Archiv für die Kategorie „HERREN“
Spielverlegung: Dienstag bei RW Köln
Bundesliga-Spitzenspiel wird vorgezogen

Jan Nitschke (r.) im Duell mit Kölns Eike Bumb (Foto: C. Windfeder).
Bereits am kommenden Dienstag, dem 22.11., treten die Herren des HTC Uhlenhorst zum Rückspiel bei Rot-Weiss Köln an. Anstoß in der RWK-Halle (Roman-Kühnel-Weg) ist um 20:30 Uhr. Da die Champions Trophy in Neuseeland während des ursprünglich angesetzten Termins am 3. Dezember stattfindet, einigten sich beide Seiten auf eine Verlegung. Die Kölner müssten sonst auf fünf Spieler verzichten, die von Bundestrainer Weise nominiert wurden (Weinhold, Menke, T. Weß, B. Weß, Montag), vom HTC Uhlenhorst gehen Thilo Stralkowski, Benedikt Fürk, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania in Auckland an den Start.
Diese vier Stammspieler werden beim Hallen-Meisterschaftsspiel des HTCU am 10. Dezember in Neuss allerdings fehlen. Die Neusser haben einer Spielverlegung nicht zustimmen wollen: Sie hätten unter der Woche keinen Trainer zur Verfügung und bekämen keine Mannschaft zusammen, so die Begründung.
Derbyfieber grassiert
Freitagabend Lokalduell in der RWE-Halle

Grund zum Jubeln, nicht nur für Tobi Matania, soll es auch im Derby wieder geben.
Die RWE-Sporthalle ist am Freitag (Spielbeginn 19.30 Uhr) Schauplatz eines aus lokaler Sicht historischen Ereignisses. Nach jahrzehntelanger Pause lebt in der Hallenhockey-Bundesliga das Stadtderby zwischen Gastgeber Kahlenberger HTC und dem HTC Uhlenhorst wieder auf. Dass die Stadt dem Duell seit Tagen entgegenfiebert, gilt als untrüglicher Hinweis darauf, dass die Zuschauer auf dieses Angebot förmlich fliegen.
„Nein, Probleme mit dem Schlaf habe ich nicht, aber ich bin aufgeregt und freue mich riesig auf dieses Spiel gegen die alten Mitspieler, die ich alle zu meinen Freunden zähle. Das ist etwas ganz Besonderes“, blickt KHTC-Spielertrainer Tim Leusmann, unter dessen Regie die Kahlenberger auf dem Feld und unter dem Hallendach richtig Fahrt aufgenommen haben, auf diesen speziellen Tag und die Begegnung mit seiner sportlichen Liebe. Mit drei Jahren hat der heute 35-Jährige am Uhlenhorst mit dem Hockey begonnen. In den folgenden Jahrzehnten erlebte er im Quellgebiet Höhen und Tiefen mit drei deutschen Meisterschaften, zwei Europapokal-Siegen, unzähligen Bundesligaspielen und dem bitteren Abstieg.
Keine Frage, der gute Start mit dem Sieg gegen Neuss und der knappen Niederlage in Düsseldorf hat den Aufsteiger zusätzlich angeschoben. „Die Jungs bereiten sich auf jedes Spiel hochmotiviert vor. Aber im Training hast du gesehen, dass die Partie gegen den HTCU auch für sie etwas Besonderes ist. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, werden um jeden Zentimeter kämpfen und um unser Leben rennen. Dies mit sportlichen Mitteln und in einem fairen Spiel, davon gehe ich fest aus. Ganz klar, Uhlenhorst ist klarer Favorit, wir müssen schon einen sehr guten Tag erwischen und hoffen auf einen guten Start“, sagt Leusmann, in dem immer noch die Eule wohnt. „Ich freue mich, wenn die Jungs gewinnen. Das gilt selbstverständlich nicht in einem Spiel gegen uns.“ Mit Blick auf die eigene Sache muss die Liebe auch einmal anhalten.
Für den Uhlenhorster Trainer André Henning war in dieser Woche primär wichtig, dass seine Nationalspieler Benedikt Fürk, Jan Philipp Rabente, Tobias Matania und Thilo Stralkowski (für den am Mittwoch gleich der praktische Teil der Pilotenausbildung begonnen hat) unverletzt vom DHB-Lehrgang in Köln zurückgekehrt sind. Freilich mit den bekannten Folgen: „Die sind regelrecht kaputt, Jan Philipp würde sich am liebsten die Beine abschrauben. Es ist abzuwarten, wie es mit der geistigen und körperlichen Frische aussieht. Natürlich war das ohne die vier am Dienstag beim Training auch nicht so toll,“ so der Trainer der Uhlen, die am ersten Wochenende in den Spielen gegen Krefeld und Köln souverän die Tabellenführung übernommen haben.
