Archiv für die Kategorie „DAMEN“

Bundesliga-Vorbereitung: Sparkassen-Cup am Club

Zur Vorbereitung auf die anstehende Bundesligasaison unserer Damen und Herren wird am kommenden Wochenende (18./19. August) der Sparkassen-Cup bei uns am Club gespielt.

Unsere Damen spielen gegen die Teams vom Bremer HC (Samstag um 12:00 Uhr), Harvestehuder THC (Samstag um 17:00 Uhr), Rüsselsheimer RRK (Sonntag um 11:30 Uhr) und den Club Raffelberg (Sonntag um 16:00 Uhr).
Unsere Herren spielen am Samstag um 13:20 Uhr gegen Royal Club de Brussel und Sonntag um 14:30 Uhr gegen den Düsseldorfer HC.

Bereits am 25. August starten unsere Herren dann beim Hamburger Polo Club in die neue Saison. Eine Woche später geht es auch in der Damen-Bundesliga los.

Spielplan zum Sparkassen-Cup

WM-Fazit: Ein unfassbares Erlebnis für Maike

Maike Schaunig vom HTC Uhlenhorst hat das WM-Aus gut verkraftet. Den Geist der Nationalmannschaft will sie jetzt nach Mülheim mitbringen.

Trotz Viertelfinal-Aus eine tolle Erfahrung für Maike

Maike Schaunig hatte auf dem Rückweg von der Hockey-Weltmeisterschaft in London viel Zeit zum Nachdenken: Die Nationalspielerin des HTC Uhlenhorst fuhr mit ihren Eltern zurück im Auto nach Deutschland.
Das bittere Aus im Viertelfinale war unterwegs aber kaum Thema, verrät Schaunig, die seit dem Wochenende wieder zu Hause in Dinslaken ist: „Wir haben eigentlich kaum über Hockey geredet – ich habe mehr geschlafen.“ Überhaupt scheint es, als habe die 22-Jährige das Aus ganz gut verkraftet. Sie nimmt nur die positiven Erfahrungen mit.

Nicht enttäuscht vom Team

„Natürlich bin ich enttäuscht, aber nicht von der Mannschaft, so ist der Sport. Ich bin einfach traurig, dass es vorbei ist.“ Noch nie zuvor habe sie vor so vielen Zuschauern gespielt: „Es war genial, da ins Stadion einzulaufen. Vor dem ersten Spiel waren wir ein bisschen nervös, aber wir konnten uns von der Atmosphäre tragen lassen.“

Es folgte eine Vorrunde, die besser war als erwartet: 3:1 gegen Südafrika, 3:2 gegen Favorit Argentinien (Schaunig: „Unsere stärkste Leistung“), dann ein 3:1 gegen Spanien – Gruppensieg. Die Träume von der ersten WM-Finalteilnahme seit Jahrzehnten wurden plötzlich realistisch.

„Wir haben Spanien nicht unterschätzt“

Mit den Spanierinnen gab es im Viertelfinale ein Wiedersehen – und zwar kein angenehmes. Schaunig: „Wir haben Spanien nicht unterschätzt. Wir wussten, das wird ein Brocken. Wir hatten unfassbar Bock und waren gut vorbereitet. Ich hatte ein gutes Gefühl.“ Doch die destruktive Spielweise Spaniens zog dem Nationalteam den Zahn.

„Es war ganz komisch“, erinnert sich Schaunig. „irgendwie lief vieles an uns vorbei.“ Nach 54 Minuten fiel das 0:1, wenig später war der WM-Traum vorbei. Zurück blieben konsternierte deutsche Spielerinnen, die regungslos auf dem Kunstrasen lagen, benommen ins Leere starrten, viele mit Tränen in den Augen.

Mit eigener Leistung zufrieden

Mit ein paar Tagen Abstand fühlt sich das Erreichte besser an: „Unser Ziel war, ins Viertelfinale zu kommen – und da dann unser bestes Spiel zu machen“, so Schaunig. Der erste Teil klappte, der zweite nicht. Vorher zeigte Deutschland aber starke Leistungen und Schaunig ist auch mit sich selbst zufrieden: „Solide“ stuft sie ihre Leistung ein. „Mir war bewusst, dass ich als Jüngere und Neue vielleicht nicht so viele Minuten in den kritischen Phasen bekomme.“

Sie habe sich aber „mega gut eingelebt“, das Team sei über die Wochen fest zusammengewachsen und habe immer an sich geglaubt. Diesen „Spirit“ will sie jetzt nach Mülheim bringen, wo sie den HTCU als Kapitänin anführt.

Den Spirit mit nach Mülheim bringen

„Vor dem Spiel gegen Argentinien dachten wir: Das wird hart. Aber kein Team ist unschlagbar.“ Auch wenn Uhlenhorst einige Abgänge zu verschmerzen habe, müsse die Mannschaft immer an sich glauben. Die Ausgangslage, als Außenseiter ins Spiel zu gehen, werden die Uhlenhorsterinnen auch in dieser Saison wieder oft genug haben.

Schaunig hat aber erst einmal Pause, Urlaub – verdient nach einem so anstrengenden wie erfolgreichen Jahr: Hallen-Europameisterin, Klassenerhalt auf dem Feld, die ersten Länderspiele und der Sprung in den WM-Kader: viel mehr geht nicht.

Träume von Olympia in Tokio 2020

Am 15. August steigt sie wieder ein, trägt dann beim HTCU-Cup wieder Grün-Weiß statt Schwarz-Weiß – und hat sich viel vorgenommen: „Ich will individuell an mir arbeiten und die Chance ergreifen, im A-Kader zu spielen.“ Gespannt ist sie auf das Feedback des Bundestrainers zur WM – auch, weil sie von Olympia 2020 in Tokio träumt.

Das ist das nächste große Ziel, die WM ist Vergangenheit: „Ein unfassbares Erlebnis“ und eine Erfahrung, die Maike Schaunig keiner mehr nimmt.

Philipp Ziser, waz.de

Bittere Niederlage für die Danas im WM-Viertelfinale

Was für eine Enttäuschung für unsere Damen-Nationalmannschaft bei der WM: nach den tollen Siegen in der Vorrunde mussten sie sich im Viertelfinale gegen Spanien mit 0:1 unnötigerweise geschlagen geben, da es dem Team anders als noch im Gruppenspiel gegen Spanien vier Tage zuvor nicht gelang aus der großen Überlegenheit auch Tore zu machen. Eine sehr unnötige und umso enttäuschendere Niederlage für die Danas – sehr schade, denn es war deutlich mehr drin…

Bericht hockey.de:

DANAS: Bitteres Aus trotz Überlegenheit
WM in London, Viertelfinale: Deutschland – Spanien 0:1 (0:0)

01.08.2018 – Untröstlich waren die deutschen Damen nach dem 0:1 (0:0) im Viertelfinale gegen Spanien. Das DHB-Team hatte unglaublich hohen Ballbesitz und ein riesen Chancenplus, kreierte aber zu wenig richtig gefährliche Chancen gegen Spanierinnen, die bis kurz vor Ende keinen einzigen Schuss aufs deutsche Tor hatten. Dann war es Carmen Cano, die eine von ganz wenigen Zuordnungsproblemen in der deutschen Defensive nutzte, um aus kurzer Distanz zu treffen. Die Schlussoffensive brachte dann nicht mehr das Tor, das die Mannschaft zumindest ins Penalty-Shootout gebracht hätte. So blieb es für die DANAS leider nur beim vor dem Turnier festgelegten Minimalziel, dem Erreichen des Viertelfinals.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „So direkt nach dem Spiel ist es schwer zu sagen, was die Gründe für die Niederlage sind. Wir waren schon sehr dominant, hatten ganz viel Ballbesitz, aber machen daraus heute einfach zu wenig. Spanien hat genau das gemacht, was sie können – und damit hatten sie Erfolg. Das muss man anerkennen. Für unser junges Team ist das ein wichtiger, aber natürlich wehtuender Lernpunkt. Ich muss das aber noch in Ruhe analysieren, woran es genau gelegen hat.“
Lisa Altenburg: „Natürlich ist das wahnsinnig enttäuschend! Aber wir haben heute vieles nicht so gut gemacht wie in der Gruppenphase, haben nicht so geduldig außen herum gespielt, nicht so konsequent gespielt – letztlich müssen wir uns selbst die Schuld geben, dass wir nicht ins Halbfinale eingezogen sind. Und dann hat es Spanien auch verdient.“

