Damen mit wichtigem Sieg gegen Bremer HC

Aufatmen nach dem Schlusspfiff am Samstag: einen wichtigen Sieg holten unsere Damen gegen den Bremer HC trotz schwieriger personeller Situation ohne Katha Windfeder und Mela Terber! Am Sonntag folgte eine Niederlage beim deutschen Meister Alster Hamburg.

Spielberichte Hockeyliga:

Die Damen des Bremer HC warten weiter auf ihren ersten Punkt in der hockeyliga. Am Samstag unterlag das Team von Martin Schultze auch bei Uhlenhorst Mülheim mit 2:3 (0:1). Nach einer guten Anfangsphase der Gastgeberinnen agierten beide Mannschaften ausgeglichen. Mit Bremens Anschlusstreffer zum zwischenzeitlichen 1:2 durch Edel Nyland kam wieder Nervosität in die Partie, die nach einem Fehlpass in der Bremer Verteidigung auch zur 3:1-Vorentscheidung führte. Das Bremer 2:3 mit der Schlussstrafecke war Makulatur.

Mit 3 Treffern am Wochenende erfolgreich: Charlotte von Hülsen

Die Hausherrinnen übernahmen in der Anfangsphase das Zepter, bereits nach 90 Sekunden war der Ball erstmals im Bremer Kasten, der Treffer zählte aber nicht. Eine Minute später dann aber doch das 1:0 für Mülheim: Unglücklich fälschte Bremens Verteidigerin Luciana Galimberti Charlotte von Hülsens Schuss ab, die Bogenlampe senkte sich unhaltbar für Bremen-Goalie Mali Wichmann im Gästegehäuse (3.). Doch die Führung brachte Mülheim keine Sicherheit, Bremen war nun am Drücker. Nach zwölf Minuten hatte Paulina Liesenhoff zweimal die Möglichkeit, auszugleichen, Mülheims Torfrau Femke Jovy parierte aber beide Mal. Mit der ersten Bremer Strafecke war auch auf der anderen Seite der Ball erstmals im Netz, aber die Schiedsrichter gaben den Treffer nicht. Mülheim war im zweiten Viertel nun wieder griffiger, scheiterte aber meist mit dem letzten Pass und schwächten sich zudem mit zwei Strafzeiten. Sieben Minuten vor der Halbzeit vergab Lone Bergmann die bis dato größte Bremer Chance, als sie einen Querball freistehend vor dem Tor nicht richtig traf. Auf der anderen Seite setzte Mülheim den Schlenzer seiner ersten Strafecke weit über den Bremer Kasten, sodass es nach den ersten 30 Minuten beim 1:0 blieb.

Nach der Pause waren es wieder die Mülheimerinnen, die vorlegten: Nach sehenswerter Einzelleistung bediente Dinah Grote am linken Schusskreisrand Maren Kiefer, die im Nachfassen mit der argentinischen Rückhand zum 2:0 traf (34.). Kurz darauf schwächten sich die Mülheimerinnen aber selber, als Aina Lilly Kresken Gelb sah. Mit Beginn des Schlussviertels konnte Bremen dann die Überzahl endlich nutzen: An der gegnerischen Viertellinie wurde Edel Nyland mittig freigespielt, zog in den Schusskreis und vom Schusskreisrand eiskalt ohne Abwehrchance für Jovy zum 1:2 ab (46.). Während der Anschluss im Publikum noch einmal für Spannung sorgte, agierten beide Teams nervöser. Auch, als Martin Schultze zweieinhalb Minuten vor dem Ende ohne Torwart ins Überzahlspiel ging, bleib Bremen fahrig. Einen äußerst ungenauen Querpass von Lea Marlene Albrecht fing von Hülsen ab und markierte mit dem 3:1 ins leere Tor die endgültige Entscheidung. Mit dem Schlusspfiff kam Bremen zwar noch einmal zu einer Kurzen Ecke, betrieb mit dem 2:3 (60.) aber nur noch Ergebniskosmetik.