Dass das Fell des Bären bereits vor dem Anpfiff verteilt ist, davon will Henning, der weiterhin auf seinen Abwehrroutinier Jan Gehlen (nach Kieferbruch) verzichten muss, rein nichts wissen. „Natürlich gelten wir als Favorit und wenn wir es schaffen, unsere Qualität abzurufen, müssen wir das Spiel gewinnen. Das gilt auch vor dem Hintergrund, dass wir in die Play-Offs wollen. Aber Vorsicht, die Kahlenberger sind weder Kanonenfutter noch der Abstiegskandidat Nummer eins. Deshalb haben mich die Ergebnisse am Wochenende auch nicht überrascht. Der KHTC ist stark genug, die Liga halten zu können. Das wird ein enges Spiel und es ist utopisch, von einem Schützenfest auszugehen“, so der HTCU-Coach. Der auf weitere Aspekt verweist: „Für die Kahlenberger Anhänger ist das ein herausragendes Spiel. Die Farbe Blau wird in der RWE-Sporthalle in der Überzahl sein. Und für uns ist es ein ganz neues Gefühl, Gast in der eigenen Stadt zu sein. Damit muss du erst einmal klar kommen.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Galavorstellung der Uhlen
8:5 gegen Rot-Weiss Köln

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die Uhlen bejubeln das 8:5 gegen Köln.
Die Bedenken waren bei HTCU-Trainer André Henning angesichts der unterirdisch kurzen Vorbereitung auf die Hallenrunde groß. Entsprechend groß war beim Coach die Freude über den makellosen Start in die Saison. Dem Erfolg am Freitag in Krefeld ließen die Uhlen am Sonntag in der Harbecke-Sporthalle den genussreichen 8:5-Erfolg in einem begeisternden und mitreißenden Westduell gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten Rot-Weiss Köln folgen. Die Hochgeschwindigkeits-Uhlen sind auf Kurs, lautete die frohe Botschaft an diesem unfreundlichen Novembertag.
Es war edel angerichtet vor 500 Zuschauern. Für die geballte Prominenz standen hüben und drüben fünf aktuelle Feldeuropameister, bei den Uhlen fehlte mit Jan Gehlen (nach Kieferbruch) nur noch ein Stammspieler, nachdem sich Turbanträger Jannik Otto (nach Platzwunde) pünktlich zum immergrünen Westschlager zurückgemeldet hatte.
Dass die Domstädter durch Eike Bumb in Führung gehen durften, verdankten sie einer der ganz, ganz wenigen Schläfrigkeiten der Uhlenhorster. Ansonsten präsentierte sich der Freiluft-Vizemeister in der betont hellwachen Ausrichtung. Nationalspieler Thilo Stralkowski, Torschütze und Ideengeber in Personalunion, griff gleich bei der ersten Ecke zu, Angreifer Johannes Schmitz erzielte die erste Führung, Stralkowski stockte mit der nächsten filigranen Ecke auf. Die Mülheimer spielten sehr konzentriert, passsicher und wenn er einmal gefragt war, war Keeper Felix Reuß gegen Jan-Marco Montag (21.) und Marcel Meurer (23.) mit Bierruhe zur Stelle. Aber auch der Kollege Max Weinhold stellte bei den Chancen von Schmitz (23.) und Ole Keusgen (27.) seine Klasse unter Beweis. Der einzige Reuß-Fehler wurde dann aber prompt bestraft. Ohne Not verließ er das Tor, der Treffer von Benjamin Weß von der linken Seite bedeutete großes Handwerk.
Direkt nach dem Wechsel stellte Benjamin Fürk, auf dem in der Folgezeit der Scheinwerfer ruhen sollte, den alten Zwei-Tor-Vorsprung wieder her. Die Kölner nutzen ihrerseits die folgende kleine Schwächephase des HTCU durch Christoph Menke und Joshua Delarber (nach Fürk-Fehler) zum Ausgleich. Dem Doppelschlag der Kölner folgte der nächste und wegweisende der Mülheimer. Mit dem sehenswerten Treffer zum 5:4 machte Fürk seinen Patzer gut und bediente direkt im Anschluss goldrichtig den Kollegen Schmitz: 6:4. Sieben auf einen Streich hieß es schließlich durch Tobias Matania. Die Vorentscheidung in einem mitreißenden Match.
derwesten.de – Gerd Böttner
Uhlen bewahren die Ruhe
8:7 in Krefeld – Sonntag Heimspiel gegen RW Köln

Schlüssel zum Sieg: Die gute Eckenverteidigung um den sehr guten Keeper Felix Reuß.
