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DM in Berlin: Jetzt Tickets sichern!

Bereits zahlreiche Karten weg – Vorverkauf nutzen!

Die Deutsche Meisterschaft der Herren und Damen in Berlin scheint ein echter Zuschauermagnet zu werden. Da beide Teams der Gastgeber wohl dabei sein werden, ist der Ansturm auf die Tickets groß. Auch weil nur ca. 2.000 Zuschauerplätze zur Verfügung stehen, wird dringend geraten, die Tickets im Vorverkauf zu erwerben.

Am Samstag treten die Uhlen im Halbfinale entweder gegen den UHC Hamburg oder Rot-Weiß Köln an. Anstoß ist um 18.45 Uhr. Bei einem Sieg stünde der HTCU erneut im Finale, das am Sonntag um 14.30 Uhr angepfiffen wird.

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Die letzte Station vor Berlin

Sonntag treten die Herren in Düsseldorf an

Wenn die Bundesliga am Start ist, fällt André Henning, Trainer des HTC Uhlenhorst, ein Stein vom Herzen. Aus gutem Grund, denn wenn der massive Lehrgangsbetrieb ruhen muss, dann darf der Coach seine Schäfchen in kompletter Stärke um sich versammeln. So auch am Sonntag (12 Uhr, Am Seestern) beim Ligafinale beim Düsseldorfer HC und damit im letzten Match vor der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni in Berlin.

Für die Uhlen geht es um nichts mehr, der zweite Platz des Vizemeisters ist längst wasserdicht. „Wir wollen uns für die DM einspielen. Ich weiß nicht, ob das Spiele eine Generalprobe ist. Ich sehe das eher als verschärften Test unter Wettbewerbsbedingungen“, schaut Henning auf den Showdown in der Landeshauptstadt.

Alle Mann an Bord am Sonntag! Eine Botschaft mit Seltenheitscharakter in diesen Wochen und Monaten. Die Nationalspieler Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania sind am Donnerstag platt und leicht angeschlagen vom Lehrgang in Mannheim zurückgekehrt; die U21-Auswahlspieler Felix Reuß, Lukas Windfeder, Christopher Rühr und Jan Nitschke haben bereits den Lehrgang mit drei Länderspielen gegen Polen vom 25. bis 28. Mai in Ludwigsburg vor Augen.

Mit komplettem Kader verfolgt Henning, der als Co-Trainer von Jamilon Mülders mit nach Ludwigsburg fährt, in Düsseldorf ein klares Ziel: „Mit Blick auf Berlin wollen wir uns weiterentwickeln, einige Sachen ausprobieren und ein paar B-Pläne durchspielen.“

Die letzte offene Entscheidung am Wochenende ist eng verknüpft mit dem HTCU. Wer wird Dritter und damit Halbfinalgegner der Uhlen? Rot-Weiss Köln oder UHC Hamburg? „Köln ist wahrscheinlicher. Aber das ist mir letztendlich egal. So oder so wird das ein tolles Spiel. Beide sind hochkarätige Gegner, ich sehe uns eher in einer leichten Außenseiterrolle“, heißt es vor dem großen Reiseziel Berlin.

derwesten.de – Gerd Böttner

Mit Doppelsieg ins Halbfinale

Starke zweite Halbzeit gegen Neuss

Das nennt man die reine Pflichterfüllung. Mit dem 5:1-Heimsieg am Samstag im Waldstadion gegen Schwarz-Weiß Neuss schlug Feldhockey-Bundesligist drei Fliegen mit einer Klappe. Die Uhlen schoben sich in der Tabelle an Köln vorbei auf Platz zwei, sind nun unwiderruflich bei der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni in Berlin dabei und schickten die kläglich schwachen Neusser zurück in Liga zwei.

Offensichtlich hatten die Freunde des Hockeysports geahnt, dass es beim ungleichen Duell nicht zu einem Einblick in die Delikatessen-Abteilung der Disziplin kommen würde. 220 Zuschauer verfolgten das Geschehen, das zunächst die gewünschte Dramaturgie einschlug, als Nationalspieler und Bundesliga-Torschützenkönig Thilo Stralkowski beim Intermezzo nach dem Olympiatest in London und vor dem heute in Mannheim beginnenden DHB-Lehrgang (neben Stralkowski folgen erneut Tobias Matania und Jan Philipp Rabente dem Ruf von Bundestrainer Marks Weise) früh die Führung markierte. Wenig später bediente Ole Keusgen den Kollegen Jan Fleckhaus, doch dem Angreifer fehlte die nötige Entschlossenheit.

Als bei den Gastgebern plötzlich der Spielfluss stockte und die Gäste mutiger wurden, kamen die Schwarz-Weißen quasi im Minutentakt zu Strafecken, ließen dabei aber jegliche Effektivität vermissen und fanden mehrfach in Torhüter Felix Reuß ihren Meister. Dass der Abstieger dennoch zum Ausgleich kam, resultierte aus einer Schläfrigkeit der Uhlen-Abwehr. Nach Zuspiel von Sebastian Draguhn durfte sich Christoph Martial gänzlich unbedrängt bedienen. Die Antwort gab direkt im Gegenzug Benedikt Fürk mit der erneuten Führung. Er stieß damit die Tür zur zweiten Halbzeit auf, die zum Lehrbeispiel für Einbahnstraßen-Hockey, aber auch für ausgelassene Eckenchancen wurde.

Was sich fortan auch immer im Waldstadion abspielte, es stand allein unter dem Diktat der Uhlen. Das schnelle 3:1 beförderte die Neusser, bei denen allein Torhüter Lennard Leist die Fahne hochhielt, kollektiv in Schockstarre. Entsprechend bediente zeigte sich Coach Andreas Bauch: „Dann verloren wir komplett den Faden. Das war am Ende eine schwache Vorstellung mit wenig Gegenwehr. Wir haben hier verdient verloren.“

Nach vier vergebenen Ecken erhöhte Windfeder abgeklärt auf 4:1 , und als Stadionsprecher Jörg Duckscheer darauf verwies, langsam keine Eckenmelodien mehr zu haben, griff Jannik Otto beim sechsten Versuch zu.

„Ohne Wenn und Aber, die erste Halbzeit war schwach von uns. Die zweite war hingegen richtig gut, mit viel Engagement und viel mehr Feuer. Dafür, dass es für die Neusser ein Finale war, haben wir sie krass beherrscht. Wenn wir unsere Ecken, bei denen wir viel ausprobiert haben, verwerten, gibt es hier ein ganz anderes Ergebnis“, so Trainer André Henning. „Der Schusskreis war nicht gesprengt und entsprechend stumpf. Der Neusser Torwart hat aber gut gehalten“, meinte Torjäger Stralkowski.

HTC Uhlenhorst – SW Neuss 5:1

HTCU: Reuß – Keusgen, Gehlen, Fürk, J. Meyer, Otto, Rabente, Matania, Nitschke, Hüttermann, Trompertz, Windfeder, Becker, Schmitz, Stralkowski, Fleckhaus

Tore: 1:0 (6.) Stralkowski, 1:1 (27.) Martial, 2:1 (28.) Fürk, 3:1 (38.) Windfeder, 4:1 (52.) Windfeder, 5:1 (64., KE) Otto

Ecken: 8 (1 Tor)/8 (0 Tore)

Gelbe Karten: Keusgen (15.)/Lunau-Mierke (45.)