Die Deutschen ergriffen sofort die Initiative und gingen nach vorn. Erste Riesenchance, als Marie Mävers von der rechten Grundlinie auf Stapenhorst passen wollte, die frei vor Tor wartete, doch Keeperin Maria Ruiz fischte den Ball gerade noch mit dem Schläger weg (2.). Lisa Altenburg holte dann die erste Ecke (3.) fürs DHB-Team, die Ruis hielt und den Nachschuss von Amelie Wortmann blockte eine Verteidigerin. Spanien kam in der Phase noch gar nicht zu eigenen Aktionen. Micheel und Gablac machten auf den Flügeln richtig Alarm, waren von den Spanierinnen kaum in den Griff zu bekommen.
Es brannte dann inzwischen oft lichterloh im und am Kreis des Gegners, allein der Führungstreffer fehlte (8.). Jana Teschke sah dann in der 9. Minute eine Grüne Karte wegen Stockfouls, das DHB-Team daher in Unterzahl, was Spanien versuchte zu nutzen und auch mal zu eigenen Kreisszenen zu kommen. Im Konter hatte dann Charlotte Stapenhorst die Riesenchance mit der Rückhand, die Ruiz mit einer Glanztat parierte. Der Nachschuss von Marie Mävers ging rechts am Tor vorbei (13.). Rocio Guttierez fing Selin Oruz gerade noch am Kreis ab, als diese nur noch hätte durchstecken müssen (14.).

So blieb es beim 0:0 zur ersten Viertelpause. Die DANAS hatten mehr vom Spiel und auch mehr und bessere Chancen. Graeve wurde in der 17. Minute am spanischen Kreis gelegt, bekam aber „nur“ einen Freischlag. In der Nachfolge-Aktion zog Lisa Altenburg dann den Videobeweis, um eine Ecke zu bekommen, was auch bestätigt wurde (17.). Nike Lorenz Schlenzer wurde jedoch abgelaufen. Die Deutschen hatten dann zweimal Pech, weil gute Flanken verstoppt wurden. Spanien tat wenig für eigenen Aufbau, hoffte ausschließlich auf Ballverluste und Konterchancen. Als Carmen Cano dann auch mal eine Schlagchance im Kreis hatte, war Cecile Pieper mit dem Brett zur Stelle und klärte (20.).
Stapenhorst bekam dann eine Altenburg-Flanke an den Fuß, hatte etwas Pech, denn sonst wäre sie durchgewesen. Maialen Garcia holte sich dann Grün wegen nicht eingehaltenen Abstands, das DHB-Team nun in Überzahl (23.). Nach Foul an Schröder am Kreisrand hätte es erneut Ecke geben müssen, aber die Chinesin gab nur Freischlag (25.). Im Gegenkonter unterband Janne Müller-Wieland eine gute Chance vor dem Kreis. Es war ein sehr nickelig und hart geführtes Spiel durch die Spanierinnen, was von den Unparteiischen oft einfach laufengelassen wurde. Mävers vergab eine gute Chance im Kreis, weil sie nicht abzog, sondern durch die Beine legen wollte (29.).
So blieb es beim 0:0 zur Pause. Die Deutschen im zweiten Viertel zu viel mit den Schiedsrichterinnen beschäftigt, dadurch nicht mit voller Konzentration bei ihrer Linie. Dennoch hatte Julia Ciupka bis dahin noch nicht einen Ball halten müssen. Das DHB-Team hätte fraglos die Führung verdient gehabt.

Die DANAS starteten auch nach der Pause offensiv. Lisa Altenburg setzte eine halbhohe Rückhand nur knapp von links am langen Pfosten vorbei (32.). Hinten agierten die Deutschen aber immer ganz stark, wenn sie da mal gefordert waren. So holte Müller-Wieland einen Ball ganz clever vom Schläger einer Spanierin (34.). Die Deutschen aber zumeist im Vorwärtsgang, aber hatten in dieser Phase mit ungestümen Pässen oder Soli, die hängen blieben nicht das richtige Werkzeug, um die ganz tief stehenden Spanierinnen zu knacken.
Spanien weiter ausschließlich auf Konter eingestellt, die sehr selten passierten. Dennoch war natürlich immer die Gefahr, dass die Südeuropäerinnen mal durch eine Zufallschance zu einem Tor kommen könnten. Hauke bereitete dann gut vor, aber Marie Mävers bekam die Kugel direkt vor Tor nicht gut genug kontrolliert und konnte nur ein Schüsschen absetzen (45.). Es stand also auch nach dem dritten Viertel weiter 0:0, das die Deutschen besser gestalteten als das zweite Viertel. Spanien weiter ohne direkten Torschuss auf das Gehäuse von Julia Ciupka.

Es blieb einseitig. Nur die Deutschen spielten konstruktiv – Spanien setzte auf das destruktive Spiel, das ihnen auch im Achtelfinale gegen Belgien Glück gebracht hatte. Die DHB-Damen zogen ein Powerplay auf, schnürten Spanien ein. Und dann holte Bonastre – als alles schon geklärt schien – beim ersten Konter seit langer Zeit die erste Ecke für Spanien (48.). Die wurde abgewehrt, aber die Chinesin gab erneut Ecke, gegen die Altenburg erneut den Videobeweis nahm, weil Lorenz den Ball mit dem Schläger abgelenkt hatte, nicht mit einem Fuß, bevor eine Spanierin ihn an den Ball bekam. Das sah man auch klar in der Zeitlupe und das wurde auch so bestätigt.
Ciupka musste in der 50. Minute dann erstmals selbst an den Ball und klärte ein Gewühl vor ihr. Kurz darauf traf eine Iberin ihre eigene Mitspielerin im deutschen Kreis. Dennoch hatte der Gegner jetzt selbst auch mal eigene Aktionen. Und deshalb kam das 0:1 (54.) auch nicht ganz aus dem Nichts, als sich eine Stürmerin rechts am Kreisrand durchwühlte, ihr Ball vor Tor abgefälscht wurde und Carmen Cano dann den Ball volley links oben ins deutsche Tor blockte.
Die Deutschen brauchten nun ihrerseits das eine Tor, um zumindest ins Penaltyschießen zu kommen. Ciupka klärte dann in der Hektik einmal zu Cano, die aber klar rechts am Tor vorbeischoss. Drei Minuten vor Ende nahm Reckinger dann Ciupka für eine elfte Feldspielerin vom Platz, Lorenz nun mit Torwartrechten. Carlota Petchame sah dann noch Gelb wegen taktischen Fouls und damit Zwei-Feldspieler-Überzahl der Deutschen. Es lief aber nun die Zeit davon. Lisa Altenburg holte 24 Sekunden vor Ende die deutsche Ecke zum Ausgleich, aber Lorenz Schlenzer ging ganz knapp links unten am Tor vorbei. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1 Carmen Cano (54.)

Ecken:
GER 3 (kein Tor) / ESP 1 (kein Tor)

Grüne Karten:
GER 1 (Teschke, 10.) / ESP 1 (Garcia, 23.)

Gelbe Karten:
GER – / ESP 1 (Carlota Petchame, 59.)

Schiedsrichterinnen:
Liu Xiaoying (CHN) / Amber Church (NZL)

3. Sieg der Danas bei der WM beschert den direkten Viertelfinaleinzug

Eine blitzsaubere Leistung zeigt die Damen-Nationalmannschaft bei der Hockey-WM in London: mit dem 3. Sieg im 3. Gruppenspiel sichert sich das Team als Gruppensieg den direkten Einzug ins Viertelfinale ohne Umweg über ein Qualifikationsspiel – sehr stark!
Das Viertefinale wird am 1. August um 19 Uhr angepfiffen.


Spielbericht hockey.de:

DANAS: Souveräner Vorrunden-Erster
WM in London, Vorrunde: Spanien – Deutschland 1:3 (1:1) / Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr

28.07.2018 – Die deutschen Damen haben auch das dritte Gruppenspiel bei der Weltmeisterschaft gewonnen. Mit dem 3:1 (1:1) gegen Spanien sicherte sich das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger den Gruppensieg und den direkten Einzug ins Viertelfinale am 1. August um 19 Uhr deutscher Zeit. Dort treffen die DANAS auf den Sieger des Achtelfinals zwischen dem Zweiten der noch völlig offenen Gruppe D und dem Dritten der eigenen Gruppe C, was vermutlich Spanien sein wird. Anne Schröder, Selin Oruz und Viktoria Huse trafen gegen Spanien zum dritten Sieg mit drei Toren in Folge.