Mission erfüllt. Und dies gleich mit doppeltem Erfolg. Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst ist am Freitagabend mit dem 8:7-Sieg beim Crefelder HTC in die neue Saison gestartet und hat nach der bitteren Niederlage in der Vorsaison, die die Viertelfinal-Teilnahme gekostet hat, die Rechnung letztendlich cool und clever beglichen. „So sind diese Spiele schon oft verlaufen, ausnahmsweise waren wird diesmal erfolgreich“, sagte Trainer André Henning.

Tobias Matania überzeugte in der Abwehr.
Auch ohne die verletzten Stammspieler Jan Gehlen und Jannik Otto machten die mit ganz kurzer Vorbereitung ins Rennen gegangenen Mülheimer die erste Halbzeit zur Chefsache. Die Führung von Europameister Oskar Deecke glich HTCU-Kapitän Jan Philipp Rabente umgehend aus, bis zur 22. Minute zogen die sehr gut agierenden und konzentrierten Gäste auf 4:1 davon. „Die Krefelder hatten nur diese beiden Dinger, wobei der zweite Gegentreffer kurz vor der Halbzeit aus einem unnötigen Ballverlust resultierte. Wir hätten unbedingt deutlicher führen müssen“, so Henning.
Nach der 6:2-Führung durch den jungen Stürmer Christopher Rühr bekam die Partie in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht. Der CHTC presste mit Erfolg und machte viel Betrieb, die Uhlenhorster präsentierten sich hingegen schwankend, kassierten ungeschickt zahlreiche Ecken und fingen sich Kontertore. „Dass wir nicht stabil genug sind, bleibt eine Baustelle,“ meinte Henning. Andererseits ging die Coolness trotz der Fehler, die zu den Gegentoren führten, nicht verloren. Die Treffer durch Tobias Matania zum 7:4 und durch Johannes Schmitz zum 8:6 fielen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Dafür, dass wir offensiv kaum stattgefunden haben, sind unsere vier Tore schon sehr erstaunlich“, hieß es.

Auf dem Weg zum ersten Tor: Jan Philipp netzt per Lupfer.
Nach dem Anschlusstor zwei Minuten vor Schluss brachten die Uhlen den Vorsprung über die Zeit und feierten einen Start nach Maß. „Ich bin zufrieden, dieser Erfolg wird uns zusätzlichen Schwung geben. Nach der kurzen Vorbereitung war es nicht leicht, so reinzukommen“, sagte Henning. „Das war wieder eine ganz knappe Kiste, aber wir haben völlig verdient gewonnen,“ freute sich Manager Horst Stralkowski.
derwesten.de – Gerd Böttner
Am Sonntag (16 Uhr) steigt das erste Heimspiel. Gast in der Harbecke Halle ist Rot-Weiss Köln.
Unter erschwerten Bedingungen
Freitag Hallenstart in Krefeld – Sonntag kommt Köln

Kapitän Jan Philipp Rabente
Was zuletzt mit Eigenverschulden nicht gelang, soll diesmal unbedingt nachgeholt werden. In der am Freitag (20 Uhr) mit der Auswärtspartie beim Crefelder HTC beginnenden Hallensaison gilt die Qualifikation für das Viertelfinale am 7. Januar beim Bundesligisten HTC Uhlenhorst als Ziel.
Für die Uhlenhorster gilt unter dem Hallendach Nachholbedarf. Auf dem Feld mit 16 deutschen Meisterschaften die nationale Institution schlechthin, gelten in der Halle ungleich bescheidenere Zahlen. Beim Gründungsmitglied (die Bundesliga wurde 1973 aus der Taufen gehoben) steht allein die Meisterschaft im Jahr 1987 zu Buche. 2010 scheiterten die Mülheimer bei der Endrunde in Berlin im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Mannheimer HC.
