Männliche U21 wird Europameister in Valencia

Eine bockstarke Leistung: Glückwunsch an die männliche U21 mit Schiffi, Niki und Molu nach Valencia zum Europameistertitel nach einem hochverdienten 5:3-Sieg gegen England!

Europameister!!!

Glückwunsch an Schiffi, Niki und Molu - großartig, Jungs!


Spielbericht Hockey.de:

U21-EM: DHB-Junioren nach 21 Jahren Europameister
Europameisterschaft in Valencia, Finale: Deutschland – England 5:3 (2:1)

21.07.2019 – Die deutschen U21-Herren haben am Sonntagabend in Valencia mit einem starken Auftritt gegen England den Europameistertitel gewonnen. Der DHB damit – nach Bronzegewinn der U21-Mädels am Mittag – der erfolgreichste Verband bei dieser EM. Die EAGLES führten gegen England früh mit 2:0 und ließen sich auch durch den Anschlusstreffer mit dem Pausenpfiff nicht verunsichern. Jan Schiffer, Raphael Hartkopf, dem ein Hattrick gelang und der bester Turniertorschütze wurde, und Thies Prinz bauten die Führung bis auf 5:1 aus, ehe England in den letzten drei Minuten noch zu zwei Treffern kam, die aber am Ausgang nichts änderten. Für die U21-Herren ist es der erste Titelgewinn seit 21 Jahren. Zuletzt hatte Bernhard Peters ein Juniorenteam 1998 in Polen zum Europameistertitel geführt. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Valentin Altenburg: „Ich bin extrem beeindruckt, denn die Jungs hatten nicht nur schon früh in der Saison festgelegt, dass sie Europameister werden wollten, sondern hier das Ziel noch einmal angezogen und gesagt, dass sie verdient Europameister werden wollten, so dass jeder auf der Anlage sagen würde: Das war klar! Und das haben sie umgesetzt. Rein sportlich und spielerisch war das heute nahe an der Perfektion. Es war im ganzen Spiel klar, dass sie am Ende gewinnen.“
Keeper Alexander Stadler, der als bester Torhüter der EM gekürt wurde: „Ich bin unfassbar stolz auf die Jungs. Was die gestern und heute auf dem Platz abgerissen haben, ist sensationell. Das war Traumhockey und für mich von hinten aus dem Tor heraus toll anzuschauen.“

Beide Teams begannen offensiv. Die erste gute Chance hatte das DHB-Team nach knapp zwei Minuten, als ein Ball an den rechten Pfosten durchlief, aber der Torwart der Engländer den Ball vor einem reinstürzenden deutschen Stürmer klärte. Die Deutschen ließen die Engländer immer mal wieder kommen, im Wissen, dass sie das konterstärkste Team der EM waren, wechselten dann aber auch überfallartig in ein aggressives Pressing. Englands Keeper Oliver Payne zeigte eine Glanztat gegen Raphael Hartkopf, der in der 11. Minute vor ihm in eine Flanke rutschte.
Kurz darauf kombinierte sich das nun überlegene DHB-Team bis an den Siebenmeterpunkt durch, wo ein Stürmer zu Fall kam, aber es gab den Pfiff raus. Immer wieder rannten die Deutschen nun auf den Kreis zu, nur der Führungstreffer wollte noch nicht fallen. Es ging auch im zweiten Viertel gleich mit deutschen Angriffen weiter. Und die wurden belohnt, als nach Linksangriff Raphael Hartkopf rechts am Kreisrand angespielt wurde und dieser mit einem halbhohen Vorhandschlag ins kurze Eck zur 1:0-Führung (19.) traf.
Kurz darauf stand Oliver Payne erneut im Brennpunkt, als zwei Deutsche vor ihm im Gewühl an den Ball kamen. Dann schoss Thies Prinz eine hohe Rückhand über das Tor (21.). Teo Hinrichs prüfte Payne aus ähnlicher Position wie Hartkopf, doch dieses Mal hatte der Keeper das kurze Eck zu (22.). Dann war es Schellinger, der sich in die Mitte durchsetzte und Payne zu einer sehr starken Fußabwehr im linken Eck zwang (26.).
Ein Foul im Kreis brachte die erste Ecke der Partie für Deutschland (27.), doch Payne hielt den Schlenzer von Bene Schwarzhaupt sicher. Doch dann ließen die Engländer Hartkopf durch den rechten Strafraum dribbeln und der Düsseldorfer, der zur neuen Saison nach Mannheim wechselt, traf mit einem sehenswerten Lupfer ins linke Eck zum 2:0 (28.). Schiffer dribbelte über die gesamte rechte Grundlinie, aber fand keinen Abnehmer vor Tor. Es gab eine sehr umstrittene Ecke wegen nicht eingehaltenen Abstands für England Sekunden vor der Pause, und die versenkte Stuart Rushmere im Nachschuss aus kurzer Distanz. Ein schmeichelhaftes Anschlusstor für England, das völlig chancenlos gewesen war in der ersten Hälfte.