Zuschauer: 220

Schiedsrichter: Göntgen (Kahlenberger HTC)/Meißner (Blau-Weiß Köln)

derwesten.de – Gerd Böttner

Kantersieg gegen BW Berlin

Einen Tor reichen Abschluss des vorletzten Spielwochenendes der regulären hockeyliga-Saison lieferten der HTC Uhlenhorst Mülheim und der TC Blau-Weiss Berlin. Am Ende triumphierte der Favorit aus dem Westen mit 8:4 (3:2) in einem vergleichsweise lockeren Spiel, in dem die Gäste über weite Strecken ordentlich mitgehalten hatten. Für die Berliner ging es bereits um nichts mehr, man stand bereits vor dieser Partie als Absteiger fest.

„Wir konnten etwas befreiter aufspiele, das war auch zu merken“, so Blau-Weiss-Coach Safi Khalil, der seinen Platz nach dieser Saison räumen wird. „Wir haben insgesamt gut dagegen gehalten, angemessenem Einsatz gezeigt und auch spielerisch was geboten. Alles in Allem ein schönes Spiel mit Chancen hüben wie drüben.“

Mülheim startete besser in die Partie und ging schon nach zwei Minuten durch Nationalstürmer Thilo Stralkowski in Führung, was Robert Vill aber nach kurzer Zeit wieder egalisieren konnte (7.). Berlin kam mit der Zeit auch spielerisch etwas auf, doch zunächst war es erneut der Gastgeber, der sich als das effektivere Team präsentierte und die nächsten Treffer erzielte. Jan Fleckhaus und Jannik Otto erhöhten auf 3:1, doch noch vor der Pause markierte Lars Hübner den Anschlusstreffer (27.). Berlin hatte zwar noch einige Chancen, war allerdings erneut nicht konsequent genug im Torabschluss.

Wieder erwischte der HTC Uhlenhorst nach Wiederanpfiff den besseren Start. Doch diesmal hatten die Hauptstädter keine Antwort parat. So erhöhte der Favorit gegen dennoch gut mitspielenden Gegner durch Thilo Stralkowski (38.), Jan Fleckhaus (41.) und Ole Keusgen (47.) auf 6:2. Ob der Vorentscheidung ließen es jetzt beide Mannschaften etwas ruhiger angehen, erarbeiteten sich dennoch zahlreiche weitere Chancen auf beiden Seiten. Nach einer knappen Viertelstunde ohne Treffer legten Youngster Lukas Windfeder per Strafecke und erneut Thilo Stralkowski sogar noch die Treffer sieben und acht für Mülheim nach. Doch die Berliner ließen nicht nach und betrieben in Person von Jonas Weinhardt und Philipp Marx noch Ergebniskosmetik. Szenenapplaus verdiente sich der letzte Treffer. Marx war über die Hundekurve in den Kreis gedribbelt und hatte den eigentlich gut postierten HTC-Keeper mit einem Lupfer knapp am Helm vorbei in die kurze Ecke überlistet.

Uhlenhorst Mülheim – Blau-Weiss Berlin 8:4 (3:2)

HTCU: B. Brinkmann – Keusgen, Gehlen, Fürk,  Kamphaus, Otto, Rabente, Matania, Nitschke, Hüttermann, Trompertz, Windfeder, Rühr, Schmitz, Stralkowski, Fleckhaus.
Tore:
1:0 Thilo Stralkowski (2.), 1:1 Robert Vill (7.), 2:1 Jan Fleckhaus (22.), 3:1 Jannik Otto (27.), 3:2 Lars Hübner (27.), 4:2 Thilo Stralkowski (38.), 5:2 Jan Fleckhaus (41.), 6:2 Ole Keusgen (47.), 7:2 Lukas Windfeder (61., KE), 8:2 Thilo Stralkowski (63.), 8:3 Jonas Weinhardt (66.), 8:4 Philipp Marx (68.).
Ecken: 6 (1 Tor) / 3 (0 Tore)
Zuschauer: 200
Schiedsrichter: B.Göntgen / A.Sehrt
hockeyliga.de

Berlin fest im Blick

Uhlen wollen zum dritten Mal in Folge ins DM-Halbfinale

Die Teilnahme an der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni auf der Platzanlage des bereits feststehenden Vorrunden-Meisters Berliner HC liegt für den Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst förmlich auf dem Silbertablett. Ein Sieg brauchen die Uhlen noch aus den verbleibenden drei Spielen, um ganz sicher zu sein.

Am Doppelwochenende trifft der Vizemeister im heimischen Waldstadion auf Gegner, die genau das Gegenteil von Branchenführern darstellen und stramm auf Abstiegskurs segeln. Am Samstag (16 Uhr) geht es gegen den Tabellenvorletzten Schwarz-Weiß Neuss, am Sonntag (14 Uhr) stellt sich das Schlusslicht Blau-Weiss Berlin vor. Beim Auftrag, das Berlin-Ticket zu lösen, wird HTCU-Trainer André Henning also keine schlaflosen Nächte haben. Nach Düsseldorf 2010 und Mannheim 2011 hat der Rekordmeister die dritte Endrunden-Teilnahme in Folge im Visier. Ein weiterer Verweis auf die richtig gute Entwicklung einer jungen Mannschaft.

Henning ist bekannt dafür, den Gegnern stets mit dem gebotenen Respekt zu begegnen. Das ist auch bei dieser Aufgabenstellung der Fall. „Das ist gewiss kein Kanonenfutter und keiner soll glauben, dass die Aufgaben mit links gelöst werden können.“ Der Coach erinnert in diesem Zusammenhang an die Hinspiele. Noch müde vom Gastspiel in der Euro Hockey League mühte sich der HTCU mit Oktober in Neuss zum 2:1-Sieg, jüngst stand in der Metropole bei den Blau-Weissen nach einer kümmerlichen Vorstellung ein 3:1-Erfolg zu Buche. In diesem Match hatte Co-Trainer Sven Meinhardt nach einer unfreundlichen Äußerung an die Adresse eines Schiedsrichters die Rote Karte gesehen. Als Strafe darf er bei den Partien am Wochenende nicht aktiv eingreifen.

Wie auch immer, der HTCU ist im eigenen Haus erklärter Favorit. „Im taktischen Bereich werden wir einiges ausprobieren. Für mich ist entscheidend, dass wir uns in Richtung DM weiterentwickeln“, so Henning. Ein zentrales Thema sind die Kurzen Ecke. „Wir wollen möglichst viele herausholen und sie dann auch endlich verwerten“, verweist Henning auf einen Schwachpunkt der vergangenen Wochen. Als weiteres Arbeitsfeld gilt die Effizienz im gegnerischen Schusskreis. Da tummeln sich die Uhlen im Vergleich zum Kontrahenten öfter, doch die Ausbeute bleibt vergleichsweise gering. Auch das muss sich mit Blick auf den Showdown an der Spree unbedingt ändern. „Im Training haben wir gut daran gearbeitet. Das müssen wir nun in die Spiele transportieren“, heißt es von Trainerseite.

