Olympia-Quali geschafft – Nationalteams fahren nach Tokio

Glückwunsch an die DANAS und die HONAMAS mit unseren Uhlen Maike Schaunig, Ferdi Weinke, Bene Fürk und Lukas Windfeder: Beide Teams konnten sich am Ende deutlich mit jeweils zwei Siegen in der Olympia-Qualifikation durchsetzen und haben ihr Minimalziel der Qualifikation für die Olympischen Spiele in Tokio im nächsten Jahr erreicht!
Jetzt drücken wir natürlich speziell unseren Kaderspielern die Daumen, dass sie im nächsten Jahr dabei sind und sich den Traum von Olympischen Spielen erfüllen können.

Road to Tokio 2020

DANAS buchen nach zwei Siegen gegen Italien Ticket für Olympia 2020 in Tokio
FIH Olympic Qualifiers 2019 in Mönchengladbach, Damen, Spiel 2: GER – ITA 7:0 (3:0)

03.11.2019 – Nach dem 2:0-Sieg vom Vortag sicherten sich die deutschen Damen am Sonntag im zweiten Qualifikationsspiel mit einem souveränen 7:0 (3:0) gegen Italien das Ticket für die Olympischen Sommerspiele in Tokio 2020. Die DANAS legten mit einer starken Anfangsphase mit drei Treffern den Grundstein für den späteren Sieg. In der Folge verflachte das Spiel etwas und erst zum Ende hin, als den Italienerinnen die Kräfte zu schwinden schienen, bauten die deutschen Damen aus dem Spiel heraus die Führung weiter aus.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Wir wollten gut starten, das haben die Mädels umgesetzt. Danach haben wir vielleicht etwas den Fokus verloren. Mit Blick auf Olympia geht noch sehr viel mehr, das ist aber okay. Wir haben noch Zeit. In den Kontern müssen wir besser werden, die Energie ohne Ball muss hochgehalten werden. Auch unsere Eckenverwertung ist nicht dort, wo sie sein muss. In der Abwehr und im Aufbau sind wir eine der besten Mannschaften der Welt. Wenn man überlegt, auf welchem Niveau wir da schon sind und wie viel Vorbereitungszeit wir noch haben, so macht das Spaß.“

Anders als im Auftaktspiel konnten die deutschen Damen ihre Dominanz auf dem Spielfeld diesmal bereits früh in Tore ummünzen. Nach acht Minuten führten die DANAS bereits mit 3:0. An allen drei Treffern beteiligt: Nike Lorenz. Erst fälschte Cécile Pieper einen Rückhandschuss ihrer Kölner Teamkollegin zum 1:0 ab, dann verwandelte Lorenz selber nur Sekunden später eine Eckenvariante zum 2:0. Nach weiteren vier Minuten legte die 22-Jährige in der rechten Schusskreishälfte direkt quer vors Tor, wo Lena Micheel den Ball durch die Beine der italienischen Torhüterin abfälschte. Mit der Drei-Tore-Führung im Rücken blieben die DANAS auch in der Folge gefährlich und kreierten vor allem über die rechte Seite immer wieder Gefahr.
Nachdem Deutschland zu Beginn des zweiten Viertels zwei Ecken liegen ließ, hatte Kira Horn vor der Pause noch zweimal – erst nach gutem Zuspiel von Cécile Pieper, dann nach starker Vorarbeit von Lorenz und Franzisca Hauke – das 4:0 auf dem Schläger, beide Male bewahrte Italiens Torhüterin Clara Cusimano ihre Vorderleute aber vor dem vierten Gegentreffer (20./28.).

Die zweite Halbzeit begann mit der vierten deutschen Strafecke, Cusimano konnte Viktoria Huses Schlenzer aber zur Langen Ecke klären (32.). Eine sehenswerte Kombination, bei der Horn für Elisa Gräve auflegte, brachte dann endlich das längst fällige 4:0. Dann tauchte Amelie Wortmann gefährlich vor der italienischen Torhüterin auf, Cusimano blieb aber einmal mehr Siegerin. Wenige Augenblicke später legte dann erneut Pieper aus dem Gewimmel das 5:0 nach. Von Italien war offensiv über weite Strecken nicht viel zu sehen, mit dem Viertelpfiff schlug ein Pfostentreffer zu Buche.
Auf der anderen Seite hätte es kurz nach Beginn des Schlussviertels schon 6:0 stehen können, Micheel bekam aber einen Querpass von Hauke einen Meter vor der Linie nicht unter Kontrolle. Gräve war es dann, die das halbe Dutzend vollmachte, als sie der italienischen Verteidigerin am gegnerischen Schusskreis de n Ball stahl und direkt verwandelte (55.). Den Schlusspunkt setzte Pia Maertens, die einen Sprint von Micheel über fast den gesamten Platz mit dem Abpfiff zum 7:0-Endstand vollendete.

Tore:
1:0 Cécile Pieper (2.)
2:0 Nike Lorenz (KE, 2.)
3:0 Lena Micheel (8.)
4:0 Elisa Gräve (40.)
5:0 Cécile Pieper (42.)
6:0 Elisa Gräve (55.)
7:0 Pia Maertens (60.)