In der zurückliegenden Spielzeit war die Auswahl von HTCU-Trainer André Henning lange in der Spur, um in Krefeld unversehens und schmerzhaft aus der Kurve zu fliegen. Die Niederlage beim CHTC bedeutete das jähe Aus im Rennen um die Viertelfinalplätze. Nun will es der Spielplan, dass mit eben dieser Paarung der Hallenreigen beginnt. Teammanager Horst Stralkowski weiß das damalige Geschehen in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule bei den Spielern noch in wacher Erinnerung und rechnet bei ihnen fest mit dem richtigen Einsatz und der entsprechenden Körpersprache: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft etwas gutmachen will!“
Vor dem ersten Schritt gab es bei den Uhlen wenig Gelegenheit, sich auf die grundsätzlich anderen Gegebenheiten einzustimmen. Ohne jedes Hallentraining ging es vor einer Woche in Viersen in das Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiss Köln, es folgte das zweitägige Turnier des Ligakonkurrenten Schwarz-Weiß Neuss mit gleich vier Partien. Da lief es zunächst so gar nicht rund, doch der Abschluss, wiederum gegen die bestens bekannten Kollegen aus Köln, wurde allgemein als vernünftig bis gut eingestuft. „Die Leistungssteigerung stimmt uns zuversichtlich, dass wir in Krefeld die Punkte wegholen“, so der Teammanager.
Was wiederum die ideale Basis für das so nahe Gipfeltreffen wäre. Aller guten Dinge sind drei: Am Sonntag (16 Uhr) stellt sich die geballte Prominenz aus Köln in der Harbecke-Sporthalle vor. Die weiteren Rivalen im Westen sind neben den laut Stralkowski schwer einzustufenden Neussern der Düsseldorfer HC und natürlich Aufsteiger Kahlenberger HTC, der dem Status der Hockeyhochburg Mülheim eine neue Wertigkeit verleiht. Bereits am Freitag, 18. November, 19.30 Uhr, kommt es in der RWE-Sporthalle zum Lokalderby, dies mit dem entsprechenden Zuschauerandrang.
Mit Blick auf den Start spricht André Henning unumwunden von „schwierigen Voraussetzungen“. „Wir haben diesmal nur eine einwöchige Vorbereitung. Wir müssen abwarten, wie viel man von uns erwarten kann und ob wir schon ein einigermaßen wettbewerbstaugliches Hockey spielen. Zudem treffen wir gleich auf Topgegner und in der bärenstarken Westgruppe kann jedes Spiel entscheidend sein.“
Derweil bleibt es beim hartnäckigen Verletzungspech. Beim Training am Dienstag in der Harbecke-Sporthalle zog sich Abwehrspieler Jannik Otto nach einem unglücklichen Stockschlag eine erneute Platzwunde am Kopf zu, die mit fünf Stichen genäht werden musste. Ein Einsatz ist zumindest am Freitag ausgeschlossen. Wann der in der Defensive gleichsam unverzichtbare Jan Gehlen (nach Kieferbruch) ins Team zurückkehrt, ist derzeit völlig offen.
Und noch eine Unwägbarkeit: Noch steht nicht fest, welche Uhlenhorster Nationalspieler für die Champions Trophy in Neuseeland (Abflug 28. November, Rückkehr 13. Dezember) von Bundestrainer Markus Weise nominiert werden. In diese Zeit fallen die Spiele in Köln (3. Dezember) und in Neuss (10. Dezember).
derwesten.de – Gerd Böttner
Rotterdam! Uhlen ziehen Traumlos
EHL-Achtelfinale gegen den Gastgeber

Eines der schönsten Hockeystadien: Hier trifft der HTCU auf Gastgeber Rotterdam.
Hammer-Los! Traum-Los! Der HTC Uhlenhorst hat den absoluten Kracher gezogen. Das K.O.-16-Turnier an Ostern findet beim HC Rotterdam statt. Im EHL-Achtelfinale treten die Mülheimer ausgerechnet gegen den Gastgeber an: In Rotterdam gegen Rotterdam. Die Uhlen dürfen sich auf ein Match vor voller Hütte vor 4.000 Zuschauern im dann wohl ausverkauften Hazelaarweg-Stadion freuen.
Bei diesem Oster-Turnier treffen die 16 besten Teams Europas aufeinander. Karfreitag oder Ostersamstag geht es zur Primetime gegen Rotterdam. Sollte der HTCU das Top-Spiel des Achtelfinals gewinnen, ginge es bereits zwei Tage später im selben Stadion entweder gegen East Grinstead oder CA Montrouge im Viertelfinale weiter. Die besten vier Teams qualifizieren sich für die Endrunde, die an Pfingsten stattfinden wird.