Foto: Wordsportpics.com

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Heute waren wir am Anfang ein bisschen zu wenig aktiv. Dazu kam das frühe Tor, das auch noch etwas Entspannung gebracht hat, und dadurch waren wir vor allem im zweiten Viertel etwas zu passiv. Spanien schießt dann ein zwar glückliches, aber reguläres Tor. Darauf haben wir in der Pause reagiert. Die Forderung an die Mädels war, auch den zweiten und dritten Laufweg mit 100 Prozent zu machen, sich gegenseitig zu helfen sowie aktiv und online zu bleiben. Das hat dann eine Phase lang sehr gut geklappt, in der wir das zweite und dritte Tor machen. Danach wusste ich bereits, dass Spanien nicht mehr zurückkommen würde, weil wir das gut im Griff hatten. Wir haben durch die direkte Viertelfinal-Qualifikation nun den gleichen Rhythmus wie zwischen dem ersten und zweiten Spiel. Die Mädels kennen das also schon. Wir haben ein schönes Hotel mitten im Zentrum von London, so dass wir die Zeit teils zum Erholen, aber auch ganz konzentriert zur Vorbereitung nutzen werden. In Sachen Physis ist es sicher ein Vorteil, dass wir dann ein Spiel weniger in den Knochen haben als der Viertelfinalgegner – wer auch immer es ist.“
Selin Oruz: „Ich bin natürlich froh, dass ich heute das 2:1 machen durfte, welches ja auch ein bisschen der Game-Changer war, denn normaler Weise schieße ich ja nicht so viele Tore. Insgesamt bin ich aber einfach nur stolz auf unser Team, weil es zwar unser Ziel war, dieses Spiel zu gewinnen und die Gruppe als Erster zu beenden, dafür aber eine gute Mannschaftsleistung nötig war, die wir auch abgeliefert haben.“

Die Anreise zu diesem dritten Gruppenspiel war für eine Weltmeisterschaft sich besonders. Weil Londons Innenstadt wegen eines Radrennens gesperrt war, konnte der Shuttledienst nicht funktionieren. Also setzte sich das gesamte Team samt Staff am Morgen in die Metro und reiste mit dem ÖPNV zum WM-Stadion.

In die leichte Unordnung der Anfangsphase konnte Spanien mit dem ersten Angriff eine Ecke holen (2.). Die hielt Julia Ciupka aber ganz sicher und ermöglichte mit dem Kick einen Konter über Franzisca Hauke, den die Hamburgerin aber am rechten Pfosten nicht präzise zu einer Mitspielerin bringen konnte. Die Deutschen mussten aufpassen, weil Spanien vorwiegend auf Konter setzte, was zum Beispiel bei einem Ballverlust von Anne Schröder im Vorwärtsgang sofort von den Südeuropäerinnen gezeigt wurde (4.). In der 5. Minute holte Hauke dann aber auch die erste deutsche Ecke. Und die spielten die DANAS als Rausgebervariante auf Anne Schröder zurück, die ihn sich zurechtlegte und hoch unters Dach zum 1:0 (5.) einschlenzte.
Spanien brachte mit seinen Aktionen immer mal wieder Hektik ins Spiel, von der sich die Deutschen aber nicht anstecken ließen. Insbesondere auf der linken Abwehrseite, über die es die Gegnerinnen immer wieder versuchten, stand Maike Schaunig sehr sicher. So setzten die Deutschen auch immer wieder weitere Offensivaktionen, variierten gut im Pressing. In der 13. Minute dann mal ein flacher Rückhandschuss von Spanien, bei dem Ciupka aber einfach mit dem Fuß klärte. Im Gegenzug ein starker Angriff über rechts, bei dem Micheel über die Grundlinie kam, so dass es vorm spanischen Tor lichterloh brannte.
Es blieb beim verdienten 1:0 für die DHB-Damen zur ersten Viertelpause.
Spanien tat nach der Pause viel für den Angriff, kam aber weiter fast ausschließlich über rechts, wo die Deutschen sehr sicher dicht machten. Es waren in dieser Phase nicht allzu viele eigene Aktionen, aber Spanien fiel nicht viel ein, um die Deutschen hinten zu gefährden, so dass man in Ruhe auf Konterchancen wartete. Die kamen dann auch – unter anderem mit einer Gablac-Flanke von rechts, die Keeperin Maria Ruiz unterband (23.). Graeve klärte dann gut hinten, als Berta Bonastre mal durchdribbeln konnte (26.).
Spanien erhöhte merklich den Druck und kam zu zwei, drei Kreiseintritten, die die Deutschen aber immer vor dem Torschuss rausverteidigten. Dann bekam aber Cecile Pieper einen Ball von ihrem eigenen Schläger an den Körper und Spanien bekam 15 Sekunden vor der Halbzeit die zweite Ecke, die als Abpraller von Mävers Fuß hoch vors Tor ging, wo Altenburg den Ball verteidigen wollte, als Xantal Gine den Schläger der Hamburgerin traf, so dass der Ball ins Tor ging. Die Videoschiedsrichterin aus Belgien musste ran und entschied auf Tor, vermutlich weil das Stockfoul an Altenburg erst nach deren eigener Ballberührung passierte, von der die Kugel ins Tor prallte. Die Deutschen protestierten zwar, aber die Entscheidung stand.

Sicherlich ein glücklicher Treffer für Spanien, das zuvor keine wirklich klaren Chancen hatte, aber das DHB-Team hatte im zweiten Viertel auch selbst zu wenig im Vorwärtsgang bewegt, um das Ergebnis klarer zu machen. Es blieb nach der Pause hart umkämpft. Spanien machte Druck und gab keinen Zentimeter Raum. Es hätte Ecken für die DANAS geben müssen, als Altenburg im Kreis gleich mehrfach auf den Schläger geschlagen wurde (34.). Ein Ballverlust im Aufbau brachte dann stattdessen die nächste Ecke für Spanien (34.). Die klärten die Deutschen stark und konnten kontern, doch Hauke brauchte zu lange, um sich den Ball auf die Rückhand zu legen und wurde geblockt (35.).
Gablac holte dann in der 37. Minute die zweite deutsche Ecke, Die fischte Maria Ruiz aber irgendwie noch aus dem von Nike Lorenz angepeilten oberen linken Eck. Kurz darauf sah Oliva Grün wegen taktischen Fouls. Den Freischlag brachte das DHB-Team über Hauke vors Tor, wo Selin Oruz aus dem Gewühl heraus das 2:1 machte (37.). Im Konter ließ Altenburg die Großchance auf das 1:3 aus, aber holte zumindest Ecke Nummer drei mit der Aktion (39.), bei der Spanien zu früh rauslief und dann nur mit Dreien verteidigen konnte. Und die Deutschen machten das richtig gut, spielten als Linksvariante auf Viktoria Huse, die platziert ins rechte untere Eck zum 1:3 traf.
Ideal also die Überzahl ausgenutzt. Spanien brauchte jetzt drei Tore, um die Deutschen noch aus der direkten Viertelfinal-Quali zu verdrängen. Und es gab zudem einen weiteren Schub fürs Selbstvertrauen. Deutschland war dichter am vierten Treffer als Spanien am zweiten. Die Spanierinnen wurden mit geduldigem Ballbesitzhockey hinten in der eigenen Hälfte festgesetzt. Stapenhorst erarbeitete die nächste Großchance und Gablac hatte die Stecherchance im Nachschuss, war aber nicht erfolgreich. So blieb es beim hochverdienten 3:1 am Ende des dritten Viertels.
Spanien wollte im letzten Viertel höher pressen, aber es waren die Deutschen, die das Spiel bestimmten. Im Konter hätte es wohl die nächste Ecke geben müssen, als eine Spanierin ihren Schläger verlor und Marie Mävers beim Torschuss störte. Doch das DHB-Team auch so weiter stark fokussiert, ließ selbst nichts zu. Nach guter Vorarbeit von Altenburg hatte Stapenhorst eine gute Chance auf das 4:1, aber scheiterte aus kurzer Distanz an Ruiz (50.). Dann war es Gablac, die im Konter die letzte Spanierin aussteigen ließ, aber den Vorhandschrubber im Fallen über das Tor setzte (52.).
Spanien fand einfach nicht die Mittel, um die Deutschen ernsthaft in Gefahr zu bringen. Eine Rückhand aus ganz spitzem Winkel ging mal ans hintere Tornetz (56.), aber ansonsten hatten die Deutschen immer einen Schläger dazwischen. Ein Konter über Altenburg brachte Gablac vor Ruiz zum Volley, aber aus vollem Sprint konnte sie ihn nicht kontrollieren (57.). 90 Sekunden vor Ende lag das vierte Tor in der Luft, als Altenburg und Stapenhorst für Riesengefahr sorgten, aber Ruiz Kopf und Kragen riskierte und die Situation bereinigte. Pieper hatte kurz vor dem Schlusspfiff die nächste Großchance, aber scheiterte aus spitzem Winkel an der starken Ruiz, so dass es beim 3:1-Erfolg blieb. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
0:1 Anne Schröder (KE, 5.)
1:1 Xantal Gine (30.)
1:2 Selin Oruz (37.)
1:3 Viktoria Huse (KE, 39.)