Nachdem Jan Gehlen am zurückliegenden Berlin-Wochenende mit einem Magen-Darm-Infekt pausiert hatte, meldet sich der Abwehrchef beim nächsten Doppelschlag zurück. Nationalspieler Jan Philipp Rabente (Oberschenkel) bekommt auch angesichts der anstehenden Länderspiele gegen Australien zur Schonung voraussichtlich reduzierte Einsatzzeiten. Felix Meyer (Sehnenverletzung in der Hand) und Christian Schmiedel (Daumenbruch) stehen weiterhin nicht zur Verfügung.

derwesten.de – Gerd Böttner

2:2 – Belohnung bleibt aus

Trotz Überlegenheit “nur” Remis bei Spitzenreiter BHC

Man wird sich alsbald anlässlich der DM-Endrunde am 2. und 3. Juni an selber Stelle wiedersehen. Der Berliner HC hat nach dem 2:2 (0:0) gegen den Verfolger HTC Uhlenhorst vorzeitig die Liga-Meisterschaft (und damit den Zugang zur Euro Hockey League-Saison 20012/13) in der Tasche und hatte bereits vorher das Ticket für den nationalen Showdown sicher. Die Uhlen werden sich ihrerseits nach der Klasseleistung im Topspiel und auch angesichts des Restprogramms (mit den Heimspielen gegen Blau-Weiss Berlin und Neuss sowie der Partie in Düsseldorf) die neuerliche Reise in die Metropole nicht mehr nehmen lassen.

Es war offenkundig die besondere Wertigkeit des zweiten Teils der Berliner Mission. Und es war die Rückkehr zur gebotenen Konzentration und zur Bündelung der zweifellos vorhandenen Kräfte. Wie auch immer, im Vergleich zum Vortag präsentierten sich die stets präsenteren und schnelleren Mülheimer wie runderneuert. Was wiederum den BHC mächtig ins Schwitzen brachte. Trainer Friedel Stupp atmete nach dem Ende der Partie tief durch: „Wir haben irgendwie über die gesamten 70 Minuten keinen Zugang zu diesem Spiel gefunden. Ich habe mich die ganze Zeit damit beschäftigt, in der Pause, in der Auszeit, aber das hat nichts geändert. Vielleicht war die Hitzeschlacht gestern gegen Köln für uns zehrender als für Mülheim das Spiel gegen Blau-Weiss, bei dem ja auch Jan-Philipp Rabente geschont wurde. Egal, wir freuen uns riesig über den Punkt!“

Dem wiederum konnte und wollte sich HTCU-Trainer André Henning nicht anschließen: „Das 2:2 ist für uns klar zu wenig, die drei Punkte wären absolut verdient gewesen. Wir waren die bessere Mannschaft, haben super verteidigt und eines der besten Spieler in dieser Saison gemacht, sind dafür aber nicht belohnt worden. Wir hatten eine Mini-Schwächephase, in der die Berliner, die heute so gut wie keine Torchance hatten, dann auch ihre Eckentore gemacht haben. Die Mannschaft nimmt eine gute Entwicklung und hat unseren Plan hervorragend umgesetzt.“

In der Tat, die Uhlen zeigten beim Spitzenreiter eine reife und erwachsene Leistung und hätten schon vor der Halbzeitpause in Führung gehen müssen. Was sich dem jungen Henning Hüttermann und dann Jannik Otto bot, bezeichnet man landläufig als Topchancen. Auch die später von Christopher Rühr abgefeuerte argentinische Rückhand war ein ganz dickes Ding. In besagter Kurzzeitschwächephase legte der BHC urplötzlich vor, die prompte Antwort kam von Jan Nitschke. Mehr ging nicht. „Mit Blick auf die heiße Phase in der zweiten Maihälfte und Anfang Juni sind wir auf einem guten Weg,“ so André Henning.

HTCU: Reuß – Keusgen, Fürk, Kamphaus, Otto, Windfeder, Rabente, Matania, Nitschke, Trompertz, Fleckhaus, Rühr, Stralkowski, Schmitz, Hüttermann, B. Becker

Tore: 0:1 (36.) Schmitz, 1:1 (55., KE) Arnold, 2:1 (60., KE) Häner, 2:2 (61.) Nitschke

derwesten.de – Gerd Böttner

Zurück in der Erfolgsspur

Dem Remis folgt ein 2:1 gegen Mannheim

Thilo Stralkowski auf dem Weg zum 1:0. Dank seines Doppelpacks holten die Uhlen einen Dreier gegen Mannheim.

Kollektives Aufatmen im Waldstadion. Nach glück- und ertragslosen Wochen fand der HTC Uhlenhorst am Sonntag gegen Verfolger Mannheimer HC zurück in die Erfolgsspur. Nach einer nahezu fehlerfreien Defensivleistung feierten die Mülheimer einen verdienten 2:1-Sieg und durften sich trotz des Remis am Tag zuvor gegen Frankfurt als Gewinner des Wochenendes sehen.

Noch am Samstag hatte HTCU-Kapitän Thilo Stralkowski zur internen Teamsitzung gebeten. Nach der Partie gegen die Hessen war halt Gesprächsbedarf angesagt. Gegen die Mannheimer um den Ex-Uhlenhorster Matthias Witthaus zeigte sich von Beginn an die heilsame Wirkung der Maßnahme. Die Gastgeber machten sich konzentriert an die Arbeit, mussten aber auch eine ganz frühe Klippe umschiffen. Christopher Rühr handelt sich nach einer Rangelei in der 3. Minute die Gelbe Karte ein und musste eine zehnminütige Strafe abbrummen. Zeit und Raum, die die Gäste zur Attacke nutzten. Bei den beiden Strafecken blieben die Uhlen gottlob ungeschoren. Wieder komplett, übernahm der HTCU mehr und mehr die Initiative, ließ aber, wie bereits in den vergangenen Wochen, über Gebühr die Ecken liegen. Erst beim vierten Versuch schlug es hinter dem guten MHC-Torhüter Tobias Walter ein. Der resolute Abschluss von Nationalspieler Thilo Stralkowski bescherte den Gastgebern die verdiente Halbzeitführung.

Nach dem Wiederanpfiff meldeten sich zunächst die Mannheimer zu Wort, als Witthaus den Ball am langen Pfosten vorbeischoss. Die aktivere und dominante Mannschaft blieb derweil der HTCU. Nach Zuspiel von Kapitän Stralkowski traf Jan Philipp Rabente nur den Pfosten (45.), anschließend nahm das Eckenfestival des stürmenden und drängenden Vizemeisters, der in der Abwehr so gut wie nichts zuließ, seinen Lauf. Die Fehlversuche (wobei die Gäste ungemein schnell aus ihrem Tor kamen) von Stralkowski, Johannes Schmitz und schließlich Ole Keusgen sorgten für einen langen, langen Anlauf bis zur finalen Erfolgsmeldung. Bei der neunten Aktion sorgte Stralkowski für die späte Entscheidung. Die Vorgeschichte dieser Strafecke hatte Benjamin Becker mit dem resoluten Ballgewinn gegen Maximilian Schulz-Linkholt geschrieben. Zuvor hatte erneut Witthaus knapp das Ziel verfehlt (65.) und der Uhlenhorster Abwehrchef Jan Gehlen mit einer Platzwunde an der Augenbraue kurzzeitig den Platz verlassen müssen.

Als der MHC seinen Keeper aus dem Match genommen hatte, fiel der Anschlusstreffer, der den Uhlen die verdiente Kurskorrektur aber nicht mehr nehmen konnte.

