HC ein 1:1 (1:0). Mülheim hält im Tabellenkeller die Konkurrenz weiter auf Distanz. Düsseldorf hingegen rutschte bis zum Frühjahr aus den Playoff-Plätzen, musste den Harvestehuder THC passieren lassen.

„Das Spiel war heute passables Bundesliga-Niveau. Zum Abschluss hätte ich mir das auch anders gewünscht“, gab Düsseldorfs Trainer Nico Sussenburger zu. „Wir haben heute wieder zu wenig Ausbeute für den hohen Aufwand und die Zahl an Kreisszenen generiert. Das zieht sich aber schon durch die gesamte Hinrunde. Auch heute waren genug Chancen für mehr da. Das ist ganz klar ein Punkt, den wir für die Rückrunde noch bearbeiten müssen.“

Mülheims Trainer Mark Spieker: „Es war wichtig, dass wir heute deutlich griffiger ins Spiel gekommen sind als gestern, auch wenn wir uns schwer getan haben, gegen die starke DHC-Abwehr Chancen zu kreieren. Insgesamt war das 1:1 aus meiner Sicht heute aber in Ordnung.“

Mülheim startete vor rund 100 Zuschauern gut in die Partie, kam gut und aggressiv in die Zweikämpfe und war im Spielaufbau auch zwingend, selbst wenn die Angriffe oft in der guten DHC-Defensive stecken blieben. Dennoch war die Führung in der 24. Minute, als Maren Kiefer den Ball nach einer Kombination über die linke Seite nur noch ins leere Tor schieben musste, durchaus verdient. Düsseldorf zeigte zwar insgesamt die reifere Spielanlage, doch belohnte sich dafür in der ersten Spielhälfte noch nicht.

Dafür nutzte man einen defensiven Fehler der Mülheimerinnen in der 32. Minute aus, um eine Ecke zu ziehen, die in Form einer Stecher-Variante durch Greta Gerke vollendet wurde. Düsseldorf spielte jetzt mehr Pressing, gewann so auch spielerisch die Oberhand, brachte sich aber durch einige Zeitstrafen immer wieder selbst aus dem Tritt. Es gab so Chancen auf beiden Seiten – für Mülheim vor allem in den Überzahl-Situationen, um die Partie zu entscheiden. Doch weitere Treffer fielen nicht.

Uhlenhorst Mülheim – Düsseldorfer HC 1:1 (1:0)
Tore:
1:0 Maren Kiefer (24.)
1:1 Greta Gerke (32., KE)
Ecken: 4 (0 Tore) / 4 (1 Tor)
Zuschauer: 100
Grüne Karten:
Maren Kiefer, UM
Annika Sprink, DHC
Gelbe Karten:
Luisa Steindor, DHC
Elisa Gräve, DHC
Schiedsrichter: S. Johnson / B. Ströhle

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