Ecken:
ESP 3 (kein Tor) / GER 3 (2 Tore)

Grüne Karten:
Georgina Oliva (ESP, 37.)

Schiedsrichterinnen:
Aleisha Neumann (AUS) / Annelize Rostron (RSA)

Danas schlagen bei der WM den Mitfavoriten Argentinien

Ganz starker Auftritt der Damen-Nationalmannschaft mit Maike Schaunig bei der Weltmeisterschaft in London: im zweiten Gruppenspiel siegten sie gegen den Titelaspiranten Argentinien mit 3:2! Damit kann das Team mit einem Sieg gegen Spanien am Sonntag um 13:00 Uhr den Gruppensieg perfekt machen und den direkten Einzug in das Viertelfinale sichern.

Bericht hockey.de:

DANAS: Auch den Favoriten geschlagen
Weltmeisterschaft in London, Vorrunde: Deutschland – Argentinien 3:2 (3:2)

25.07.2018 – Die deutschen Damen haben auch ihr zweites Vorrundenmatch bei der Weltmeisterschaft in London gewonnen. Vier Tage nach dem 3:1 im Auftaktmatch gegen Südafrika zeigte das Team von Xavier Reckinger gegen Gruppenfavorit Argentinien eine ganz starke Leistung und hatte bis fünf Minuten vor der Pause eine 3:1-Führung erarbeitet. Der Weltranglisten-Dritte kam fast mit dem Halbzeitpfiff zum Anschlusstreffer, fand aber in der zweiten Halbzeit in der starken deutschen Abwehr um eine brillante Torfrau Julia Ciupka ihren Meister. Mit einem Remis am Samstag gegen Spanien wäre das DHB-Team sicher Gruppenerster, was dann den direkten Einzug ins Viertelfinale bedeuten würde. Durch den Sieg haben die DANAS das Cross-over-Match der Gruppenzweiten und -dritten auf jeden Fall vorzeitig erreicht.

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ich fang, wir haben sehr gut angefangen und man hat gesehen, dass Argentinien Angst vor uns hatte. Und das ist eine gute Erkenntnis, wenn einer der Turnierfavoriten so großen Respekt vor uns hat. Später hatten wir ein bisschen Probleme, gegen deren Pressing gut auszuverteidigen, aber die Mädels haben das im Laufe der Partie immer besser gemacht. Das ist eine unsere Maxime: Vom Kampf ins Können! Wenn jetzt unsere Ecke noch besser wird, kann es noch weiter bergauf gehen. Aber die Mädels dürfen jetzt wieder bis morgen früh den Erfolg genießen, dann schließen wir das Kapitel ab und es gilt nur noch die Vorbereitung auf Spanien.“
Kapitänin Janne Müller-Wieland: „Ich denke wir haben eine fantastische erste Halbzeit gespielt, haben dort verdient 3:1 geführt. Dass Argentinien zurückfightet, war klar – das ist ein ungemein starkes Team. Aber wir haben sehr deutsch verteidigt, auch wenn man gegen Ende immer nur gedacht hat: Wann ist es endlich vorbei. Die Ansage an die Sturmabteilung war, mit Selbstbewusstsein und Mut die Chancen zu suchen – das hat extrem gut funktioniert!“

Foto: worldsportpics.com

Die Deutschen spielten von Beginn an selbstbewusst mit und hatte in der Anfangsphase gute Spielanteile. Doch auch die „Las Leonas“ waren bemüht, sich von den Deutschen nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen, so dass es zum Teil sehr hart zur Sache ging. Doch das selbstbewusste Auftreten der DANAS wurde belohnt, als Altenburg einen Ball zentral durchsteckte und Hannah Gablac mit viel Körpereinsatz im Fallen die Kugel über die Linie drückte (6.). Und mit einem energischen nächsten Angriff holte das DHB-Team gleich die erste Ecke (6.), doch Belen Succi fischte Nike Lorenz‘ Schlenzer mit starker Parade aus dem bedrohten oberen linken Eck.
Und die Deutschen blieben Spiel bestimmend, machten es gut gegen den Südamerika-Champion. Lisa Altenburg holte mit starkem 3D-Dribling die nächste Ecke (10.). Erneut war Succi bei Stapenhorsts flachem, harten Schlenzer zur Stelle und Jana Teschke war zu überrascht, dass die Kugel am linken Pfosten durch sie hindurch abgewehrt wurde. Argentinien danach mal mit einer längeren Ballbesitzphase, aber es kam nur ein Stecher über das Tor dabei heraus (13.). Nach einem Freischlag am Kreis zog Argentinien die erste Ecke, bei der Deutschland wegen der 5-Meter-Regel den Videobeweis nahm. Kurios, dass die Videoschiedsrichterin aus den USA dem nicht stattgab, denn es waren recht klar keine fünf Meter, die Merino ging, bevor sie in den Kreis eintrat und an einen deutschen Fuß spielte. Und so stand es danach 1:1, weil die Stechervariante durch die in Mannheim spielende Florencia Habif zum Erfolg führte.

Ärgerlich, weil nun die Deutschen auch kein Anrufungsrecht des Videoschiedsrichters mehr hatten. Doch die DANAS ließen sich davon nicht nachhaltig beeindrucken, spielten zu Beginn des zweiten Viertels weiter selbstbewusst nach vorn. Und auch das wurde wieder belohnt, als Elisa Graeve ganz stark und schnell über rechts in den Kreis ging, selbst noch an Succi scheiterte, aber Charlotte Stapenhorst den Rebound zum 2:1 (20.) nutzte. Eugenia Trinchinetti hatte dann mal von rechts eine freie Schusschance, doch brauchte zu lange, so dass die deutsche Abwehr noch dazwischengehen konnte (23.).
Nach einem Stockfoul an Pieper hätte es Ecke für Deutschland geben müssen, aber Joubert ließ das laufen, was zu einer Diskussion zwischen den beiden führte (25.). Doch der nächste Angriff war schon wieder unfassbar gut. Ein langer Diagonalpass von Selin Oruz fand Stapenhorst rechts im Kreis, die leicht verzögerte und dann über Succi unter die Latte zum 3:1 (25.) vollstreckte – ein Traumtor der UHCerin! Argentinien forcierte in den letzten Minuten und holte eine zweite Ecke, die Ciupka im Nachschuss stark parierte. Im Eckenkonter ging ein Ball von Hannah Gablac links am argentinischen Tor vorbei (29.).
Ciupka musste in der 29. Minute gegen einen hohen Ball ihre ganze Klasse zeigen und Teschke angelte einen Nachschuss über Kopf. Doch leider war 30 Sekunden vor Ende der Halbzeit die Ordnung mal nicht optimal in der Deckung, so dass nach mehreren Stationen Maria Ortiz am langen Pfosten so freistand, dass sie keine Mühe hatte, das 2:3 zu erzielen. Elisa Graeve sah in der Szene zudem die Grüne Karte für ein Stockfoul, so dass die Deutschen die ersten knapp zwei Minuten des dritten Viertels in Unterzahl waren.

Aber durchaus eine verdiente Führung für die DANAS zur Pause, da das Team sehr selbstbewusst auftrat und sich die Tore stark herausgespielt hatte. Argentinien jeweils mit Pressingphasen zu Ende des Viertels erfolgreich, in denen man das DHB-Team hinten einschnüren konnte.

