Wichtiger Sieg der Damen gegen Harvestehude

Über einen wichtigen Sieg freuten sich die Feldhockey-Bundesligaspielerinnen des HTC Uhlenhorst am Samstag. Im heimischen Waldstadion bezwangen sie den Harvestehuder THC Hamburg mit 2:1 (2:1). Am Sonntag folgte eine 0:3 (0:2)-Niederlage gegen den Tabellenzweiten UHC Hamburg.

Erfolgreicher Kampf um 3 Punkte gegen den HTHC Foto: Michael Dahlke

Berichte Hockeyliga:
Mülheim punktet im Abstiegskampf / HTHC kriselt weiter
Nach zuletzt vier Niederlagen in Serie gelang Uhlenhorst Mülheim im Heimspiel gegen Harvestehude ein ganz wichtiger Sieg im Kampf um den Klassenerhalt. In einer ausgeglichenen Begegnung setzten sich die Gastgeber nach spannenden 60 Minuten am Ende verdient mit 2:1 durch und verschafften sich durch den Erfolg etwas mehr Luft im Abstiegskampf. Für den HTHC scheint der Traum von der Teilnahme am Final Four dagegen ausgeträumt. Nach dem fünften sieglosen Spiel in Serie driften die Hamburgerinnen immer mehr ins Mittelfeld der Liga ab.

Von Beginn an sahen die Zuschauer bei sommerlichen Temperaturen in Mülheim eine Partie auf Augenhöhe. Obwohl sich beide Mannschaften gute Möglichkeiten erspielten, kam im ersten Viertel nichts Zählbares auf die Anzeigetafel. Dies sollte sich im zweiten Viertel jedoch schnell ändern. Laura Apeltrath erzielte bereits in der 17. Minute die Führung für Mülheim. Doch auch der HTHC steigerte sich in dieser Phase der Partie und kam in der 25. Minute durch Beatrice Dechant zum 1:1-Ausgleich. Per Strafecke brachte Alica Kristin Wahl die Gastgeber noch vor dem Seitenwechsel erneut in Führung. Mit dem knappen 2:1 gingen beide Teams auch in die Pause.

Ähnlich umkämpft wie die ersten beiden Viertel, sollten auch die letzten beiden Abschnitte werden. Beide Teams schenkten sich in der Mittagshitze nichts. Uhlenhorst blieb weiterhin die etwas gefährlichere Mannschaft und hatte gerade im dritten Viertel gute Möglichkeiten die Führung auszubauen. Auch Mülheims Co-Trainer Benjamin Hinte zeigte sich nach dem Spiel zufrieden: „Ein riesiges Lob an die Mannschaft, die durch viel Einsatz und Elan trotz der Temperaturen endlich wieder punkten konnte.“
Nach dem torlosen dritten Viertel, kam der HTHC im Schlussabschnitt nochmals etwas mehr auf, doch zum Unentschieden sollte es nicht mehr reichen und so ging Uhlenhorst Mülheim mit dem knappen 2:1 vom Platz. „Nach den letzten zwei Wochen war dieser Sieg für uns äußerst wichtig“, erkannte Hinte nach dem Schlusspfiff mit Blick auf die aktuelle Tabelle, in der sich Mülheim durch den Erfolg weiter etwas Platz zur Abstiegszone erhält.
Der HTHC büßte durch die erneute Niederlage weiter wichtige Punkte ein und die Chance auf die Teilnahme am Final Four schwindet für die Hamburgerinnen dahin. HTHC-Co-Trainer Max Daubenbüchel fasste nach der Partie zusammen: „Man hat uns heute angesehen, dass es die letzten Wochen nicht lief. Abgesehen vom letzten Viertel kam von uns eindeutig zu wenig und deswegen ist der Sieg von Uhlenhorst absolut verdient.“

Uhlenhorst Mülheim – Harvestehuder THC 2:1 (2:1)
Tore:
1:0 Laura Apeltrath (17.)
1:1 Béatrice Dechant (25.)
2:1 Alica Kristin Wahl (30., KE)

UHC-Damen in der Rückrunde weiterhin verlustpunktfrei
Auch Uhlenhorst Mülheim konnte den Lauf des UHC Hamburg nicht stoppen. Die Hamburgerinnen sind nach dem 3:0-Auswärtserfolg in der Rückrunde weiter ohne Punktverlust und bleiben mit dem Club an der Alster im Rennen um die Tabellenführung. Mit etwas mehr Glück und einer besseren Chancenverwertung wäre auch für Mülheim ein Punktgewinn möglich gewesen. Mit dieser Niederlage stehen die Westfalen aber weiter auf Platz neun, nur knapp vor den Abstiegsrängen.

Den besseren Start in die Begegnung erwischten die Gastgeber. Bereits nach wenigen Sekunden parierte UHC-Torhüterin Noelle Rother glänzend und bewahrte ihr Team so vor dem frühen Rückstand. Wie aus dem Nichts traf Eileen Hoffmann in der 9. Minute zum 1:0 für den UHC. Dieses Tor zeigte Wirkung. Die Hamburgerinnen hatten in dieser Phase mehr vom Spiel und Nationalspielerin Marie Mävers erhöhte bereits in der 19. Minute auf 2:0. Mülheim-Coach Mark Spieker bemängelte nach dem Spiel die Chancenverwertung seiner Mannschaft: „Es wäre definitiv mehr drin gewesen. Wir waren vor allem im letzten Viertel und im Schusskreis zu ungefährlich und so spiegelt das Ergebnis am Ende auch nicht so ganz den Spielverlauf wieder.“

In das dritte Viertel startete Mülheim wieder stärker, doch die Hamburger Defensive stand äußerst geordnet und ließ keine klaren Torchancen der Gastgeber zu. UHC-Trainer Claas Henkel war nach dem Schlusspfiff glücklich: „Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel meiner Mannschaft. Wir hatten die Begegnung meistens unter Kontrolle, haben gut verteidigt und auch der Spielaufbau hat super geklappt. Kurz vor dem Ende hatten wir zwar etwas Glück, aber insgesamt war es ein verdienter Sieg für uns.“ Mit „etwas Glück“ spielte Henkel auf Mülheims Lattenschuss in der 52. Minute an. Hätten die Gastgeber in dieser Situation den Anschlusstreffer erzielt, wäre die Schlussphase wohl noch spannender ausgefallen. So aber machte Lena Micheel fünf Minuten vor dem Ende mit dem 3:0 per Strafecke alles klar.

Uhlenhorst Mülheim – UHC Hamburg 0:3 (0:2)
Tore:
0:1 Eileen Hoffmann (9.)
0:2 Marie Mävers (19.)
0:3 Lena Micheel (55., KE)
Ecken:
3 (0 Tore) / 5 (1 Tor)

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