Doch die Deutschen hatten die passende Antwort kurz nach der pause parat, als Teo Hinrichs durch den halben Kreis dribbelte und Jan Schiffer den hoppelnden Querpass hoch ins Tor schlug (32.). Kurz darauf musste Paul Dösch mit Grün auf die Strafbank. Das wurde problemlos überstanden. Dann schickte der Schotte Justus Weigand für ein Stockfoul auf die Strafbank (37.).
In dieser Phase wechselte Valentin Altenburg den Keeper. Anton Brickman kam für Alexander Stadler, aber nach zwei Minuten wechselten sie zurück. Wieder komplett, hatte Jan Schiffer mit tollem Solo durch den rechten Kreisbereich die nächste gute Chance, scheiterte aber an Payne (41.). Im nächsten Konter passte dann aber alles zusammen. Michler war nach Linksangriff toll mitgelaufen, nahm den Ball links im Kreis in vollem Lauf auf und hatte noch das Auge halbhoch nach rechts zu Hartkopf zu passen, der mit einem Volleyblock zum 4:1 (44.) seinen Hattrick perfekt machte.
Teo Hinrichs hatte das 5:1 kurz nach der letzten Viertelpause auf dem Schläger, aber verzog seinen Rückhandschuss knapp links am Tor vorbei. Eine zweite Ecke für England lief Schwarzhaupt stark ab. Es gab dann erneut Ecke für einen Schubser von Hannes Müller, doch Stadler hielt und bevor der Nachschuss ins Tor ging, berührte der Ball einen englischen Fuß (48.). Im Eckenkonter hatte Niklas Bosserhoff eine Schusschance, verzog aber rechts über das Tor.
Dann mal Deutschland in Überzahl, als Thomas Russell Bosserhoff foulte (51.). Es brannte nun wieder oft im Kreis der Engländer. Prinz hatte eine Rückhandchance, aus der die zweite Ecke resultierte, die aber als Variante auf den Rausgeber schiefging. Dann musste Hinrichs für ein heftiges Foul mit Gelb auf die Strafbank (53.), womit das DHB-Team in der Schlussphase lange in Unterzahl spielen musste.
Aus der gleichzeitig verhängten Strafecke entstand eine Wiederholungsecke, die aber verstoppt wurde. Bei knapp sieben Minuten auf der Uhr nahm England noch zusätzlich den Keeper vom Feld, so dass eine Zwei-Mann-Überzahl entstand. Die Deutschen machten es clever, nahmen mit Dribblings Zeit von der Uhr. Doch es gab erneut Ecke für England (56.), die Stadler hielt, doch seine Klärung ins Aus wurde als Absicht gewertet. Es gab wieder Ecke, die aber gehalten wurde.
Ein Foul an Mario Schachner brachte eine Ecke fürs DHB-Team, die gut ausgespielt wurde, bis Thies Prinz flach und hart von halbrechts zum 5:1 ins von einem Feldspieler gehütete Tor einschrubbte. Doch England hatte eine gute Antwort. James Oates traf vom Kreisrand flach ins linke untere Eck (58.). Es stand 5:2. In der 59. Minute noch eine Ecke für England, die Duncan Scott zum 5:3 nutzte. Niklas Bosserhoff sah eine Minute vor Ende noch Grün für ein taktisches Foul, aber es blieb beim insgesamt mehr als verdienten Sieg der EAGLES.

Tore:
1:0 Raphael Hartkopf (19.)
2:0 Raphael Hartkopf (28.)
2:1 Stuart Rushmere (KE, 30.)
3:1 Jan Schiffer (32.)
4:1 Raphael Hartkopf (44.)
5:1 Thies Prinz (57.)
5:2 James Oates (58.)
5:3 Duncan Scott (KE, 59.)

Ecken:
GER 3 (kein Tor) / ENG 9 (2 Tore)

Schiedsrichter:
Alex Fedenczuk (SCO) / Shane O‘Donnell (IRL)

Kommentieren ist momentan nicht möglich.