DANKE, THILO!

Was sollen wir sagen: wir sind traurig, aber auch unglaublich stolz auf diesen Spieler, der die Eule im Herzen trägt – Thilo Stralkowski beendet nach dem Gewinn der deutschen Feldhockeymeisterschaft auf dem Höhepunkt seine Karriere bei den 1. Herren. Wir können einfach nur DANKE sagen, für deine unglaubliche Leistung, dein Engagement und deine Loyalität in den vergangenen 14 Jahren deiner Bundesliga-Karriere bei uns am Uhlenhorst! Und freuen uns auf alles, was da jetzt noch kommt…Und natürlich wird noch ein gebührender und würdiger Abschluss folgen, Thilo… :-)

Danke, Thilo!

Bericht WAZ, Gerd Böttner:

Thilo Stralkowski beendet seine Karriere

Mülheim. Nach reiflicher Überlegung zieht der 31-jährige Kapitän des HTC Uhlenhorst nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft einen Schlussstrich.

Nach reiflicher Überlegung und mit einem blutenden Herz beschlossen und verkündet. Thilo Stralkowski, das Urgestein des HTC Uhlenhorst, beendet eine Karriere ausschließlich im hellen Licht und ohne jeden Schatten. „This is it! Danke an alle meine Mitspieler und Weggefährten! Stolz auf mehr als 14 Jahre im Herrenteam des besten Clubs der Welt“, so der 31-Jährige, der auf der nationalen und internationalen Bühne fast alles gewonnen hat, was es auf dem Feld und unter dem Hallendach zu gewinnen gibt.

Der Kapitän geht von Bord, aber er wird seinem HTCU auf das Innigste verbunden bleiben und ein gefragter Mann sein, wenn beim deutschen Rekordmeister fachkundiger Rat verlangt ist. Zahllose Erinnerungen werden dauerhaft haften bleiben: „Über die Jahre hinweg zu sehen, wie sich alles entwickelt hat und wie wir den Sprung zurück ins deutsche Spitzenhockey geschafft haben, macht mich schon ein wenig stolz! Ich verdanke dem Verein und den Verantwortlichen, Trainern, Mitspielern und Unterstützern über all die Jahre sehr, sehr viel – das werde ich niemals vergessen.“

Gedanke ist über die gesamte Saison gereift

Nein, der langjährige Spielführer, der mit vier Jahren zum HTCU kam und am Uhlenhorstweg von den Trainerinnen Tina Bachmann und Petra Brinkmann an die Hand genommen wurde, hat es sich so gar nicht leicht gemacht. Viele Male ist er in sich gegangen, um sich dann mit dem Schlussstrich anzufreunden. „Der Gedanke ist über die gesamte Saison gereift, dann wusste ich, dass im Sommer Schluss ist.“

Nach dem Gewinn des deutschen Meistertitels an der Krefelder Hüttenallee, der nun als perfekter Abschluss gilt und in der feinen Kollektion des Mülheimer Leaders noch fehlte, machten sich kurzzeitig leise Zweifel breit. „Ich spürte den Hunger auf die mögliche Titelverteidigung, endlich auf einen Triumph bei der Euro Hockey League, auf den Wettkampf überhaupt“, so der Verkehrspilot, der sich fortan ganz auf seinen Job konzentrieren wird. „Fliegen und Hockey hätte null Freizeit bedeutet, das Trainingspensum hätte nicht gereicht, um in der Bundesliga vernünftig spielen zu können. Natürlich blutet mein Herz, aber ich fühle mich gut mit meiner Entscheidung und werde das Karriereende genießen.“

Stralkowski möchte seine Erfahrungen weitergeben

Thilo Stralkowski, dem in seiner stolzen Sammlung allein der WM-Titel auf dem Feld und der Gewinn der Euro Hockey League fehlen, wird dem Verein verbunden bleiben und sich möglicherweise im Trainerteam einbringen. „Aber nicht in der klassischen Co-Trainer-Rolle. Ich möchte meine Erfahrungen an die jungen Spieler weitergeben, so wie es bei mir war, als ich den Rat der etablierten Spieler gesucht habe“, so der heute 31-Jährige, der als hoch angesehner Sportsmann durch und durch gilt.

Zwei Titelgewinne gelten in Thilo Stralkowskis fabelhafter Vorzeigekarriere als Leuchttürme. Blickpunkt Olympiasieg 2012: „Die gesamten olympischen Spiele in London von der Eröffnungsfeier bis hin zur Abschlussfeier werden für immer die sportlich größten Erfahrungen in meinem Leben bleiben. Wir haben über Monate uns innerhalb des Teams eine für mich einzigartige Bindung aufgebaut, die ein großer Schlüssel war für den Gewinn der Goldmedaille.“ Blickpunkt DM-Titel 2018. „Nach den vielen Erinnerungen meiner Kindheit und als Fan des Teams der 90er 21 Jahre nach dem letzten Titelgewinn den Pokal in die Höhe zu stemmen, war für mich der emotional schönste Moment meiner ganzen Karriere. Mit seinen Jungs und Freunden zu gewinnen – es gibt nichts Besseres.“
Ehrlicher Dank gilt am Ende eines langen Weges

Am Ende des langen Weges gilt ehrlicher Dank: „Ich habe vielen Menschen zu danken, alle aufzuzählen würde den Rahmen sprengen. Meiner Familie und meinen besten Freunden möchte ich jedoch explizit ein großes Dankeschön aussprechen – ohne sie hätte ich niemals meinen sportlichen Weg gehen und die tollen Erfolge feiern können.“

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