HTCU: Reuß – Keusgen, Fürk, Gehlen, J. Meyer, Trompertz, Rabente, Matania, Windfeder, B. Becker, Nitschke, Otto, Fleckhaus, Stralkowski, Rühr, Schmitz

MHC: Walter – Fischer, Held, Prochazka, Haase, Jong-Ho, Hablawetz, Schulz-Linkholt, Meinert, Purps, Nguyen-Luong, Witthaus, Oldhafer, Woesch, Emmerling, Fieber

Tore: 1:0 (29., KE), Stralkowski, 2:0 (67., KE) Stralkowski, 2:1 (69.) Witthaus

Strafecken: 9 (2 Tore)/2 (0 Tore)

Gelbe Karte: Rühr (3.)

Zuschauer: 350

Schiedsrichter: Albrecht (DHC Wiesbaden)/Meißner (Blau-Weiß Köln)

derwesten.de – Gerd Böttner


HTCU lässt viele Chancen liegen

Gute Leistung, wenig Treffer: 2:2 gegen Frankfurt

Ausgerechnet gegen den Liganeuling SC Frankfurt 1880 geriet die Tormaschinerie des Feldhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst bedenklich ins Stottern. Der Vizemeister erarbeitete sich im heimischen Waldstadion ein Übergewicht und etliche Topchancen, doch letztendlich blieb es gegen die tapferen Hessen beim dürftigen 2:2 und damit bei einer weiteren Enttäuschung in einer Kette von Negativerlebnissen.

Nach drei sieglosen Punktspielen gingen die Uhlen mit den besten Absichten die vermeintliche Pflichtaufgabe an. Die Chancen von Jan Fleckhaus und Henning Hüttermann bedeuteten die Ouvertüre, gleich bei der ersten Ecke sorgte Torschützenkönig Thilo Stralkowski mit höchster Präzision für den Tusch. Der HTCU schien auf Kurs, zumal sich gegen die tiefstehenden Frankfurter weitere Möglichkeiten anschlossen.

Vom Spaziergang am Samstag konnte nach dem Ausgleich durch Eckenspezialist Patrick Heller (Torhüter Felix Reuß sah nicht glücklich aus) aber keine Rede mehr sein. Den Uhlen fehlten fortan die zündenden Ideen. Immerhin gab es vor der Halbzeitpause durch Jan Philipp Rabente den Hauch einer Chance.

Mit dem Wiederanpfiff legten die Mülheimer wieder entscheidend zu. Nur noch im Vorwärtsgang, erarbeitete sich der HTCU Chancen quasi im Minutentakt, letztendlich fehlte aber die Genauigkeit oder der glänzende Keeper Moritz Kentmann stand entschlossen im Weg. Bei einem seiner wenigen Vorstöße ging der Aufsteiger zwölf Minuten vor dem Ende durch den erneut zielsicheren Patrick Heller gar in Führung. Gut, dass Stralkowski direkt im Anschluss mit dem Ausgleichstor die Antwort parat hatte. Mehr war gegen die Hessen nicht drin.

HTCU-Trainer André Henning: „Die Mannschaft hat ordentlich bis gut gespielt, zudem hatten wir 70 bis 80 Prozent Spielanteile. Unser Manko war die Cleverness bei der Chancenverwertung.“

Co-Trainer Sven Meinhardt: „Das Bemühen war da, aber da steckt der Wurm drin. Der muss schnell gefunden werden, damit hier wieder vernünftiges Hockey gespielt wird.“

Teammanager Horst Stralkowski: „Wir haben zwei Punkte liegen gelassen.“

HTCU: Reuß – Kamphaus, Keusgen, Fürk, Gehlen, Nitschke, Otto, Trompertz, Rabente, Matania, Hüttermann, Rühr, Fleckhaus, Windfeder, Schmitz, Stralkowski

SCF: Kentmann – Pütz, Bormuth, P. Collot, Grell, D. Heller, Schneider, Zeller, Schmietenknop, A. Schmidt-Opper, Müller, P. Heller, Ph. Collot, Martin, Marin, M. Schmidt-Opper, Brors

Tore: 1:0 (11., KE) Stralkowski, 1:1 (19., KE) P. Heller, 1:2 (58., KE) P. Heller, 2:2 (59.) Stralkowski

Ecken: 6 (1 Tor)/3 (2 Tore)

Schiedsrichter: Albrecht (DHC Wiesbaden)/Breß (UHC Hamburg)

Zuschauer: 250

derwesten.de – Gerd Böttner

Bundesliga-Heimspiele am Wochenende

Bundesligahockey nonstop am Wochenende bei uns am Club: Die 1. Damen starten nun auch zuhause in die Rückrunde der 2. Bundesliga, nachdem der Auftakt in Hannover am letzten Wochenende ja bereits sehr erfolgreich verlaufen ist. Die 1. Herren stehen auch vor wegweisenden Spielen.
Hier die aktuellen Spieltermine zu den Bundesliga-Heimspielen an diesem Wochenende:
Samstag, 21. April
14 Uhr: 1. Damen gegen Großflottbeker THGC (Platz 2)
16 Uhr: 1. Herren gegen SC Frankfurt 1880 (Platz 1)

Sonntag, 22. April
12 Uhr (Achtung – neue Anschlagzeit!): 1. Damen gegen Harvestehuder THC (Platz 2)
14 Uhr: 1. Herren gegen Mannheimer HC (Platz 1)

Für beide Teams geht es um viel an diesem Wochenende – sie zählen auf die Unterstützung der Uhlenhorster Familie!

Zellers Hattrick bringt die Wende

Herren unterliegen Rot-Weiß Köln im Spitzenspiel

Ein Tor geschossen, einen Siebenmeter herausgeholt: Jan Fleckhaus.

Lange sah es danach aus, als würde den jungen Uhlen die Überraschung gegen das Star-Ensemble von Rot-Weiss Köln gelingen. Doch trotz zwischenzeitlicher Führung unterlag der HTC Uhlenhorst den Kölnern mit 3:5. Ein lupenreiner Hattrick von Weltklasse-Stürmer Christopher Zeller sorgte für die Wende in einem mitreißenden Match.

„Insgesamt geht der Sieg der Kölner in Ordnung“, meinte Uhlen-Coach André Henning. „Wir haben nicht so gut verteidigt wie wir uns das vorgenommen hatten. Zudem wies Rot-Weiß die deutlich bessere Eckenquote auf.“ Diese Faktoren sorgten für den Dreier, der die Domstädter auf Rang zwei der Bundesliga festigte, während die Mülheimer auf Platz drei verbleiben.

Die Statistik offenbarte am Ende zwei Problemfelder der Uhlenhorster. Zum einen ließen sie gleich sechs Kurze Ecken zu, von denen auch noch vier von Christopher Zeller beziehungsweise Jan-Marco Montag verwandelt werden konnten. Auf der anderen Seite wies der HTCU nicht annähernd eine solch erfolgreiche Quote auf. Von ebenfalls sechs Ecken fand nur der erste Versuch durch Thilo Stralkowski seinen Weg ins Ziel. Das war die 1:0-Führung, die nach Montags Ausgleich der Mülheimer Jan Fleckhaus wieder ausbauen konnte, nachdem Jan Philipp Rabente sehenswert vorbereitet hatte.