Bremens Trainer Martin Schultze fühlte sich nach dem Schlussfiff um einen Punkt betrogen: „Wieso das Tor bei der ersten Ecke nicht zählt, verstehe ich nicht“, spielte Schultze auf die Szene Ende des ersten Viertels an. „Wir haben insgesamt ein gutes Spiel gemacht, hatten auch gute Chancen, ein Unentschieden wäre verdient gewesen. Natürlich ist es gerade als Aufsteiger ärgerlich, so aus der Partie zu gehen. Uns war die Bedeutung der Partie bewusst, wir haben dann aber nach dem 1:2 mit zu viel Druck auf den Ausgleich gedrängt, da sind wir noch etwas unerfahrenen. Und so ein Bock, der zum 1:3 führt, den darf man natürlich nicht machen. Jetzt gilt es, das Spiel abzuhaken, den Mund abzuwischen und morgen weiterzumachen.“ Sein Gegenüber Benjamin Hinte sah eine „sehr kämpferisch und läuferisch geprägte Partie“: „Wir wollten über den Ballbesitz Spielkontrolle erlangen. So hatten wir viele Aktionen. Am Ende war auch das Quäntchen Glück dabei, als Bremen uns vor dem 1:3 den Ball genau in den Lauf spielt. Jetzt haben wir zum genau richtigen Zeitpunkt einen Sieg eingefahren , um gerade nach dem letzten Wochenende ein auch gewisses Polster zu haben.“

Uhlenhorst Mülheim – Bremer HC 3:2 (1:0)
Tore:
1:0 Charlotte von Hülsen (3.)
2:0 Maren Kiefer (34.)
2:1 Edel Nyland (46.)
3:1 Charlotte von Hülsen (60.)
3:2 Paula Heuser (60., KE)

Die Hockeydamen vom Club an der Alster bleiben weiter verlustpunktfreier Spitzenreiter. Am Sonntag gewann der Titelverteidiger mit 6:1 (3:0) gegen Uhlenhorst Mülheim und erzielte damit in beiden Partien dieses Wochenendes gegen Mülheim und den TSV Mannheim und den TSV Mannheim insgesamt 14 Tore. Trotz des deutlichen Erfolgs stellte Alster-Trainer Jens George allerdings fest: „Mülheim hat es uns sehr schwer gemacht. Sie waren sehr griffig und aggressiv in den Zweikämpfen. Aber mit zwei Siegen und 14 Toren kann man ja nicht unzufrieden sein.“

Die Gäste hatten in den ersten Minuten zudem einige gute Offensivaktionen, aus denen aber kein Tor resultierte. Anders als die Gastgeberinnen, für die Hanna Valentin in der 4. Minute per Drehschuss zum 1:0 erfolgreich war. „Wir hatten uns vorgenommen, früh ein Tor zu erzielen. Das ist uns gelungen”, sagte George. Alster war fortan das überlegene Team, konnte aber erst einmal keine weiteren, richtig gefährlichen Chancen herausspielen. In der 19. Minute gelang es Emily Kerner jedoch, sich auf der rechten Seite in den Mülheimer Schusskreis zu spielen. Ihre Hereingabe drückte Emily Wolbers zum 2:0 über die Linie. Zwei Minuten vor dem Pausenpfiff erhöhte Anne Schröder auf 3:0. Nach einem Solo im Schusskreis zog sie von halblinks ab und überwand Mülheims Keeperin Femke Jovy.

Nach dem 4:0 von Marie Jeltsch in der 33. Minute schien die Partie gelaufen. Doch plötzlich zeigte sich Mülheim und kam dank Charlotte von Hülsen, die den Ball nach einem Pfostenschuss von Aina Lilly Kresken auf den Schläger bekam, zum 1:4 (36.). Danach gab es weitere gute Aktionen, ein zweites Tor wollte den Gästen aber nicht mehr gelingen. „Wir hatten uns vorgenommen, die zweite Halbzeit aktiver zu gestalten und früher in die Zweikämpfe zu kommen. Aber dann haben wir wieder einige Fehler gemacht, die Alster eiskalt ausgenutzt hat“, erkannte Mülheims Coach Benjamin Hinte. Alster indes zeigte kurz nach Beginn des vierten Viertels seine Klasse. Einen schnellen Angriff über links vollende Kerner mit ihrem zweiten Treffer zum 5:1 (46.). Damit war das Spiel entschieden. Schröder setzte nach einer Eckenkombination dann den Schlusspunkt zum 6:1 (52.).

Club an der Alster – Uhlenhorst Mülheim 6:1 (3:0)
Tore:
1:0 Hanna Valentin (14.)
2:0 Emily Wolbers (19.)
3:0 Anne Schröder (28.)
4:0 Marie Jeltsch (33.)
4:1 Charlotte von Hülsen (36.)
5:1 Emily Kerner (46.)
6:1 Anne Schröder (52., KE)

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