Hockey-Bundesliga: Damen nehmen 4 Punkte aus Berlin mit – Herren mit holprigem Start

Unsere Damen haben in Berlin einen starken Start in die neue Bundesliga-Saison hingelegt und wichtige 4 Punkte mitgenommen! Die Herren hatten den erwartet schwierigen Start mit einer sehr ersatzgeschwächten Mannschaft, aber dennoch wäre mehr als ein Punkt drin gewesen.
Bereits am Wochenende wollen beide Teams zuhause im Uhlenhorster Waldstadion beim Doppel-Heimspieltag am Samstag (13:30 Uhr Damen gegen Rüsselsheim/16:00 Uhr Herren gegen Mannheimer HC) und Sonntag (12:00 Uhr Damen gegen UHC Hamburg/14:30 Uhr Herren gegen TSV Mannheim) nachlegen!

4 Punkte und neues OSAKA-Outfit für unsere Bundesliga-Damen

Berichte Hockeyliga:
Mülheimer „Uhlen“ schlagen Wespen deutlich
Die Mülheimer Damen fahren zum Saisonauftakt einen ungefährdeten 5:1-Sieg bei den Zehlendorfer Wespen ein. Zwar gingen die Berlinerinnen schnell in Führung, allerdings fanden dann die Gäste immer besser in die Partie. Spätestens im zweiten Durchgang war Mülheim spielbestimmend und sorgte schnell für eine Vorentscheidung.

Wir haben ordentlich angefangen“, stellte Wespen-Trainer Carsten Vahle fest, „generell haben wir in der ersten Halbzeit konstruktiv nach vorne gespielt.“ So war es gar nicht allzu überraschend, dass die Berlinerinnen in Führung gingen: Herausgeberin Emily Gesch verwandelte den Abpraller der ersten Wespen-Ecke zum 1:0 (4.). Doch in der Folge stellte vor der Mülheimer Sturm die Berliner Verteidigung immer wieder vor Herausforderungen (27.). Noch vor der Pause konnte Dinah Grote vom Punkt den Ausgleich erzielen.

Nach dem Seitenwechsel verloren die Wespen fast gänzlich den Zugriff auf die Partie. Erst brachte Maren Kiefer die Gäste kurz nach Wiederanpfiff in Führung (32.), dann brachte ein schwaches drittes Viertel die Hausherrinnen vollends ins Hintertreffen: Mülheim zog durch Tore von Aina Lilly Kresken und Toni Meister auf 4:1 davon (38./42.). Den Schlusspunkt in einer nun immer einseitiger werdenden Partie setze wieder Kiefer, die zu Beginn des Schlussviertels bereits den 5:1-Endstand erzielte.

„Das war generell ein sehr guter Saisonauftakt“, freute sich denn auch „Uhlen“-Coach Benjamin Müller. „Meine Mädels haben von Anfang an taktisch gut und nach vorne sehr zielorientiert gespielt. Vor allem haben wir uns nach dem frühen 0:1 nicht aus dem Konzept bringen lassen, weitergespielt und auch nach der Führung unser System konsequent durchgespielt und den Druck aufrechterhalten.“ Wespen-Trainer Vahle war bei seinem Team zumindest mit den anfänglichen Offensivbemühungen zufrieden, gab aber auch zu, dass das eigene Spielsystem schon im Verlauf der ersten Halbzeit Lücken offenbarte: „Wir haben schon im zweiten Viertel die Struktur in der Defensive verloren und uns mit den schnellen Mülheimer Angreiferinnen schwergetan. Vor allem in der Rückwärtsbewegung konnten wir da nicht immer schnell genug umschalten. Fünf bis sieben schwache Minuten nach der Pause brechen uns das Genick. Da machen wir zu viele individuelle Fehler, die bitter bestraft werden. Wir müssen daraus Lehren ziehen und morgen gegen Düsseldorf in der Defensive mehr Zugriff auf das Spiel bekommen.“

Zehlendorfer Wespen – Uhlenhorst Mülheim 1:5 (1:1)
Tore:
1:0 Emily Gesch (4., KE)
1:1 Dinah Grote (27., 7m)
1:2 Maren Kiefer (32.)
1:3 Aina Lilly Kresken (38., KE)
1:4 Toni Meister (42.)
1:5 Maren Kiefer (48.)