Die Uhlen kamen trotz 2:1-Führung nicht gut aus der Pause, kassierten nach einem Deckungsfehler prompt den Ausgleich. Doch Rabente konnte per Siebenmeter (Foul an Fleckhaus) erneut die Führung erzielen. Mit drei kurzen Ecken in Serie legte Christopher Zeller einen Hattrick hin führte die Wende für sein Team herbei. „Wir sind mit unsere jungen Mannschaft weiterhin in einem Entwicklungsprozess. Trotz der vielen Umstellungen sind wir mit den Kölnern auf Augenhöhe, aber das Duell zeigt auch genau, woran wir noch arbeiten müssen“, erklärte Trainer Henning.

Am kommenden Wochenende gastieren der SC Frankfurt 1880 und der Mannheimer HC im Waldstadion.

Zwischenzeitlich stieß Benjamin Weß in einem Zweikampf unglücklich mit Christopher Rühr zusammen. Der Kölner Nationalspieler erlitt womöglich eine schwere Schulter- bzw. Schlüsselbeinverletzung. Von dieser Stelle wünscht der HTCU seinem ehemaligen Spieler gute Besserung.

HTCU: Felix Reuß, Jan Gehlen, Ole Keusgen, Felix Meyer, Jannik Otto, Daniel Kamphaus, Tobias Matania, Jan Philipp Rabente, Lukas Windfeder, Moritz Trompertz, Johannes Schmitz, Thilo Stralkowski, Jan Fleckhaus, Christopher Rühr, Henning Hüttermann.

Tore: 1:0 Stralkowski (14.), 1:1 J.-M. Montag (16.), 2:1 Fleckhaus (32.), 2:2 Menke (36.), 3:2 Rabente (40./7m), 3:3, 3:4, 3:5 C. Zeller (53./57./70.).

Ein Spiel für die Geschichtsbücher

Uhlen drehen 0:4 gegen Rotterdam – Pech im Penalty

Lukas Windfeder (16) wurde auf Hollands Nationalspieler und Superstar Jereon Hertzberger angesetzt und machte seinen Job fantastisch (Foto: D. Matania).

Es gibt so Spiele, die vergisst man nicht. Vielleicht nie, wenn man selbst auf dem Platz stand. Es gibt so Spiele, die gehen in die Geschichtsbücher ein. Was zunächst nach einer Tragödie aussah, dann ein Thriller wurde und fast in einem Märchen endete, war einer der größten Auftritte, den die junge Mannschaft des HTC Uhlenhorst bislang erlebte. Nach 0:4-Rückstand im Achtelfinale der Euro Hockey League kämpften sich die Mülheimer mit fantastischem Willen zurück ins Match, glichen zum 4:4 aus, verpassten die Sensation durch die unglückliche Niederlage im Penaltyschießen aber denkbar knapp – 8:9.

„Ich bin trotz der Niederlage unheimlich stolz auf mein Team. Wir haben hier herausragenden Charakter gezeigt und waren über viele Phasen der Partie überlegen. Wenn sich ein derart junges Team auswärts vor so einer Kulisse nach einem 0:4-Rückstand zurück ins Match fightet, hat das großen Respekt verdient“, so Trainer André Henning direkt nach dem Spiel. Dabei begann die Partie gut, den Uhlen gehörten die ersten Minuten und die ersten beiden Chancen. Aber nach einem herausragenden Dribbling von Neuseelands Nationalspieler Simon Child ließ er drei Uhlen stehen, knallte den Ball an den Pfosten von da an Jannik Ottos Fuß und von dort ins Tor. Wenige Minuten später ging dem Verteidiger ein Schlenzer durch, den Überzahlkonter ließen sich die Niederländer nicht entgehen, Nick Wilson schoss zum 2:0 für die Gastgeber ein. In der Folge kämpfte sich der HTCU zurück ins Spiel, hatte zwei Kurze Ecken durch Thilo Stralkowski und Johannes Schmitz, die der Keeper beide vereiteln konnte. Stattdessen fiel kurz vor der Pause der dritte Treffer für Rotterdam. Einen Deckungsfehler nutzte erneut Nick Wilson zum 3:0, zuvor hatte Felix Reuß im Kasten der Uhlen sogar einen Siebenmeter gehalten. „Trotzdem  haben wir in der ersten Halbzeit wirklich sehr ordentlich gespielt und 0:3 zurückgelegen, weil Rotterdam eine nahezu perfekte Chancenauswertung hatte, unsere kleinen Fehler im Stile einer Spitzenmannschaft eiskalt nutzte und uns vorne zunächst, auch bei den ersten Ecken, das Glück fehlte“, sagte Coach Henning. „In der Pause haben wir uns trotz des hohen Rückstandes geschworen dieses Spiel bis zur letzten Sekunde durchzuziehen und Europa zu zeigen, was wir können. Das ist in beeindruckender Manier gelungen.“

Vorgenommen hatten sich die Mülheimer, dass sie unbedingt das erste Tor des zweiten Durchgangs schießen wollten.  Diese Hoffnung dauerte drei Minuten an, ehe, na klar, erneut Nick Wilson mit seinem dritten Treffer des Tages das 4:0 nach einem Konter erzielte. Doch der Widerstand der Mülheimer war nicht gebrochen. Thilo Stralkowski tankte sich durch den Kreis, Jannik Otto staubte ab: 1:4 – die Initialzündung zu einer Aufholjagd wie sie selbst in der EHL, die schon einige verrückte Duelle erlebt hat, wohl einmalig ist. Es ging direkt weiter: Anstoß, Ball erobert, Tobias Matania, der ein starkes Spiel als Regisseur machte, bedient Stralkowski, der nicht lange fackelt – 2:4. Zwei Treffer innerhalb von 60 Sekunden, welch ein Comeback.

Vier Minuten später. Die Uhlenhorster schnüren die Holländer im eigenen Kreis ein, Gehlen bringt den Ball in den Kreis, Jannik Otto bedient Jan Fleckhaus am langen Pfosten, der die Kugel ins Tor lenkt – 3:4! Innerhalb von fünf Minuten waren die Uhlen zurück, mit derselben Kaltschnäuzigkeit wie der HCR zuvor in Führung gegangen war. „In der zweiten Halbzeit haben wir Rotterdam vor eigenem Publikum phasenweise an die Wand gespielt“, war Trainer André Henning beeindruckt.

Die Marschroute war nun ruhig weiter zu spielen, keinen Konter zu kassieren. Die Geduld zahlte sich aus. Simon Child konnte Tobias Matania im eigenen Viertel nur mit einem Foul halten – Kurze Ecke Nummer vier für Mülheim (zuvor hatte Matania selbst knapp vorbei geschossen). Der letzte Versuch saß: Stralkowski netzte ein – 4:4 -, die Uhlen hatten das Unmögliche möglich gemacht.

Selbst von zwei Niederländern nicht zu halten: Benedikt Fürk zeigte eine überragende Leistung (Foto: D. Matania).

In der Verlängerung gab es noch eine dicke Chance für Christopher Rühr, der am überragend parierenden Pirmin Blaak im Tor der Gastgeber scheiterte. Im Penaltyschießen dauerte es bis zum 14. Schützen, ehe Rotterdam die Entscheidung in einer denkwürdigen Partie erzwungen hatte weil Blaak gegen Fürk hielt, der zuvor eines der besten Spiele seiner jungen Karriere als überragender rechter Verteidiger abgeliefert hatte.

„Letztendlich war es ein fantastisches Match zwischen zwei großartigen Mannschaften. Uns macht dieses Spiel viel Mut und motiviert uns bald auf die europäische Bühne zurückzukehren. Für unser Debüt war das eine begeisternde Vorstellung“, so André Henning.