Ein Fehler von Selin Oruz brachte Delfina Merino in eine ganz gefährliche Schussposition, aber Ciupka hatte gut verkürzt, so dass die Rückhand aus spitzem Winkel am langen Pfosten vorbeizischte (32.). Das DHB-Team danach wieder komplett. Argentinien jetzt aber mit hohem Pressing, wollte schnell auf den Ausgleich gehen. Martina Cavallero verpasste am langen Pfosten eine gute Chance, als sie aus kurzer Distanz am Tor vorbeiblockte (34.). Dann gingen auch die DANAS mal wieder in die Offensive mit kontrolliertem Spiel. Altenburg holte in der 37. Minute die dritte Ecke, die aber als Variante auf die Rauslage misslang.
Ciupka war dann in der 39. Minute gegen eine Rückhand von Jancunas ebenso auf dem Posten, wie Succi im Gegenzug gegen Altenburg – hätten beides Tore sein müssen. Die Deutschen nun aber wieder mit mehr Spielanteilen, warteten geduldig auf Lücken. Anne Schröder bekam einen Aufsetzer ins Gesicht, konnte aber nach kurzer Behandlung weiterspielen (42.). Nach einem Stockfoul von Schaunig bekam auch Argentinien die dritte Ecke (42.), aus der die vierte resultierte (43.), die Oruz über das Tor lenkte. Ein Schlag von Merino wurde von Cavallero neben das Tor gestochen (44.). Merino wurde wegen Meckerns in der 45. Minute mit Grün für zwei Minuten auf die Strafbank geschickt und Deutschland überstand dieses Mal die Schlussoffensive des Viertels unbeschadet.

Zudem war man nun knapp zwei Minuten im Schlussviertel erstmal in Überzahl. Argentinien versuchte trotzdem, auch in Unterzahl, auf den Ausgleich zu gehen. Im Konter über rechts spielte Anne Schröder die Argentinierinnen schwindelig, aber ihren Pass in den Rückraum konnte Marie Mävers gerade eben so nicht erreichen – das Tor war frei (49.). Hinten spielten die Deutschen es ganz stabil und als Graeve nach tollem Solo durch die Mitte vorbereitete, holten sich die Deutschen die vierte Ecke (50.), die Succi gegen Lorenz aber stark parierte.
Mit gutem Ballbesitzhockey hielten die Deutschen die „Las Leonas“ hinten in der eigenen Hälfte. Dem Favoriten lief langsam die Zeit davon. Im Gegenteil, das DHB-Team hatte selbst gute Szenen. Erst in der 58. Minute kam Argentinien mal wieder in die deutsche Hälfte. Franzisca Hauke nahm dann Fernandez ganz stark eine Rückhand vom Schläger (59.). Argentinien nahm Succi für eine elfte Feldspielerin vom Platz, versuchte nochmal alles. Joubert gab dann 10 Sekunden vor Ende eine völlig unberechtigte Ecke für ein vermeintliches Fußspiel, das ganz klar keines war. Altenburg hatte nur den Schläger am Ball. Doch Ciupka hielt die Stechervariante sehr stark und Mävers lief die Wiederholungsecke ab, so dass es beim verdienten 3:2 blieb. (Fotos: worldsportpics.com)

Tore:
1:0 Hannah Gablac (6.)
1:1 Florencia Habif (KE, 15.)
2:1 Charlotte Stapenhorst (20.)
3:1 Charlotte Stapenhorst (25.)
3:2 Maria Ortiz (30.)

Ecken:
GER 4 (kein Tor) / ARG 6 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 1 Elisa Graeve (30.) / ARG 1 Delfina Merino (45.)

Schiedsrichterinnen:
Michelle Joubert (RSA) / Kelly Hudson (NZL)

Hockey-WM: Danas mit Maike Schaunig starten mit einem Sieg

Toller Einstand für die Danas mit Maike Schaunig bei der Hockey-WM in London: Mit 3:1 siegte die Damen-Nationalmannschaft gegen Südafrika im ersten Gruppenspiel!
Die weiteren Gruppenspiele sind:

  • Mittwoch, 25. Juli, 19:00 Uhr gegen Argentinien
  • Samstag, 28. Juli: 13:00 Uhr gegen Spanien

Die Spiele werden live auf Dazn gezeigt.

Starker WM-Auftakt der Danas mit einem 3:1-Sieg gegen Südafrika

Bericht hockey.de:
DANAS: Wichtiger Sieg zum WM-Start
WM in London, Auftaktspiel: Deutschland – Südafrika 3:1 (1:0)

21.07.2018 – Die deutschen Damen haben den so wichtigen ersten Sieg bei der Weltmeisterschaft in London in überzeugender Manier geholt. Das Team von Bundestrainer Xavier Reckinger dominierte die Partie gegen Afrika-Champion Südafrika über die gesamten 60 Minuten. Viktoria Huse und Charlotte Stapenhorst hatten die DANAS bis kurz nach der Halbzeitpause 2:0 in Führung gebracht, ehe die Südafrikanerinnen durch ihre erste Strafecke zum umstrittenen Anschlusstreffer kamen. Danach spielten aber weiter nur die Deutschen und erneut Huse machte per Siebenmeter im Schluss-Viertel alles klar. Am Mittwochabend um 19 Uhr deutscher Zeit trifft das DHB-Team nun auf Gruppenfavorit Argentinien. (Fotos: worldsportpics.com)

Bundestrainer Xavier Reckinger: „Ich bin wirklich sehr zufrieden mit den Mädels. Unser vordringliches Ziel war es, dieses Spiel zu gewinnen. Dass wir dabei auch noch eine wirklich gute Performance gezeigt haben, macht es noch besser. Mich ärgert das Gegentor, was keines war, zumal es ja nachher auch auf das Torverhältnis ankommen könnte. Aber im Vordergrund steht, dass wir defensiv wie offensiv wirklich gut agiert haben. Wir hatten 40 Kreiseintritte insgesamt, haben viele Chancen kreiert. Jetzt haben sich die Mädels es verdient, das ein bisschen zu feiern. Dann geht unser ganzer Fokus auf das Argentinien-Spiel Mittwochabend. Da ist genug Zeit, sich darauf vorzubereiten. Ich habe aber auch im Gefühl, dass Spanien Argentinien im anderen ersten Vorrundenspiel unserer Gruppe ganz schön ärgern könnte, denn die Spanierinnen sind gut drauf. Schauen wir mal.“
Doppel-Torschützin Viktoria Huse: „Es ist sicherlich normalweise nicht mein Job, da vorn zu sein und das Tor zu machen, aber es passte alles beim ersten Tor und dann ist dann bei solch einer Atmosphäre einer WM natürlich traumhaft. Wir denken weiter von Spiel zu Spiel und schauen am Ende der Gruppenphase, was dabei herauskommt. Der Start war auf jeden Fall super!

Die deutschen Damen begannen mit viel Ballbesitz und frühem Pressing, machten gleich viel Druck auf den Aufbau des Afrikameisters. Eine erste Hundekurve von Lisa Altenburg brachte Gefahr, aber der Ball wurde ans Außenbrett abgefälscht (3.). Kurz darauf lief eine Flanke aus zentraler Position am Pfosten vorbei (4.). Charlotte Stapenhorst hatte dann nach toller Ballmitnahme in den Kreis eine Riesenchance, aber ihr Lupfer blieb gerade noch an der linken Schulter von Keeperin Phumelela Mbande hängen (5.).
Das DHB-Team klar überlegen, variierte gut im Pressing – mal früh vorn, mal erst ab der Mittellinie. Hannah Gablac holte in der 8. Minute die erste Ecke fürs DHB-Team. Nike Lorenz‘ Schlenzer wurde von Mbande sicher gehalten, der Nachschuss von Hannah Gablac aus spitzer Position wurde abgeblockt. Lena Micheel holte eine super Chance für Gablac heraus durch ein starkes Solo über die Mitte, aber die drehte sich auf die Rückhand und hatte dann eine Verteidigerin direkt vor sich (11.). Den ersten Kreiseintritt der Südafrikanerinnen unterband Selin Oruz sicher.
Es war dann erneut Youngster Lena Micheel, die erst für Franzisca Hauke auf Stecher auflegte, was Mbande ahnte, und dann den Nachschuss vom Kreisrand knapp links am Tor vorbeischoss. Und dann wurde nach gutem Rechtsangriff der Druck belohnt: Eine Rechtsflanke von Altenburg blockte Marie Mävers weiter und Viktoria Huse war zentral mitgelaufen und schlenzte überlegt zum 1:0 (14.) ein. Fast wäre Stapenhorst kurz vor der Viertelsirene ein abgefälschter hoher Ball noch allein im Kreis auf den Schläger gefallen, aber sie konnte ihn nicht kontrollieren. Eine absolut verdiente Führung nach einem dominant geführten ersten Viertel der DANAS.