Verdientes Remis zwischen BHC und “Uhlen”
Am zweiten Spieltag der Saison konnten sich die BHC-Damen mit einem 0:0-Unentschieden gegen die Gäste aus Mühlheim ihren ersten Punkt sichern. Die Mülheimerinnen überzeugten mit guten Situationen im Kreis, konnten jedoch an ihren 5:1-Erfolg aus dem ersten Saisonspiel gegen die Wespen nicht anschließen.

Trainer Benjamin Hinte zeigte sich trotz des Unentschiedens zufrieden: ,,Wir haben sehr gut gespielt und haben das umgesetzt, was wir uns vor dem Spiel vorgenommen hatten. Allerdings ist oft der letzte Pass nicht angekommen, weshalb wir viele Chancen vergeben haben.’’

Die BHC-Damen überzeugten gegen die starken Ruhrstädterinnen durch eine gute Defensive, konnten sich jedoch im Angriff nicht genug Chancen verschaffen und mussten sich somit mit dem Punkt zufrieden geben. Der neue BHC-Coach Stan Huijsmans zeigte sich trotzdem zufrieden, kritisierte jedoch die wenigen Chancen seiner Mannschaft. ,,Wir sind zufrieden mit dem einen Punkt, hätten dieses Spiel jedoch auch gewinnen können.’’ Trotz der Niederlage gegen Düsseldorf am Samstag, befand Huijsmans die Leistung gegen die Uhlen aber als insgesamt schwächer.

Die beiden Mannschaften blieben das gesamte Spiel auf Augenhöhe und scheiterten beide an vielen vergebenen Chancen. Oft bestimmten die gut sortierten Defensivreihen beider Teams das Spielgeschehen. Eine kurze Ecke für die Gäste hätte in der Schlussphase die Führung bedeuten können, wurde jedoch durch eine hervorragende Parade der Berliner Torfrau vereitelt und so blieb es bei einem 0:0-Endstand.

Am nächsten Wochenende haben die Uhlen gegen den Rüsselsheimer RK die Chance auf ihren zweiten Sieg und die BHC Damen wollen im Berliner Derby gegen die Wespen ihren ersten Dreier erspielen.

Berliner HC – Uhlenhorst Mülheim 0:0 (0:0)

Polo-Herren schlagen Meister Mülheim in der Schlussphase
Die Herren des Hamburger Polo Clubs sind schon wie im Vorjahr mit einem Sieg gegen den Deutschen Meister und Titelverteidiger Uhlenhorst Mülheim in die Hockeyliga-Saison gestartet. Vor rund 200 Zuschauern siegte die Mannschaft von Trainer Matthias Witthaus am Samstag nach einem 0:2-Rückstand noch mit 3:2. Allerdings trat der Titelverteidiger mit vielen jungen Spielern an. „Aktuell fehlen neun Akteure aus der Finalmannschaft der vergangenen Saison“, erklärte Gäste-Trainer Omar Schlingemann nach der Partie.

Die erste Chance indes hatte seine Mannschaft nach rund zehn Minuten, doch Polo-Torwart Niklas Garst konnte gegen Elian Mazkour das 0:1 gerade noch verhindern. Es war die sehenswerteste Situation im ersten Viertel. Im zweiten Viertel hatte dann Polo mehrfach Chancen, in Führung zu gehen. Erst schoss Constantin Staib die Kugel links am HTCU-Kasten vorbei. Kurz darauf machte es ihm dann Franz Lindengrün nach. Verteidiger Oliver Binder legte anschließend ein bemerkenswertes Solo hin, schob die Kugel aber rechts am Tor vorbei. Die Strafe für die ausgelassenen Möglichkeiten folgte 16 Sekunden vor dem Halbzeitpfiff.: Mülheims Tom Hiebendaal nahm einen Pass auf und erzielte aus der Drehung heraus aus kurzer Entfernung den Führungstreffer für den Meister.

Dem psychologisch wichtigen Tor vor der Pause folgte kurz nach Beginn des dritten Viertels und mittlerweile kräftigem Regen das 2:0 durch einen von Timm Herzbruch verwandelten Siebenmeter (32.). „So richtig haben wir danach nicht mehr daran geglaubt, die Partie zu drehen“, räumte Witthaus später ein. „Doch das Eckentor von Jonathan Fröschle zum 1:2 hat uns dann noch einmal einen Push gegeben.“ So nahm der Druck von Polo im letzten Viertel zu gegen die Gäste, die im Mittelfeld nicht mehr ganz sicher standen. Lindengrün bereitete schließlich mit einem Solo das 2:2 von Leon Willemsen vor, der die Kugel aus kurzer Entfernung versenkte (55.). Kurz darauf sorgte Binder in der 56. Minute mit einer verwandelten Strafecke für den umjubelten Siegtreffer.