HTCU: Felix Reuß, Björn Brinkmann, Jan Gehlen, Ole Keusgen, Benedikt Fürk, Jannik Otto, Felix Meyer, Daniel Kamphaus, Tobias Matania, Jan Philipp Rabente, Lukas Windfeder, Moritz Trompertz, Jan Nitschke, Johannes Schmitz, Thilo Stralkowski, Jan Fleckhaus, Christopher Rühr, Henning Hüttermann.

Tore: 1:0 Otto (5./Eigentor), 2:0 Wilson (7.), 3:0 Wilson (34.), 4:0 Wilson (38.), 4:1 Otto (40.), 4:2 Stralkowski (40.), 4:3 Fleckhaus (44.), 4:4 Stralkowski (67./KE).

Europas Vorhang öffnet sich

Samstag EHL-Achtelfinale in Rotterdam

Felix Meyer hofft auf einen Einsatz am Samstag nach überstandener Verletzung.

Vorhang auf. Der HTC Uhlenhorst begibt sich endgültig zurück auf die große europäische Hockey-Bühne. Am Samstag steigt das lang ersehnte Achtelfinale der Euro Hockey League. Beim größten Clubwettbewerb der Welt erwischten die Uhlen das Traumlos: Um 14.30 Uhr geht es gegen den Gastgeber HC Rotterdam.

Über 3.000 Zuschauer passen in das Stadion am Hazelaarweg in Rotterdam. Die Veranstalter rechnen mit einem vollen Haus, wenn Deutschlands aktueller Vize-Meister auf den souveränen Tabellenführer der niederländischen Hoofdklasse trifft. Das Team um die holländischen Stars Jeroen Hertzberger, Roderick Weusthof und Robert van der Horst sowie die neuseeländischen Nationalspieler Simon Child und Nick Wilson hat seine Top-Form zuletzt eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Im Spitzenspiel der ersten Liga wurde der Tabellenzweite Pinoké mit 3:2 besiegt. Eine Woche zuvor gewann das Team von Coach Reinoud Wolff im Wagener-Stadion beim Top-Team aus Amsterdam (mit Taeke Taekema) mit 7:6; es war ein „ganz normales“ Spiel über 70 Minuten, bei dem Rotterdam sechs Treffer aus dem Spiel heraus erzielte.

„Das beweist, für alle, die es noch nicht wussten, was für eine Qualität in der Offensive von Rotterdam steckt“, sagt Mülheims Trainer André Henning. Nach dem 4:4 in Krefeld und der 1:2-Niederlage beim Harvestehuder THC gehen die Uhlen mit weniger erfreulichen Ergebnissen ins K.O.-16-Turnier. „Wir wissen Bundesliga und EHL aber zu trennen. Auf dieses Ereignis haben wir viele Jahre hingearbeitet, da werden wir uns nicht von kurzfristigen Ereignissen aus der Bahn werfen lassen. Dennoch ist Rotterdam mit seinem Starensemble natürlich klarer Favorit.“

Beim HTCU sind alle Spieler an Bord. Jan Fleckhaus hat eine Prellung am Fuß mit aus Hamburg nach Hause gebracht. Felix Meyer laboriert an einer Muskelverhärtung. Bei beiden sieht es aber so aus, als würde es für einen Einsatz im Stadion am Hazelaarweg reichen. Henning: „Für uns ist es der erste große Auftritt auf internationaler Bühne als erneut stark verjüngtes Team. Für uns wird es eine interessante Erfahrung.“ Nach den Abgängen von Niklas Rieger und Philip Meyer werden mit Lukas Windfeder, Henning Hüttermann und Moritz Trompertz am Samstag gleich drei 16-Jährige ihr Debüt auf internationalem Parkett feiern. Das Team hat einen Altersschnitt von 21 Jahren. „Das sollte die Erwartungshaltung ins rechte Licht rücken“, meint Henning. „Mit der Unbekümmertheit dieser Außenseiterrolle im Rücken, werden wir natürlich all unsere Stärken in dieses Match stecken. Ein Duell gegen einen solchen Gegner – bei dieser Kulisse mit außergewöhnlicher Atmosphäre – kann jedem Spieler einen enormen Entwicklungssprung verschaffen. Den werden wir mitnehmen. Wenn jeder an seinen Jobs festhält, wird es so oder so ein tolles Erlebnis für uns alle.“

Sollte die Überraschung glücken, geht es bereits am Montag (Anstoß 14:30 Uhr) weiter. Dann treffen die Uhlenhorster, ebenfalls in Rotterdam, auf den Sieger der Partie zwischen dem East Grinstead Hockey Club und CA Montrouge (Frankreich). Die Engländer sind in ihrem Achtelfinale klar favorisiert und gehören einmal mehr zum Kreis der Titelkandidaten.

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HTCU lässt viele Chancen liegen

Unglückliches 1:2 beim Harvestehuder THC

Nach dem Blitzstart vor einer Woche im eigenen Haus hat den HTC Uhlenhorst in der Feldhockey-Bundesliga der Alltag eingeholt. Vor dem EHL-Auftritt am Ostersamstag in Rotterdam setzte es nach dem Remis am Freitag in Krefeld am Sonntag mit dem 1:2 beim Harvestehuder THC in einem engen und spannenden Match die vierte Saisonniederlage. Die beiden Rivalen sitzen dem Tabellendritten HTCU, der an der Alster über seine schlechte Chancenverwertung stolperte, nun dicht im Nacken.

Beim Nord-West-Gipfel in der Hansestadt erwischten die Mülheimer einen Start nach Maß, als Eckenspezialist und Nationalstürmer Thilo Stralkowski gleich bei der ersten Gelegenheit beherzt zulangte. In der Folgezeit entwickelte sich eine temporeiche Partie, in der die Schusskreis-Aktionen allerdings rare Ware blieben. Möglicher Knackpunkt war die 28. Spielminute, in der Tobias Matania nach einem Konter und 3:1-Überzahl nicht zum Abschluss kam. „Das 2:0 hätte uns gut getan“, meinte HTCU-Trainer André Henning später. Aber es kam noch übler. Mit dem Pausenpfiff glich Michael Körper per Strafecke aus. „Nach einer ordentlichen Halbzeit von uns war der Ausgleich nicht verdient“, so Henning.

Nach dem Seitenwechsel häuften sich bei den Gästen die Chancen, aber auch die Fehlversuche. Direkt nach dem Wiederanpfiff stand Christopher Rühr völlig frei, doch seine Rückhand verfehlte knapp das Ziel. Und weiter ging’s im einseitigen Takt. Am langen Pfosten brachte Johannes Schmitz das Zuspiel von Stralkowski nicht über die Torlinie (45.), und als die Hamburger nach Körpers zweiter Ecke gar führten, vergaben der junge Henning Hüttermann (64.) und Schmitz (69.) die Chance zum Ausgleich. Dass die Uhlen von ihren fünf Ecken nur eine einzige verwandelten, passte ins trübe Bild.