Und es ging so weiter. Die Deutschen pressten gut, Südafrika kam kaum mal zu eigenen Aktionen. In der 21. Minute gab es die zweite deutsche Ecke. Die Ablage-Variante auf Lorenz wurde Millimeter am linken Pfosten vorbeigelenkt. Auch in der Nachfolge gute Chancen für das DHB-Team, wobei es sehr eng war im Kreis, weil Südafrika mit allen Spielerinnen im einen Viertel standen. Stapenhorst bereitete gut für Marie Mävers vor, die an Mbande scheiterte (23.). Nach Konter über rechts hatte Mävers diesmal die Chance zu schießen, verriss den Ball aber weit nach links.
Südafrika kam in dieser Phase besser rein, hatte mehr eigene Aktionen, indem der Ball von den beiden technisch starken Spielmacherinnen durchs Mittelfeld geschleppt wurde. Dann sah Lisa Altenburg Grün (28.), die DHB-Auswahl daher in der Schlussphase der Halbzeit zwei Minuten in Unterzahl. Da hatten die Deutschen aber absolute Kontrolle. Es blieb so bei der mehr als verdienten 1:0-Führung zur Pause, die auch hätte schon höher ausfallen können.

Der erste gut vorgetragene Angriff im dritten Viertel – über Anne Schröder und durchgesteckt von Lisa Altenburg – brachte dann das verdiente 2:0 (32.). Selin Oruz scheiterte noch an Mbande, aber den Abpraller versenkte Charlotte Stapenhorst am linken Pfosten sicher ins verwaiste Tor. Cecile Pieper scheiterte dann mit einem Drehschuss an der starken Keeperin Mbande, ebenso wir Stapenhorst mit dem guten Rebound (35.). Altenburg dann mit tollem Solo durch die Mitte, doch Südafrikas Innenverteidigerin rettete in letzter Sekunde mit langem Brett.
Gablac hatte die nächste gute Chance, als sie im Gewühl im Kreis zum Schlag kam. Es war weiter sehr einseitig, weil die Deutschen konzentriert agierten und hinten erstklassig standen. Ein unglücklicher Fuß von Lorenz auf dem Kreisrand bescherte Südafrika dann die erste Ecke (40.). Die schrubbte Lisa-Marie Deetlefs ins linke Eck. Es gab Videobeweis, der ergab, dass die Kugel angeblich noch das Torbrett berührt hatte. Sehr umstritten allerdings die Videoentscheidung, denn die Videoschiedsrichterin sagte, es gäbe keinen Grund die Entscheidung zu ändern, und die war eigentlich Abschlag gewesen.
Das DHB-Team griff weiter an. Janne Müller-Wieland zog in der 41. Minute aufs obere linke Eck ab, aber Mbande war mit dem Handschuh da. Stapenhorst setzte dann Teschke in Szene, die den freien Schuss am Kreisrand aber nicht sauber traf. Marie Mävers hatte trotzdem noch die Chance zum Volleyblock, der knapp links am Pfosten vorbei ging (44.). Altenburg hatte noch eine gute Chance vor der letzten Viertelpause, ließ den Ball aber etwas zu weit nach vorn laufen, so dass eine Verteidigerin noch dazwischenkam.

Es gab kurz nach Wiederanpfiff Ecke für Deutschland, gegen die Südafrika den Videobeweis nahm. Es hätte hier sogar Siebenmeter geben müssen, denn Deetlefs nahm das Stockfoul absichtlich. Leider hier ein klarer Fehler der belgischen Videoschiedsrichterin, die die Szene völlig falsch bewertete und das Stockfoul übersah, das vor dem Fuß Altenburgs war. Doch die Deutschen weiter im Vorwärtsgang. Cecile Pieper mit der nächsten Chance nach Hundekurve (47.). In der 49. Minute erneut ein Stockfoul an Pieper im Kreis, das nicht geahndet wurde.
Micheel verpasste kurz darauf eine Rechtsflanke nur knapp zum Block ins Tor. Das dritte Tor lag in der Luft, wäre mehr als verdient gewesen. Wieder gab es eine tolle Chance nach Hundekurvesituation rechts, wobei Stapenhorsts Block knapp vorbeiging (52.). Altenburg hatte dann eine gute Chance beim Solo durch die Mitte, bei dem die Alsteranerin gefoult wurde. Es gab per Videobeweis Siebenmeter fürs DHB-Team, den Viktoria Huse unhaltbar rechts unten zum 3:1 (54.) verwandelte.
Schrecksekunde dann in der 56. Minute, als Nike Lorenz am Kreis angeschlenzt wurde und den Ball ins Gesicht bekam. Sie musste draußen an der Lippe behandelt werden. Elisa Graeve klaute kurz darauf den Ball, bereitete über rechts vor und Marie Mävers hatte Pech, dass der Ball ihr auf die Schlägerkante sprang und dadurch über das Tor ging (57.). Die neuseeländische Schiedsrichterin gab dann noch einmal eine völlig überzogene Ecke gegen das DHB-Team wegen angeblichem taktischen Fouls. Die verteidigte Mävers brillant und leitete einen Konter ein, der von Graeve hauchdünn am linken Pfosten vorbeigesetzt wurde.

Tore:
1:0 Viktoria Huse (14.)
2:0 Charlotte Stapenhorst (32.)
2:1 Lisa-Marie Deetlefs (KE, 40.)
3:1 Viktoria Huse (7m, 56.)

Ecken:
GER 2 (kein Tor) / RSA 2 (1 Tor)

Grüne Karten:
GER 1 (Altenburg, 27.) / RSA 1 (Hunter, 59.)

Schiedsrichterinnen:
Amber Church (NZL) / Ayanna McClean (TTO)

U18-Europameisterschaft: Beide deutsche Teams im Halbfinale

Starker Auftritt der deutschen U18-Nationalteams bei der Hockey-Europameisterschaft in Santander: Beide Teams stehen als Gruppensieger im Halbfinale!
Während die weibliche U18 (mit Aina Kresken) ziemlich souverän nach einem ersten noch etwas wackligem 2:1-Erfolg gegen Irland mit weiteren Siegen gegen England (3:1) und Weissrussland (8:1) den Gruppensieg holte, machte die männliche U18 (mit Elian Mazkour und Moritz Ludwig) um Bundestrainer Jo Schmitz es etwas spannender. Nach einem starken 4:1-Erfolg inklusive Gewitterunterbrechung gegen den spanischen Mitfavoriten gab es ein spektakuläres 3:3 gegen England (bei dem das Team es schaffte in einer Phase ohne Torwart eine kurze Ecke der Engländer grandios abzuwehren!). Durch den gestrigen 9:1-Sieg gegen Polen machten auch die Jungs den Gruppensieg perfekt.

So geht es weiter für die deutschen Mannschaften:

  • Freitag, 12:00 Uhr: Halbfinale Weibliche U18 gegen Belgien
  • Freitag, 19.30 Uhr: Halbfinale Männliche U18 gegen Niederlande

Die Finalspiele sind am Samstag um 17:00 Uhr und um 19:30 Uhr – die Spiele werden auf EurohockeyTV gezeigt.

U18-Europameisterschaft startet in Santander

Daumen drücken ist angesagt für die deutschen U18-Teams bei den Europameisterschaften in Santander – am Sonntag geht es los!
Auch einige Uhlen sind am Start: Neben Teamchef Jo Schmitz sind Elian Mazkour und Moritz Ludwig im männlichen U18-Kader und beim weiblichen U18-Team ist Aina Kresken dabei.

