6 Punkte für unsere Herren nach weiteren Gala-Vorstellungen

Daran kann man sich gewöhnen: Auch an diesem Wochenende bekamen die Zuschauer wieder zahlreiche tolle Tore unserer Herren geboten – mit weiteren Siegen am kommenden Wochenende in Hamburg könnte das Team sogar die Tabellenführung erobern!

Spielbericht Hockeyliga:

Blau-Weiss Berlin geht 1:8 bei Mülheimer „Uhlen“ unter
Die Hockeyherren von Uhlenhorst Mülheim haben sich gegen Blau-Weiss Berlin keine Blöße gegeben. Vor rund 450 Zuschauern setzte sich die Mannschaft von Trainer Omar Schlingemann am Samstag souverän mit 8:1 (5:0) durch. Dabei sorgten die Gastgeber schon früh für eine Vorentscheidung. Dennoch zeigte sich Schlingemann kritisch. „Ich bin nicht zu 100 Prozent zufrieden. Wir haben nach den frühen Toren unsere Struktur verloren. Irgendwann wollte jeder etwas Besonderes machen, statt einfach zu spielen. Wir haben unsere Konzentration etwas verloren.“

Nach gut sechs Minuten hatten die Mülheimer Herren bereits mit 3:0 (3./4./6.) führt: Laurens Halfmann, Jan Schiffer und Benedikt Fürk hatten mit jeweils herausgespielten Toren für die klare Führung der Gastgeber gesorgt. Von den Berlinern war auch danach nicht viel zu sehen, Offensivaktionen gelangen selten. Der Gastgeber war weiter das überlegene Team und erspielte sich Chancen, kam aber erst in der 20. Minute durch Timm Herzbruch zum nächsten Treffer und damit zum 4:0. Per Kurzer Ecke stellte Schiffer zehn Minuten später den 5:0-Halbzeitstand her.

Jan Schiffer traf gleich 3x am Wochenende

Im zweiten Durchgang ließ der Mülheimer Druck nach, gefährliche Szenen im Schusskreis der Gäste wurden weniger. Dennoch gelangen Mülheim durch Niklas Bosserhoff und Herzbruch noch vor der dritten Viertelpause weitere Treffer zum 7:0 (40./44.). Erst danach durften dann auch die Berliner jubeln, weil Robert Vill eine Kurze Ecke zum Ehrentreffer nutzte. Den Schlusspunkt setzten aber wieder die Hausherren in Person von Tobias Matania, der zum 8:1-Endstand traf.

„Das Spiel war nach sechs Minuten entschieden“, erkannte Blau-Weiss-Trainer Stan Huijsmans, „wir waren nicht fokussiert und Mülheim ist physisch und technisch einfach top, ein Champion eben. Erst im Schlussviertel sind wir dann etwas besser geworden.“

Uhlenhorst Mülheim – Blau-Weiss Berlin 8:1 (5:0)
Tore:
1:0 Laurens Halfmann (3.)
2:0 Jan Schiffer (4.)
3:0 Benedikt Fürk (6.)
4:0 Timm Herzbruch (20.)
5:0 Jan Schiffer (30., KE)
6:0 Niklas Bosserhoff (40.)
7:0 Timm Herzbruch (44.)
7:1 Robert Vill (54., KE)
8:1 Tobias Matania (59.)
Ecken:8 (1 Tor) / 1 (1 Tor)
Zuschauer:450
Schiedsrichter:P. Hippler / M. Knülle

Mülheim fährt den nächsten Kantersieg ein
Uhlenhorst Mülheim bleibt nach einem 6:3-Erfolg über den Berliner HC weiter in Schlagdistanz zu Tabellenführer Rot-Weiss Köln. Am nächsten Spieltag können die „Uhlen“ mit einem Sieg beim UHC sogar die Spitzenposition von den dann spielfreien Kölnern übernehmen. Für den BHC, der in dieser Saison schon etlichen Favoriten Punkte abnahm, war gegen die vor allem in der zweiten Halbzeit souverän aufspielenden Mülheimer dieses Mal nichts zu holen.