„Die Leistung war besser als am Freitag in Krefeld. Das war nicht die Glanzleistung des Jahres, aber aufgrund unserer Chancen hätte es reichen müssen. Die Hamburger haben einige Ecken von den Schiedsrichtern geschenkt bekommen“, zog Henning nach ertraglosen Reise in den Norden Bilanz. „Wir haben weiterhin eine super Ausgangslage. In den vier Spielen nach der Pause hatten wir Höhen und Tiefen, aber die sieben Punkte sind okay. Bisher hat uns kein Team an die Wand gespielt. Mit der Entwicklung der Mannschaft bin ich nicht unzufrieden. Wir haben einen Altersdurchschnitt von 21 Jahren, einige Spieler sind absolute Bundesliga-Neulinge. Wir sind auf einem guten Weg, wiewohl wir unsere Hausaufgaben machen müssen. Jetzt freuen wir uns auf die EHL. Da wartet in Rotterdam eine ganz andere Hockeywelt auf uns.“

HTCU: Reuß – Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus, Nitschke, Matania, Rabente, Windfeder, Trompertz, Fleckhaus, Stralkowski, Rühr, Hüttermann, Schmitz

Tore: 0:1 (5., KE) Stralkowski, 1:1 (35., KE) Körper, 2:1 (60., KE) Körper

Ecken: 4 (2 Tore)/5 (1 Tor)

Schiedsrichter: Lubrich (Ludwigshafen)/Löffler (Berlin)

Zuschauer: 300

derwesten.de – Gerd Böttner

Uhlen geben Führung aus der Hand

4:4 in Krefeld – Sonntag in Hamburg

HTCU-Torjäger Thilo Stralkowski erzielte zwei Treffer in Krefeld. Zum Sieg reichte es jedoch nicht. Archivfoto: Wojtyczka

Auch die Hockeymannschaft des HTC Uhlenhorst hat es nicht geschafft, dem Crefelder HTC in der Feldsaison 2011/12 die erste Heimniederlage beizubringen. Dabei hatte es bei einem Zwischenstand von 1:4 stark nach einem Mülheimer Auswärtssieg ausgesehen. Aber die Krefelder schafften vor 300 Zuschauern auf der Anlage an der Hüttenallee noch den Ausgleich zum 4:4 (1:3)-Endstand.

„Das war eine mäßige bis schwache Leistung von unserer Mannschaft. Wir sind den Gegenspielern oft hinterhergelaufen. Die Partie hat doch noch einige Schwächen offenbart. Diese werden wir uns ansehen und ansprechen“, sagte André Henning. Der Trainer des Bundesliga-Dritten wird das Geschehene analysieren und hat nach der Vorstellung am Freitagabend Gesprächsbedarf.

In der zweiten Minute waren die Mülheimer noch nicht richtig bei der Sache. Der Krefelder Niklas Wellen lauerte am langen Pfosten und hatte keine Mühe, aus kurzer Distanz den 1:0-Führungtreffer zu erzielen. Nur eine Minute später glich HTCU-Stürmer Thilo Stralkowski mit seinem 20. Saisontreffer zum 1:1 aus. Christopher Rühr, nach einem feinen Solo (15.), und Johannes Schmitz, auf Rückhand-Pass von Benedikt Fürk (28.), sorgten für eine Uhlenhorster 3:1-Pausenführung. Henning: „Es war schon etwas glücklich, dass wir in der ersten Halbzeit nur einen Gegentreffer kassiert haben.“

Per Strafecke erhöhte Thilo Stralkowski in der 48. Minute auf 4:1. Nun schien es so, als sei die Partie entschieden. Aber die Uhlen ließen sich von den beherzt spielenden Gastgebern in die eigene Hälfte drängen. Lars Conzendorf (49.), Tobias Bergmann (55.) und Tim Blasberg (66.) stellten mit ihren Treffern tatsächlich noch den Gleichstand her.

Am Sonntag steht für die Mülheimer das nächste Spiel an. Per Flieger geht es nach Hamburg. Dort trifft der HTCU um 13.30 Uhr auf der Anlage Winterhude auf den Harvestehuder THC.

Tore: 1:0 Wellen (2.), 1:1 Stralkowski (3.), 1:2 Rühr (15.), 1:3 Schmitz (28.), 1:4 Stralkowski (48., kurze Ecke), 2:4 Conzendorf (49.), 3:4 Bergmann (55.), 4:4 Blasberg (66.)

HTCU: Reuß – Gehlen, Keusgen, Fürk, Otto, Kamphaus – Trompertz, Matania, Rabente, F. Meyer, Nitschke – Hüttermann, Stralkowski

derwesten.de – Marcus Lemke

Henning hat die Qual der Wahl

Herren heute (19.30) in Krefeld zu Gast

Das erste Meisterschafts-Wochenende 2012 hat Spaß gemacht. Nun gastieren die Mülheimer am Freitagabend beim Crefelder HTC an der Hüttenallee. Foto: Wojtyczka

Bei der Fortsetzung der Bundesligasaison 2011/12 haben die Hockeyspieler des HTC Uhlenhorst am vergangenen Wochenende vollauf überzeugt und mit zwei Siegen gegen den Club an der Alster (3:0) und den UHC Hamburg (4:3) auf sich aufmerksam gemacht. Auch an diesem Wochenende tragen die Mülheimer zwei Meisterschaftsspiele aus. Der Doppelpack beginnt bereits am Freitagabend in Krefeld.

Ab 19.30 Uhr stehen sich auf dem Kunstrasenplatz an der Hüttenallee der Crefelder HTC und der HTCU gegenüber. Fehlen wird auf Seiten der Gastgeber einer der wichtigsten Spieler. Alan Butt hat sich eine Woche vor der Saisonfortsetzung in einem Testspiel einen komplizierten Daumenbruch zugezogen. „Den Ausfall eines solchen Spielers müssen wir erst einmal verdauen. So einfach kompensieren können wir das auf jeden Fall nicht“, sagte CHTC-Trainer Matz Mahn, als er die Hiobsbotschaft erfahren hatte. Janick Eschler und Christian Tanck sind wieder ins Mannschaftstraining eingestiegen. Peter Dobsen hingegen muss wohl wegen seiner in Neuss erlittenen Verletzung noch zuschauen.

Trotz der Personalsorgen wollen sich die Krefelder für die 2:6-Hinspielniederlage in Mülheim revanchieren. Sie haben das Saisonziel angesichts des guten fünften Tabellenplatzes mittlerweile nach oben korrigiert. Der Crefelder HTC will sich für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifizieren.

Auch der Uhlenhorster Trainer zieht vor dem nächsten Gegner den Hut. „Die Krefelder haben mich positiv überrascht. Sie spielen eine gute Rolle und die Partie ist richtungsweisend, wenn es darum geht, sich für das Final Four zu qualifizieren. Wenn wir dort gewinnen, distanzieren wir einen direkten Konkurrenten. Aber die Aufgabe ist schwer. Der Gegner hat auch einige starke U21-Nationalspieler in seinem Kader“, sagt André Henning, der auf die Heimstärke der Krefelder verweist. Diese haben in der laufenden Saison vor eigenem Publikum noch keine Niederlage hinnehmen müssen.

Angesichts der starken Vorstellungen am vergangenen Wochenende gegen die Hamburger Mannschaften fahren die Uhlen allerdings auch mit einer Menge Selbstvertrauen nach Krefeld. Henning: „Wir sind gut drauf. Das wissen wir schon seit dem letzten Tag bei unserem Sparkassen-Cup.“

Der Trainer hat die Qual der Wahl. Nach den Zugängen aus der eigenen Jugend stehen ihm nach eigener Aussage 19 bis 20 Spieler zur Verfügung. Die Nominierung des Aufgebotes erfolgt kurzfristig. Alle Uhlen sind fit und wollen in Krefeld auflaufen.

derwesten.de – Marcus Lemke

Mitreißender Schlagabtausch

HTCU besiegt UHC in hochklassigem Match 4:3

Ole Keusgen (re.) erzielte nach unwiderstehlichem Solo ein Traumtor. Auch Jan Fleckhaus konnte sich mit feinem Treffer in die Torschützenliste eintragen.