Die Gruppenspiele der weiblichen U18 sind an folgenden Terminen:

Sonntag, 15.07.2018 – 09:45 Uhr: GER – IRL _:_
Montag, 16.07.2018 – 15:30 Uhr: ENG – GER _:_
Mittwoch, 18.07.2018 – 12:30 Uhr: GER – BLR _:_

Die männliche U18 spielt zu folgenden Zeiten:

Sonntag, 15.07.2018 – 20:00 Uhr: GER – ESP _:_
Dienstag, 17.07.2018 – 13:15 Uhr: ENG – GER _:_
Mittwoch, 18.07.2018 – 17:30 Uhr: GER – POL _:_

Ebenfalls eingespannt vor Ort, allerdings auf offizieller Seite, ist Andreas Knechten als Technical Officer und Judge.
Die Spiele können im Livestream auf Eurohockey TV verfolgt werden!

WM-Nominierung für Maike Schaunig

Ganz stark: Maike Schaunig ist heute für die Weltmeisterschaft vom 21. Juli bis 5. August in London nominiert worden!
Großartige Leistung, Maike – alle Uhlenhorster drücken dir und den Danas die Daumen!

Glückwunsch zur WM-Nominierung, Maike!

Die deutsche Hockeyliga steht am Scheideweg

Ein neuer Wettbewerb für Nationalmannschaften sorgt für Diskussionen zwischen dem Deutschen Hockeybund und den Bundesligavereinen.

Der Ton zwischen den Vereinen der Hockey-Bundesliga und dem Deutschen Hockeybund (DHB) ist rau geworden. Grund ist die Diskussion um eine Ligastrukturveränderung, für die der DHB unter anderem eine Reduzierung der Bundesliga vorsieht. Es gibt aber noch weitere Konflikte, die zwischen dem DHB und den Klubs schwelen.

Schon längere Zeit gibt es die Diskussion, die Bundesliga attraktiver zu machen. Über Play-offs wurde nachgedacht, nun sorgt der internationale Hockeyverband mit seinem Vorstoß, eine neue Länderspielserie unter dem Namen Hockey Pro League (HPL) ins Leben zu rufen, für Furore. „Der DHB gerät terminlich gerade etwas in Panik und hat deshalb, ohne Rücksprache mit anderen Gremien, eine Reduzierung der Bundesliga von zwölf auf zehn Mannschaften vorgeschlagen“, sagt Hanns-Peter Windfeder, Präsident des frischgebackenen deutschen Meisters HTC Uhlenhorst.

Hanns-Peter Windfeder zeigt sich im Gespräch mit der WAZ besorgt über die Pläne Foto: Oliver Müller

Windfeder spricht sich, wie im Übrigen die große Mehrheit der Bundesligisten, gegen eine Reduzierung aus. „In jeder Stadt, in der wir Hockey zu einem Event machen wollen, werben wir mit den Spielen. Da ist jedes Bundesligaspiel wichtig“, sagt Windfeder. Unter den 14 beteiligten Erstligaclubs – zehn Vereine spielen in der Damen- und Herrenbundesliga – waren nur der Harvestehuder THC, der Club an der Alster und der Mannheimer HC für eine Reduzierung.

HPL steht auf wackligen Beinen

Horst Müller-Wieland, Präsident des Hamburger Traditionsclubs Uhlenhorster HC, bezieht gegenüber dem Hamburger Abendblatt Position: „Es gibt schon jetzt zu viele weiße Flecken in Deutschland, dadurch gehen dem DHB viele Talente verloren. Eine weitere Reduzierung würde der Breite schaden. Unsere Vision ist eher, die Ligen zu vergrößern.“

Nach Hanns-Peter Windfeders Meinung genieße beim DHB nicht mehr die Entwicklung der Sportart in Deutschland die höchste Priorität, sondern die Verpflichtung gegenüber der HPL. Dabei stünde das Konstrukt der neu geschaffenen Liga noch auf wackligen Beinen. „Derzeit ist Indien aus disziplinarischen Gründen nicht als Teilnehmer geplant. Das könnte dafür sorgen, dass ein großer Sponsor abspringt“, erklärt Windfeder.

Beim internationalen Hockeyverband sieht man das freilich anders, wie der Hamburger Detlef Ness, der dort für die Bereiche Marketing und Kommunikation verantwortlich ist, gegenüber dem Hamburger Abendblatt erklärt. „Durch die bessere Planbarkeit der Termine können wir die Spiele weltweit vermarkten, das ist ein riesiger Quantensprung“, bricht er eine Lanze für die geplanten Länderspiele, die in Blöcken von Januar bis März eher auf der Südhalbkugel und von April bis Juni im nördlichen Teil der Erde ausgetragen werden könnten.
Hallensaison könnte zum Opfer fallen

Damit rückt vor allem die Hallensaison in den Fokus, die der Reform zum Opfer fallen könnte. „Wir reden hier von fünf oder sechs Vereinen, die Nationalspieler stellen. Darunter würden aber auch alle andere Klubs leiden, die dann nicht spielen könnten. Wir müssen nur eine Lösung finden, wie wir mit den Nationalspielern umgehen. Wir können uns nicht nach denen richten“, sagt Windfeder.

Er bedauert, dass der Dialog, der im Hockeyverband stets groß geschrieben worden sei, zuletzt nicht mehr so vorhanden gewesen sei. „Wir müssen einen Konsens finden, überlegen, was langfristig die beste Lösung ist“, sagt Windfeder. Gemeinsam mit anderen Vereinen arbeite man bereits an einem Plan, eine Idee ist, die Bundesliga auszugliedern – ganz nach dem Beispiel der deutschen Volleyballiga, die sich ebenfalls selbstständig gemacht hat. „Wir waren bereits in Berlin und haben uns mit der Volleyballliga ausgetauscht. Die Terminprobleme würden wir so natürlich nicht beseitigen, aber wir könnten Entscheidungen effizienter treffen, ohne das immer noch ein Verband mit entscheiden muss“, sagt Windfeder.

Noch ist keine Entscheidung gefallen

Das ist aber ebenso noch Zukunftsmusik wie die Idee, die Liga zu reduzieren. Entscheidungen stehen noch aus. Nationalspieler Christopher Rühr von Vizemeister Rot-Weiss Köln hat seine klare Meinung zur geplanten HPL im Hamburger Abendblatt geäußert: „Der DHB bezahlt uns nicht, die Vereine auch nicht, wenn wir nicht für sie spielen. Von uns gibt es deshalb kaum einen, der die HPL spielen möchte.“

Als nächstes ist in der Debatte der DHB gefordert. Präsident Wolfgang Hillmann versteht die Sorgen der Vereine und beschwichtig gegenüber dem Hamburger Abendblatt: „Wir haben deshalb diverse Modelle vorgeschlagen, die nun diskutiert werden müssen. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.“ Die Diskussionen werden also weitergehen. Mit einem noch ungewissen Ausgang. Und solange kein Kompromiss in Sichtweite ist, wird der Ton rau bleiben.

„Das hat zumindest ein Geschmäckle“

Die Möglichkeit einer Ligareduzierung sorgt nicht allein für Unstimmigkeiten zwischen den Bundesligavereinen und dem Deutschen Hockeybund (DHB). Für fast noch mehr Ärger sorgt die Tatsache, dass der DHB jüngst die Bereiche Marketing und Kommunikation an eine externe Agentur vergeben hat. Denn: Die Aufgaben hat ein Rechtsanwalt aus der Kanzlei von Remo Laschet übernommen, der gleichzeitig Vizepräsident im DHB ist und für die Ressorts Finanzen & Recht, sowie kommissarisch für das Ressort Kommunikation verantwortlich ist.

„Da hat zumindest ein Geschmäckle“, sagt Hanns-Peter Windfeder. Das über die Ausgliederung des Bereichs Kommunikation im Vorfeld nicht gesprochen wurde, ärgert den HTCU-Präsidenten. „Gerade in unserem doch überschaubaren Hockeyverband war das nicht der richtige Weg.“

Horst Müller-Wieland, Präsident des Hamburger Traditionsclubs Uhlenhorster HC schlägt gegenüber dem Hamburger Abendblatt in die gleiche Kerbe: „Man hätte das ehrlich kommunizieren sollen, anstatt es im Verborgenen auszudealen. So bleibt der Eindruck, dass wir nicht ins Boot geholt werden.“

Bei all dem Wirbel und Streitigkeiten bezieht Hanns-Peter Windfeder aber auch klar Position, wenn es darum geht, das Präsidium abzuwählen: „Diese Meinung teile ich nicht.“ Viel mehr geht es nun darum, die Wogen zu glätten und für Transparenz zwischen Verband und Vereinen zu sorgen.