Mit dem HC Rotterdam zogen die Uhlen sportlich den wohl anspruchsvollsten Gegner im Topf. Die Niederländer sind derzeit Zweiter in der Hoofdklasse. In ihren Reihen haben sie Neuseelands Top-Star Simon Child, die Hertzberger-Brüder und Robert van den Horst.
Dennoch ein Traumlos, denn das Duell zwischen Hollands Top-Team und dem deutschen Vize-Meister ist das Highlight der K.O.-Runde.
Trainer André Henning: „Ich hatte gehofft, dass wir gegen Rotterdam in diesem unfassbar coolen Stadion spielen dürfen. Das sind die Matches, für die wir Hockey spielen. Vor ausverkaufter Hütte in Holland zu spielen, bei einer Atmosphäre wie im Fußballstadion, ist doch das Highlight für jeden Hockeyspieler. Ein absoluter Traum und Lohn für die Arbeit in den letzten Jahren. Die Kulisse wird uns unfassbar pushen. Wir sind da sicher Außenseiter, aber ich traue uns einiges zu. Und wir werden ganz sicher nicht nur staunend in dem Stadion rumstehen, sondern einen harten Fight abliefern.“
Die genauen Termine stehen noch nicht fest und werden sofort hier veröffentlicht.
Kaltstart in der Halle
Nur eine Woche Bundesliga-Vorbereitung
Das dürfte die kürzeste Hallenvorbereitung aller Zeiten für die Uhlen werden. Ein Testspiel, ein Turnier und „anderthalb“ Trainingseinheiten spult das Bundesliga-Team des HTC Uhlenhorst ab, bevor es am 11. November zum Crefelder HTC geht. Dann startet die Bundesliga gleich mit einem kleinen Endspiel um die Play-Off-Teilnahme.
Die Voraussetzungen sind alles andere als perfekt, dennoch wollen die Mülheimer zumindest ins DM-Viertelfinale. Dazu müssen sie in der Westgruppe mit Krefeld, Rot-Weiss Köln, dem Düsseldorfer HC, Schwarz-Weiß Neuss sowie Lokalkonkurrent Kahlenberg mindestens Rang zwei erreichen. Für die Uhlen ging die Feldsaison allerdings bis zu zwei Wochen länger als für die Konkurrenz. Entsprechend gab es nach dem letzten Freiluftmatch am Sonntag gegen Berlin nur eine kleine Pause – bis Freitag, dann steigt schon das erste Testspiel. In einem vom Viersener THC aufgezogenen Testmatch vor hoffentlich voller Tribüne (Halle Beberich, Weiherstr. 12, 41747 Viersen, Eintritt: Erwachsene: 5,00€, Kinder 2,50€) duellieren sich die Uhlen mit DM-Favorit Rot-Weiss Köln. Allerdings werden die Mülheimer vor diesem Match nicht einmal den Hallenschläger angerührt haben. „Ein paar Tage Pause sind einfach Pflicht. Das Spiel gegen Köln soll eine intensive Eingewöhnung ins Hallenhockey sein“, meint Trainer André Henning. „Das Ergebnis ist absolut zweitrangig.“
Ohne Verschnaufpause geht es am Wochenende nach Neuss. Dort findet der Bonfiglioli-Cup statt. Hier geht es im Modus „Jeder gegen Jeden“ in zwei Hallen um den Turniersieg. Der HTCU spielt wiefolgt:
Am Samstag um 15:45 Uhr gegen den Crefelder HTC (Marie Curie Halle, Plankstraße/Salierstraße) und um 18:30 Uhr gegen den Mannheimer HC (Stadionhalle, Jahnstraße). Am Sonntag geht es um 11:15 Uhr gegen Gastgeber SW Neuss (Stadionhalle), das letzte Match steigt um 13:30 Uhr gegen RW Köln (Marie Curie Halle). Die Spielzeit beträgt Samstag zweimal 30 Minuten, Sonntag sind es noch zweimal 25 Minuten.
Danach kann im Training am nötigen Feinschliff gearbeitet werden. Dienstag steht die einzige ernstzunehmende Einheit an, am Donnerstag, einen Tag vor dem Bundesliga-Auftakt, geht es nur noch um Standards.
Neben dem Verletzten Jan Gehlen werden auch Niklas Rieger (Auslandsaufenthalt) sowie Felix Meyer, Daniel Kamphaus und Benjamin Becker (alle Hallenpause) fehlen.