An diesem wunderhübschen Frühlingstag fügten sich die Dinge nahtlos zusammen. Bei Kaiserwetter lieferten sich die Uhlenhorst-Klubs ein intensives Spiel auf höchstem Niveau und damit in seiner strahlend-sten Ausrichtung. Mit dem hart umkämpften 4:3-Sieg gegen den UHC Hamburg festigte Feldhockey-Bundesligist HTCU seinen Platz in der Spitzengruppe und verwies am Sechs-Punkte-Wochenende ohne Umschweife auf seine Ambitionen.

Im zweiten Hamburger Akt (mit acht Nationalspielern hüben und drüben) schafften es die Gastgeber zunächst nicht, den Faden vom Vortag aufzunehmen. In der ersten Viertelstunde passte wenig zusammen und plötzlich hieß es Vorteil UHC. Den von den Schonern von Torwart Felix Reuß abgeprallten Ball nahm Carl Alt dankbar auf. Und dass die Uhlen nicht schon ganz alt aussahen, verdankten sie ihrem Keeper. Als Jonas Fürste frei zum Schuss kam, behielt Reuß die Ruhe und machte sich ganz breit (18.).

Nach einer ordnenden Auszeit von Trainer André Henning kam der HTCU, bei dem zuvor der letzte Pass nicht gekommen war, in die Spur. Jannik Otto (19.) und Lukas Windfeder (20.) boten sich die ersten Chancen, wenig später meldete der zuvor unglücklich agierende Jan Fleckhaus (nach Traumpass von Thilo Stralkowski) mit dem Ausgleich Vollzug.

Das Duell West gegen Nord nahm nun richtig Fahrt auf. Tobias Matania traf den Pfosten (27.) und in der 31. Minute vollbrachte Reuß gegen Marco Miltkau die nächste große Tat. Kurz vor der Pausensirene hieß es Vorteil für die Uhlen, als Johannes Schmitz die erste Strafecke zielgerichtet versenkte.

Die erste, mit allen Unterhaltungsdetails ausgestattete erste Halbzeit sollte aber noch getoppt werden. Nach dem unaufhaltsamen Solo und dem cool erzielten 3:1 von Abwehrspieler Ole Keusgen schien der HTCU auf der sicheren Seite zu sein. Doch dann ging die Post erst richtig ab. Florian Fuchs erzielte den Anschlusstreffer, postwendend gab Jannik Otto die richtige Antwort. Und nach dem verwandelten Siebenmeter von Nationalspieler Moritz Fürste mussten die Gastgeber noch elf lange Minuten ganze Arbeit verreichten. In das Hamburger Powerplay fielen die letzen Chancen durch Kapitän Stralkowski (Kurze Ecke) und Christopher Rühr.

derwesten.de – Gerd Böttner

HTCU: Reuß – Keusgen, Fürk, Gehlen, J. Meyer, F. Meyer, Matania, Rabente, Otto, Windfeder, Fleckhaus, Trompertz, Rühr, Stralkowski, Schmitz

UHC: Jacobi – Kapaun, Breitenstein, Simon, Falcke, J. Fürste, Nevado, Linnekogel, Korn, Perdoni, M. Fürste, Miltkau, Fuchs, Müller, Swiatek, Alt

Tore: 0:1 (15.) Alt, 1:1 (23.) Fleckhaus, 2:1 (34., KE) Schmitz, 3:1 (45.) Keusgen, 3:2 (58., KE), Fuchs, 4:2 (59.) Otto, 4:3 (59., Siebenmeter) M. Fürste

Strafecken: 3 (1 Tor)/4 (1 Tor)

Gelbe Karten: Stralkowski (70.)/Fuchs (70.)

Zuschauer: 450

Schiedsrichter: Gerwig/Zysk

Uhlenhorster Talentshow gegen Alster

Meister 3:0 bezwungen – Youngster mit gelungenem Debüt

Erstes Spiel, erster Angriff, erstes Tor. Lukas Windfeder traf bei seinem Debüt und überzeugte genau wie Henning Hüttermann und Moritz Trompertz.

Als die jugendliche Welle schwappte, hat sich der Meister gründlich verschluckt. Nicht zuletzt dank tatkräftiger Mithilfe seiner drei 16-Jährigen Lukas Windfeder, Moritz Trompertz und Henning Hüttermann, die im April in die A-Jugend rücken, mit einer Sondergenehmigung aber am Samstag im Waldstadion ihren Bundesliga-Einstand gaben, startete der HTC Uhlenhorst mit einem souveränen 3:0-Sieg gegen den Club an der Alster. Die Uhlen brachten dabei das Kunststück fertig, nicht eine ihrer sieben Ecken im Tor der Hanseaten unterzubringen.

Auf dem Weg zum erhofften Startsieg war dem HTCU zunächst das Glück hold. Kaum hatte Frederik König bei der ersten Offensivaktion des Tabellenletzten den Pfosten getroffen, da stand es schon 1:0 für die Mülheimer. Als Sebastian Biederlack unfreiwillig Windfeder bediente, nutzte das Toptalent seinen Freiraum und feierte beim Einstand gleich sein Tordebüt.

Fortan marschierten die Uhlen, doch Tor Nummer zwei wollte partout nicht fallen. Dafür häuften sich aus HTCU-Sicht in der Schwächephase am Ende der ersten Halbzeit die Aufreger. Wieder war viel Dusel im Spiel, als Stefan Witte und Daniel von Drachenfels innerhalb weniger Sekunden den Pfosten trafen.

Auf dem Weg zum erlösenden zweiten Treffer nahmen die dominierenden Uhlen einen Umweg. Ecke um Ecke blieb von den Etablierten ungenutzt, was sich bei Chancen aus dem Spiel wiederholte. Die Jungen sorgten schließlich für freie Fahrt, als nach einer Kombination Trompertz/Hüttermann Letzterer gelegt wurde. Jan Philipp Rabente verwandelte den Siebenmeter sicher. Nach weiteren Topchancen setzte Tobias Matania den Schlusspunkt.

„Wir haben gut gestanden und wenig zugelassen. Das ist die Basis. Wir hatten viele Chancen und haben auch ohne Ecke klar gewonnen. Die jungen Spieler hatten einen Supereinstand. Das war große Klasse“, freute sich Trainer André Henning.

derwesten.de – Gerd Böttner

HTCU: Reuß – Keusgen, Gehlen, Fürk, Matania, Rabente, F. Meyer, Otto, Fleckhaus, Nitschke, Trompertz, Windfeder, Hüttermann, Schmitz, Stralkowski, Rühr

Alster: Jessulat – J. Fröschle, P. Fröschle, Weidemann, Müller, Rentrop, Ress, Hentschel, von Drachenfels, Witte, Biederlack, Reimann, Witthaus, Knüpfer, Wolbers

Tore: 1:0 (6.) Windfeder, 2:0 (49., Siebenmeter) Rabente, 3:0 (68.) Matania

Strafecken: 7 (0 Tore)/2 (0 Tore)

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Gerwig/Zysk