Zuschauer: 4.000

HONAMAS lösen nach zwei Siegen gegen Österreich Olympiaticket für Tokio 2020
FIH Olympic Qualifiers 2019 in Mönchengladbach, Herren, Spiel 2: GER – AUT 5:3 (2:1)

03.11.2019 – Die deutschen Herren haben mit zwei Siegen aus beiden Qualifikationsspielen gegen Österreich die Teilnahme bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio 2020 gesichert. Nach dem 5:0 vom Vortag siegte das Team von Bundestrainer Markus Weise am Sonntag mit 5:3 (2:1) gegen Österreich. Die Österreicher konnten die Partie lange offen halten, vor allem die starke Ecke von Michael Körper hielt die Alpenrepubliker lange im Spiel. In der Schlussphase zeigten die HONAMAS aber noch einmal Siegeswillen und stellten damit die Weichen auf Sieg.

Bundestrainer Markus Weise: „Übers gesamte Wochenende betrachtet, haben wir das recht überzeugend gemacht. Heute bin ich nicht ganz zufrieden: Wir haben nicht intelligent genug gespielt und hätten Ball und Gegner mehr laufen lassen müssen. Ich freue mich, dass wir diese Aufgabe erfolgreich zu Ende gebracht haben. Für das deutsche Hockey war es wichtig, bei Olympia dabei zu sein, wir sind ja zum Teilnehmen verdammt.“

Das zweite Spiel der Olympic Qualifiers der deutschen Herren startet bei widrigen Wetterbedingungen. Gleich in der 2. Minute kam das deutsche Team zur ersten Torchance, konnte aber nicht punkten. Auch Österreich hatte früh eine erste Torchance (6.), die Aly jedoch problemlos pariert. Nach weiteren vertanen Torchancen auf beiden Seiten konnte Mats Grambusch nach drei starken Paraden des österreichischen Torwarts Benjamin Melinc in der 14. Spielminute im dritten Nachschuss das 1:0 für Deutschland erzielen. Fast im Gegenzug glich jedoch Michael Körper per Strafecke mit einem Schlenzer ins linke obere Eck zum 1:1 aus. Wenige Sekunden später gab es die erste Strafecke für das deutsche Team, Hauke scheiterte aber am abermals starken österreichischen Keeper. Kurz darauf setzt sich Miltkau in seinem 100. Länderspiel im gegnerischen Schusskreis durch und erhöht mit einem Schlag unten rechts auf 2:1 (15.).
Im zweiten Viertel zeigte sich Deutschland weiterhin angriffsstark, Melinc rettete aber einmal mehr gegen Timo Oruz. Österreich fand nun wieder besser ins Spiel, zweimal parierte auf der anderen Seite Victor Aly mit dem Körper (17./18.). In Minute 28 folgte die zweite Ecke für die deutschen Herren, der Treffer wurde aber aufgrund eines Fouls nicht gegeben, es ging mit 2:1 in die Pause.

Nach dem Seitenwechsel knüpfen beide Mannschaften an die starke Leistung des ersten Durchgangs an. Die Österreicher verhinderten mit starken Defensivarbeit ein weiteres deutsches Tor, bis sich Constantin Staib nach starker Vorarbeit von Timo Oruz, der den Ball von der Grundlinie auf den Siebenmeterpunkt zurücklegte, durchsetzen und den Ball über den österreichischen Torwart ins Tor lupfen konnte (39.). Nur eine Minute später erspielt sich Österreich aus einem Konter heraus die zweite Strafecke, die Michael Körper flach am zuvor eingewechselten Tobias Walter vorbei zum 3:2 im Tor versenkte (40.). Kurz darauf folgte die nächste österreichische Strafecke. Nach Wiederholung war es erneut Körper, der den Ball im deutschen Tor versenkte und somit zum 3:3 ausglich. In der letzten Minute des dritten Viertels hatte Rühr noch einmal die Chance, das deutsche Team in Führung zu bringen, verzog aber knapp.
Österreich nutzte auch im Schlussviertel Unsicherheiten im deutschen Passspiel konsequenter, ließ aber zwei Ecken liegen. Auf der anderen Seite versuchte Deutschland immer wieder, über die linke Seite nach vorne zu spielen, verlor aber im Schusskreis zu häufig den Ball. In der 57. Minute gelang dann ein Angriff über rechts, Florian Fuchs setzt sich im Schusskreis sehr gut durch und legte für Niklas Wellen auf, der den Ball hoch im Netz versenkt. Deutschland gewann nun immer mehr die Oberhand, Rühr arbeitete stark nach vorne und holte die dritte Ecke für die deutschen Herren (58.). Beim Versuch, für das vorangegangene Foul einen Siebenmeter zu erhalten, verlor Deutschland den Videobeweis. Die Strafecke verwandelt Rühr mit einem starken Schlenzer ins linke, obere Ecke zum 5:3-Endstand. Nach einer letzten, vergebenen deutschen Chance endet ein spannendes, zunächst ausgeglichenes Spiel somit 5:3. (csch)

Tore:
1:0 Mats Grambusch (14.)
1:1 Michael Körper (KE, 14.)
2:1 Marco Miltkau (15.)
3:1 Constantin Staib (39.)
3:2 Michael Körper (KE, 40.)
3:3 Michael Körper (KE, 41.)
4:3 Niklas Wellen (57.)
5:3 Christopher Rühr (KE, 58.)

Zuschauer: 4.000

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