Maximilian Lazar, WAZ

Bundesliga-Doppelspieltag mit freiem Eintritt im Waldstadion

Am Sonntag, 3. Juni, treten unsere Bundesligateams zu ihrem letzten Spieltag im Waldstadion an: der Berliner HC ist zu Gast – um 11:30 Uhr die Damen und um 14:00 Uhr die Herren.
Als Dankeschön für die Unterstützung in der Saison wird an diesem Sonntag der Eintritt für alle Zuschauer frei sein!
Also bringt Freunde und Familie mit und genießt einen tollen letzten Spieltag bei uns am Club als Vorgeschmack auf die Final Four am 9./10. Juni in Krefeld.

Freier Eintritt am letzten Bundesliga-Spieltag am Sonntag

Damen sichern den Bundesliga-Klassenerhalt

Nach einem überzeugenden 4:1-Sieg im Derby beim Club Raffelberg und einem starken 2:2-Unentschieden gegen den Final Four-Kandidaten Düsseldorf belohnen sich unsere Damen mit dem vorzeitigem Bundesliga-Klassenerhalt!

Bericht Gerd Böttner, WAZ:

Das Wochenende der Uhlenhorsterinnen

Wegweisender Erfolg im Abstiegskampf beim Club Raffelberg. HTCU verdient sich Punkt in Düsseldorf und macht den Sack damit vorzeitig zu.

Für die jungen Hockey-Damen des Bundesligisten HTC Uhlenhorst war es am Samstag nur ein kurzer Weg, um in der Nachbarschaft den großen und entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt zu setzen. Nach dem 4:1 Erfolg beim in großer Abstiegsnot schwebenden Club Raffelberg waren die Mülheimerinnen so gut wie auf der sicheren Seite. Den Bonus am folgenden Tag nahm die Mannschaft von Trainer Mark Spieker gerne an. Das 2:2 beim Final-Four-Teilnehmer Düsseldorfer HC gilt als Ausrufezeichen und Verweis auf das Selbstbewusstsein des Tabellensiebten, auf den nun in Köln (26. Mai) und im heimischen Waldstadion gegen den Berliner HC (3. Juni) zwei Ehrenrunden warten. „Da wollen wir dann schauen, ob wir nach dem spielfreien Wochenende in der Tabelle noch klettern können“, so der Cheftrainer.

Icki Pluta trifft 2 Mal gegen Raffelberg Foto: Frank Oppitz

Die Partie beim Nachbarn hatte der HTCU komplett im Griff, doch zunächst einmal besaß das alte Lied schlechte Chancenverwertung Gültigkeit. „Wir machen in den ersten beiden Vierteln die Dinger nicht und fressen ein dämliches Gegentor“, hieß es. Gegen die ideenlos agierenden Raffelbergerinnen ließen sich die Gäste aber nicht aus der Ruhe bringen und fanden schließlich zur gewünschten Effektivität. Die vier Treffer innerhalb von 16 Minuten sprachen eine deutliche Sprache.

Mental gestärkt in die Landeshauptstadt

Nachdem der Klassenerhalt zu 99,5 Prozent in sicheren Tüchern war, war am Sonntag am Ende des Tages in der Landeshauptstadt auch rechnerisch alles im Lot. Die Uhlenhorsterinnen gingen mental gestärkt in die Partie und brachten die versammelte DHC-Prominenz ordentlich ins Schwitzen. „Ich kann mich nicht daran erinnern, dass wir gegen die Düsseldorferinnen drei so 100-prozentige Chancen hatten“, blickte Spieker auf diese Dominanz zurück. Laura Apeltrath, Maren Kiefer und Nicola Pluta ließen allerdings diese Möglichkeiten liegen.

Nach dem Führungstreffer des DHC lief der HTCU lange dem Rückstand hinterher, glich durch Aina Lilly Kresken aus, kassierte unnötigerweise den zweiten Gegentreffer, um sich dank Charlotte von Hülsen doch noch einen unverhofften Punkt zu verdienen. „Das war eine richtig gute Leistung der Mannschaft“, freute sich der Coach nach getaner Arbeit.

Bundesliga-Matchdays im Westen am Wochenende

Das Bundesliga-Programm unserer Teams am Wochenende: 4 Auswärtsspiele – aber alle hier im Westen!

  • Unsere Damen treten am Samstag um 14 Uhr zum Lokalderby am Club Raffelberg an.
  • Unsere Herren spielen am Samstag um 15 Uhr beim Crefelder HTC.
  • Am Sonntag folgt der Doppelspieltag beider Mannschaften ab 12 Uhr beim Düsseldorfer HC.

Beide Teams können am Wochenende große Fortschritte im Hinblick auf ihre Saisonziele machen und freuen sich auf Unterstützung vor Ort!

Damen mit Unentschieden in Flotbek

Flottbek und Mülheim im Kellerduell mit Unentschieden

Die Hockey-Damen des Großflottbeker THGC und von Uhlenhorst Mülheim müssen weiter um den Verbleib in der hockeyliga bangen. Nach dem 3:3 (2:2) am Sonntag vor rund 80 Zuschauern meinte GTHGC-Coach Michael Behrmann: „Wir haben ein Lebenszeichen gesendet und sind nach zweimaligem Rückstand nicht zusammengebrochen. Das Remis ist hart erkämpft gewesen.“ Gäste-Coach Mark Spieker betonte: „Es fühlt sich nicht gut an. Aber der Punkt hilft uns sicher mehr als Großflottbek. Wir haben in der Schlussphase unsere großen Chancen nicht genutzt.“

Lynn Neuheuser erzielte den Ausgleichstreffer zum 3:3-Endstand

Das erste Tor erzielte Mülheim nach der dritten Kurzen Ecke (9.), hatte danach aber Glück, dass den Gastgeberinnen nicht postwendend der Ausgleich gelang. Erst scheiterte Julia-Maria Brüning an Torfrau Jovy Femke, danach schlug Charlotte Breucker an dem hoch abgewehrten Ball vorbei. Wenig später vergab Mülheim eine gute Konterchance bei einer 3:1-Überzahl vor dem GTHGC-Kasten und wurde für hierfür kurz darauf mit dem 1:1 bestraft. Kaja Hansen lenkte eine Hereingabe von der rechten Seite zum umjubelten Ausgleich ins Gäste-Tor (15.). Ein Fehler in der Hamburger Abwehr zu Beginn des zweiten Viertels brachte den GTHGC dann erneut ins Hintertreffen. Zwar konnte Marta Kucharksa den ersten Schuss von Maren Kiefer noch abwehren, doch die Stürmerin setzte nach und vollendete zum 2:1 (17.). Knapp zwei Minuten vor dem Halbzeitpfiff fiel der erneute Ausgleich. Mülheim bekam die Kugel nicht aus dem eigenen Schusskreis, Sophie Fischer behielt in dem Gewusel die Übersicht und netzte zum 2:2 ein.

Der GTHGC-Führung in der 40. Minute ging der beherzte Einsatz von Brüning voraus. Die Stürmerin hatte sich am Kreisrand den Ball erkämpft, sich im Kreis durchgesetzt und den Ball in die Mitte gepasst, wo Isabel Witte die Kugel nur noch ins Tor lenken musste. Beinahe im Gegenzug hatte Alica Kristin Wahl das 3:3 auf dem Schläger, doch ihr Schuss war zu schwach, so dass Kucharska keine Mühe hatte, den Ball abzuwehren. Kurz darauf musste sich die Torhüterin nach einer Kurzen Ecke aber doch geschlagen geben (42.).

Großflottbeker THGC – Uhlenhorst Mülheim 3:3 (2:2)
Tore:
0:1 Katharina Windfeder (9., KE)
1:1 Kaja Hansen (15.)
1:2 Maren Kiefer (17.)
2:2 Sophie Fischer (29.)
3:2 Isabel Witte (40.)
3:3 Lynn Neuheuser (42., KE)

Herrenbundesliga daheim – Damen in Flottbek

Wiedergutmachung steht an für unsere Herren beim Heimspiel am Sonntag um 14:30 Uhr im Waldstadion gegen den Nürnberg HTC!
Unsere Damen spielen diesmal auswärts beim Großflottbeker THGC -am Sonntag um 15:30 Uhr.
Vorbeikommen ins Waldstadion, Daumen drücken oder Uhlen.TV einschalten!