Uhlenhorst übernahm gleich zu Beginn der Partie das Kommando und erspielte sich schon früh etliche gute Möglichkeiten zur Führung. Dennoch musste der Titelverteidiger bis zur 11. Minute warten, ehe Jan Schiffer zum 1:0 traf. In der Folgezeit gestaltete der BHC die Begegnung ausgeglichener und kam nicht unverdient zum Ausgleich: Per Strafecke traf Michael Hummel zum 1:1.
Doch die Antwort von Mülheim ließ nicht lange auf sich warten. Erneut war es Schiffer, der Uhlenhorst mit 2:1 in Front brachte. „Es war in der ersten Halbzeit eine Begegnung auf Augenhöhe. Berlin hat uns vor große Probleme gestellt“, erkannte Mülheim-Trainer Omar Schlingemann die Leistung des Gegners nach der Begegnung an. Die rund 450 Zuschauer sahen bereits im ersten Durchgang eine äußerst kurzweilige Partie mit vielen guten Möglichkeiten auf beiden Seiten. Mit der knappen Mülheimer Führung ging es für die Teams in die Halbzeitpause.

Uhlenhorst agierte in der zweiten Hälfte defensiver und lauerte auf Konter. Diese Taktik ging auch voll und ganz auf: Bereits bis zur 36. Minute zogen die Mülheimer durch Treffer von Lukas Windfeder und Timm Herzbruch auf 4:1 davon. Doch auch die Berliner, bei denen Martin Zwicker nach elf Monaten sein Comeback feierte, spielten weiter munter mit und kamen durch Tom Neßelhauf zum 4:2-Anschlusstreffer (38.). In der 44. Minute stellte Windfeder mit seinem zweiten Eckentreffer zum 5:2 den alten Drei-Tore-Abstand jedoch wieder her. In der Schlussphase versuchte der BHC nochmals alles, verkürzte durch eine Strafecke von Martin Häner auch auf 5:3, doch am Ende setzte sich die individuelle Klasse der Mülheimer durch. Den Schlusspunkt zum 6:3 markierte Herzbruch in der 59. Minute. Schlussendlich feierte Mülheim verdiente drei Punkte und hält den Druck auf Tabellenführer Rot-Weiss Köln weiter aufrecht.

HTCU-Coach Schlingemann zeigte sich nach dem Spiel vor allem mit Halbzeit zwei zufrieden: „In der zweiten Hälfte hatten wir nach einer schwierigen ersten Halbzeit mehr Kontrolle im Spiel. Unsere Konter waren heute sehr gefährlich und bis auf wenige Ausnahmen haben wir stark verteidigt.“

Rein van Eijk, Trainer des BHC, war nach der Partie sehr zwiegespalten bezüglich der Leistung seines Teams: „Heute haben wir sehr ärgerlich verloren. Vor allem im dritten Viertel machen wir einfache Fehler und bekommen drei Gegentore. Trotzdem muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment machen, da sie in der ersten Halbzeit sehr gut gespielt und bis zum Ende gekämpft hat. Außerdem bin ich sehr glücklich darüber, dass Martin Zwicker nach langer Zeit wieder für uns auf dem Feld stand.“

Uhlenhorst Mülheim – Berliner HC 6:3 (2:1)
Tore:
1:0 Jan Schiffer (11.)
1:1 Michael Hummel (18., KE)
2:1 Jan Schiffer (21.)
3:1 Lukas Windfeder (33., KE)
4:1 Timm Herzbruch (36.)
4:2 Tom Neßelhauf (38.)
5:2 Lukas Windfeder (44., KE)
5:3 Martin Häner (56., KE)
6:3 Timm Herzbruch (59.)
Ecken:4 (2 Tore) / 3 (2 Tore)
Zuschauer:450
Grüne Karten:Tobias Matania, UM (Foulspiel)
Anton Ebeling, BHC (Unsportlichkeit)
Michael Hummel, BHC (Foulspiel)
Gelbe Karten:Lukas Windfeder, UM (Unsportlichkeit)
Schiedsrichter:C. Deckenbrock / G. Schmitz

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