Freuen sich auf die Halle: Thilo Stralkowski, Jan Philipp Rabente und Jannik Otto (v.li.).
Defensives Versagen
Herren unterliegen Berlin 4:5
Zwischen Wunsch und Wirklichkeit klaffte diesmal eine große Lücke. Mit einem Sieg im letzten Freiluftspiel gegen den Angstgegner Berliner HC wollte Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst dafür sorgen, monatelang die schöne Aussicht an der Tabellenspitze zu genießen. Gegen den cleveren Klub aus der Metropole gab es bei der verdienten 4:5-Niederlage dann aber das böse Erwachen, weil sich die Defensive der Uhlen ohne ihren Abwehrchef Jan Gehlen den Anforderungen nicht gewachsen zeigte.
Es war angerichtet für den finalen Akt mit dem ultimative nSahnehäubchen des Branchenführers. Der goldene Oktober zeigte sich von seiner besten Seite, 450 Zuschauer waren bereit, den Vizemeister auf seinem Weg zur Tabellenführung zu begleiten. Und der Weg ging gleich in die richtige Richtung, als sich in der 4. Minute dem nach vielen Einsätzen bei Jung und Alt ausgelaugten Christopher Rühr die erste Chance bot. Für den ganz starken BHC-Torhüter Ulrich Bubolz war der wenig konsequente Schussversuch indes eine leichte Beute. Beim nächsten Versuch griff die jugendliche Note: Jan Nitschke verwertete das Zuspiel von Abwehrmann Ole Keusgen souverän zur Führung der Gastgeber. Doch dann griff auch das, was an diesem Tag Beständigkeit haben sollte: Die Berliner erzielten in Person von Till Scharp, den die Abwehr fahrlässig hatte laufen und gewähren lassen, per Rückhand den Ausgleich.
Ein Treffer mit Folgen, denn die behäbigen und vorzugsweise mit blinden Bällen agierenden Uhlenhorster verloren in der Folgezeit zusehends den Boden unter den Füßen. Beim 2:1 durch besagten Scharp herrschte in der Abwehr abermals der kollektive Notstand und auch beim 1:3 herrschte der allgemeine Tiefschlaf: Bei der zweiten Ecke legte Nationalspieler Martin Häner, der in der Abwehr alles unter Kontrolle hatte, auf den am Pfosten mutterseelenallein lauerenden Richard Braun ab. Und das Fell wäre garantiert frühzeitig verteilt gewesen, wenn in der 29. Minute Niklas Cartsburg nicht wenige Zentimeter gefehlt hätten.
Mit dem Wiederanpfiff zeigte der Peitschenknall des Trainerteams André Henning/Sven Meinhardt Wirkung. Spielerisch kamen die Uhlen endlich ins Rollen, verdienter Lohn war der clever erzielte Anschlusstreffer von Torjäger Thilo Stralkowski. Der besaß auch die Chance zum Ausgleich, doch die erste Ecke der Mülheimer parierte Ex-Nationalspieler Bubolz in der Ausrichtung der Spitzenkraft.
Der HTCU war zurück in der Spur, machte hohes Tempo und überzeugte kämpferisch. Das Tor machten hingegen die Berliner, als Robert Marx nach einem Gestochere traf. „Ich weiß nicht, warum wir bei jedem Angriff ein Tor kriegen“, stöhnte „Co“ Meinhardt. Hoffnung keimte wieder beim Anschlusstreffer von Stralkowski auf, doch im Gegenzug legte der BHC durch Kevin Lim wieder nach. Dass Stralkowski noch einmal verkürzte, fiel unter die Rubrik Ergebniskosmetik.
„Das ist eine Niederlage, mit der ich überhaupt nicht leben kann“, sagte Henning später. „Die erste Halbzeit war eine absolute Frechheit und ganz, ganz mies. Kein Bock, keine Körpersprache, kein Abwehrverhalten. Eine Zumutung für die Zuschauer. Da fehlte mental die Stabilität. In der zweiten Halbzeit, in der es Spielerisch einen Klassenunterschied gab, waren wir in der Spur. Wenn wir in der ersten Hälfte annähernd so gespielt hätten, hätten wir das Match mit drei Toren Unterschied gewonnen. Die Angriffe waren aber teilweise grünschnabelhaft und wir haben nicht immer vernünftige Entscheidungen getroffen. Am Verhalten unter Stress müssen wir noch arbeiten.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Sonntag Herbstmeisterschaft erobern
14 Uhr ist der Berliner HC Gast im Waldstadion

Nach leichter Verletzung wieder fit und im Fokus: Tobias Matania (re.).