„Mülheim hat das trotz der personellen Engpässe sehr gut gemacht und in Herzbruch einen gefährlichen Konterspieler. Ein 0:2 gegen den Deutschen Meister noch zu drehen, das ist natürlich mega“, freute sich Witthaus. Schlingemann nahm die Niederlage äußerlich gelassen hin. „Wir haben das mit den vielen jungen Leuten super gemacht und 2:0 geführt. Am Ende aber hat Polo natürlich viel Druck gemacht.“

Hamburger Polo Club – Uhlenhorst Mülheim 3:2 (0:1)
Tore:
0:1 Tom Hiebendaal (30.)
0:2 Timm Herzbruch (32., 7m)
1:2 Jonathan Fröschle (50., KE)
2:2 Leon Willemsen (55.)
3:2 Oliver Binder (56., KE)

Beide Trainer mit dem Remis nicht ganz zufrieden
Der Berliner HC und der HTC Uhlenhorst Mülheim haben sich am Sonntag mit 4:4 (2:3) voneinander getrennt. Das Unentschieden kam vor allem aufgrund dreier verwandelter Strafecken von Martin Häner zustande, der seine Mannschaft damit im Spiel hielt. Trotz der gerechten Punkteteilung waren beide Trainer nach dem Spiel nicht ganz zufrieden.

Beide Mannschaften spielten von Beginn an mutig und offensiv nach vorne. Der BHC hatte in den ersten Minuten mehr vom Spiel und traf per Strafecke durch Martin Häner zum 1:0 (12.). Doch die Antwort des Deutschen Meisters folgte prompt: Tom Hiebendaal konnte für den HTC Uhlenhorst ausgleichen (14.). Auch in der Folge war Mülheim druckvoller und ging durch Junioren-Europameister Moritz Ludwig in Führung, der ebenfalls per Strafecken traf (18.). Wieder nur zwei Minuten später war es erneut Martin Häner, der seine zweite Strafecke verwandelte und wiederrum ausglich (20.). Am Ende einer ausgeglichenen ersten Hälfte traf Jan Nitschke dann aus dem Spiel heraus zur knappen 3:2-Halbzeitführung für die Gäste.

Der BHC spielte auch mit dem knappen Rückstand weiter mutig nach vorne und konnte durch Martin Häners drittes Eckentor wiederum ausgleichen (35.). In der Folge war es ein umkämpftes und hochklassiges Spiel mit Chancen auf beiden Seiten und zwei Torhütern, die einige Torchancen ganz stark vereitelten. Acht Minuten vor dem Ende traf Malte Hellwig zur erneuten Führung für die Gäste (52.) und der HTC Uhlenhorst sah wie der sichere Sieger aus, doch Lukas Kilpper gelang Minuten später der Ausgleich zum verdienten 4:4-Endstand (55.).

BHC-Coach Rein Van Eijk sah „ein gerechtes 4:4. Das haben sicher auch die Zuschauer so gesehen. Allerdings bin ich nicht ganz zufrieden, da in meinen Augen heute mehr drin gewesen wäre. Mit einer besseren Eckenquote und mehr Absicherung bei Kontern hätten wir das Spiel gewinnen können. Nichtsdestotrotz ist ein Punkt gegen den deutschen Meister auf jeden Fall in Ordnung.“

Auch Mülheims Trainer Omar Schlingemann sprach von einem „knappen Spiel, das wir hätten gewinnen können. Der Torwart von Berlin war in meinen Augen der beste Mann auf dem Platz, daher ärgert es mich ein wenig. Trotzdem ist der Punkt insgesamt okay.“

Berliner HC – Uhlenhorst Mülheim 4:4 (2:3)
Tore:
1:0 Martin Häner (12., KE)
1:1 Tom Hiebendaal (14.)
1:2 Moritz Ludwig (18., KE)
2:2 Martin Häner (20., KE)
2:3 Jan Nitschke (28.)
3:3 Martin Häner (35., KE)
3:4 Malte Hellwig (52.)
4:4 Lukas Kilpper (55.)

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