Ein letztes Spiel steht noch auf dem Plan vor der Winterpause, das hat es in sich. Am Sonntag gastiert um 14 Uhr der Berliner HC im Mülheimer Waldstadion. Im Duell der Tabellennachbarn kann der HTC Uhlenhorst die Tabellenführung und damit die Herbstmeisterschaft einfahren.
Mannheim, UHC, Alster – das waren die Teams, die im Vorjahr oben mitspielten und auch diesmal als Favoriten auf die Top 4 galten. Doch neben dem HTHC haben sich die Berliner als Überraschungsteam in die Spitzengruppe geschoben. 20 Punkte haben sie aus den bisherigen neun Partien geholt, nur einen weniger als die Mülheimer. Für Trainer André Henning war die starke Hinrunde der Hauptstädter aber keine Überraschung: „Der BHC hat eine starke junge Mannschaft mit vielen Eigengewächsen, aber auch Etablierten. Es war nur eine Frage der Zeit, bis sie sich fest unter die besten vier der Liga schieben“, so Henning, der den Gegner am Samstag bereits beobachten kann. Während die Uhlen spielfrei haben, muss der BHC in Krefeld ran. Besonderes Augenmerk liegt auf der starken Defensive um Innenverteidiger und Nationalspieler Martin Häner, die bislang erst 13 Gegentore kassiert haben – Ligabestwert.
Auf Uhlen-Seite fehlt der Top-Verteidiger weiterhin verletzt: Jan Gehlen kuriert seinen Kieferbruch aus, ist jedoch auf dem Wege der Besserung. Ansonsten sind die Mülheimer komplett. Jan Nitschke und Till Brock rücken wieder in den Kader, nachdem sie vor Wochenfrist wegen der (erfolgreichen) U18-DM geschont wurden. Ebenfalls wieder im Kader ist Niklas Rieger, der nach kurzem Auslandsaufenthalt wieder in der Ruhrstadt weilt. Rieger war unter der Woche, genau wie Jan Nitschke, Julian Stempher, Lukas Windfeder, Henning Hüttermann und Julius Meyer beim Lehrgang der U21.
Meyer sei Dank
Herren siegen 2:1 in Neuss

Philip Meyer erzielte beide Tore in Neuss.
Normalerweise hat Feldhockey-Bundesligist den Sturm und Drang verinnerlicht. Am Freitagabend zeigte der Vizemeister sein anderes Gesicht, als er sich beim Aufsteiger Schwarz-Weiß Neuss dank der treffsicheren Hilfe von Philip Meyer mühevoll mit 2:1 durchsetzte. Immerhin: Das angestrebte Unternehmen drei Punkte wurde in die Tat umgesetzt.
Bei der freitäglichen Spätvorstellung zeigten sich die Mülheimer in den Auftaktminuten hellwach.Die erste Ecke von Nationalspieler Thilo Stralkowski bereits in der 2. Minute wurde eine Beute von Schwarz-Weiß-Keeper Lennard Leist, der wiederum zwei Minuten später machtlos war, als nach einem Angriff über die linke Seite von Jan Fleckhaus und Jannik Otto Mittelfeldspieler Meyer nur den Schläger hinhalten musste. Die Uhlen schienen auf Kurs, zumal Fleckhaus wenig später die nächste Chance vergab.
Offenbar mit dem Gefühl, Match und Punkte im Sack zu haben, schaltete der HTCU früh herunter und baute zusehends ab. Als die Gastgeber in Person von Christoph Martial gar den Ausgleich erzielten, gerieten die Gäste gänzlich aus dem Konzept. „Wir haben sehr schlechte Entscheidungen getroffen und fernab jeglicher Konstruktivität agiert,“ monierte Trainer André Henning später. Der Aufsteiger hatte plötzlich Oberwasser, der Favorit hatte bis zum Pausenpfiff weder eine Chance aus dem Spiel heraus noch ein Ecke. Henning kannte da nur noch ein Ansinnen: „Die unkonzentrierte Mannschaft nach diesem Schweinespiel wieder beruhigen.“
Unternehmen geglückt! In den zweiten 35 Minuten waren die Uhlenhorster wieder in der Spur und drückten dem Geschehen ihren Stempel auf. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das erlösende 2:1 fiel. Doch bis zur Erlösung verstrichen die Minuten. In Minute 58 war es erneut Philip Meyer, der die Weichen auf Sieg stellte. Zuvor hatte es unter anderem bei vier Uhlenhorster Ecken lichterloh vor dem Neusser Tor gebrannt. Sie blieben allesamt ungenutzt. „Es hätte auch zwei mehr sein können. Und nach dem rüden Foul an Jan Fleckhaus blieb uns ein glasklarer Siebenmeter verwehrt“, so Henning mit Blick auf einen Abend, an dem wenige Wünsche erfüllt wurden.
In den Schlussminuten hatten die Uhlen Glück bei einem Neusser Konter, kurz vor dem Ende lief Ole Keusgen eine Ecke der Schwarz-Weißen ab. „Das hätte auch noch in die Hose gehen können“, atmete Henning wenig später tief durch „Es war das erwartete Freitagspiel gegen einen defensiven und destruktiven Gegner. Wir können nicht jede Woche Galahockey spielen. Wir sind froh und zufrieden, dass wir die drei Punkte haben.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Zurück im Alltag
HTCU tritt heute in Neuss an

Steht vor seinem ersten Bundesligaspiel in dieser Saison: Christopher Rühr feiert heute Abend sein Comeback.
Nach dem internationalen Intermezzo und der Fortsetzung der Europareise (das EHL-Achtel- und -Viertelfinale findet über Ostern aller Voraussicht nach in Rotterdam statt) wird Feldhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst am Freitagabend (20 Uhr, Jahnstadion) in der Partie beim Aufsteiger Schwarz-Weiß Neuss wieder vom Ligaalltag eingeholt.
Keine Frage, der Vizemeister will beim Freiluftendspurt mit den Aufgabenstellungen Neuss, Düsseldorf und Berlin kräftig zulangen und die volle Punktzahl für sich in Anspruch nehmen. „Neun Punkte sind realistisch und wir würden damit mit einem Riesenpolster in die Winterpause gehen. Qualitativ sind wir gewiss besser als Neuss und Düsseldorf“, sagt Trainer André Henning, um gleich auf die Euphoriebremse zu treten. „Das wird gegen Schwarz-Weiß nicht die Selbstverständlichkeit, von der viele vor der Saison ausgegangen sind. Das ist ein ganz andere Gegner als Terrassa, der nicht viel mitspielen wird, sondern sich hinten rein stellt und gut verteidigt. Zudem sind die Neusser mit ihren acht Punkten garantiert ziemlich selbstbewusst.“ Das waren sie bereits jüngst beim Hamburger Doppelpack, als sie daheim gegen Alster 2:2 spielten und gegen den UHC hauchdünn mit 2:3 verloren. „In beiden Spielen haben sie zur Halbzeit geführt“, warnt Henning vor einem Gegner, der unbedingt ernst genommen werden muss.
Angesichts der treffsicheren Eckenschützen in Reihen der Schwarz-Weißen muss die Uhlenhorster Defensivarbeit der Schlüssel zum Erfolg werden. Stichwort: Eckenvermeidung. „Ganz klar, wir haben bislang zu viele Ecken zugelassen. Wir müssen gut stehen und konzentriert und vor allem rechtzeitig verteidigen, um den Gegner nicht in unseren Schusskreis kommen zu lassen“, so Hennings Vorgabe.
Wenn es nicht noch eine kurzfristige Abmeldung gibt, geht der HTCU die Abendsession mit voller Personalstärke an, was beim fortgeschrittenen Saisonverlauf nicht unbedingt zu erwarten ist. Tobias Matania, Christopher Rühr und Johannes Schmitz haben sich bereits in der EHL zurückgemeldet, Jannik Otto (nach Kopfverletzung) zieht in Neuss nach.
derwesten.de – Gerd Böttner
Europareise geht weiter
4:2 gegen Spaniens Meister Terrassa

Thilo Stralkowski (l.) und Benedikt Fürk bejubeln das 4:1 durch den starken Jan Philipp Rabente,
Nun hat der HTC Uhlenhorst die Gewissheit, auch mit europäischen Spitzenteams mithalten, ja diese sogar schlagen zu können. Nach dem 4:2 (1:0)-Erfolg über den spanischen Spitzenklub Atlètic Terrassa am Sonntag vor 900 Fans im Waldstadion sind die Mülheimer als Gruppenerster ins Achtelfinale der Euro Hockey League eingezogen.
Da die Spanier den AHTC Wien am Samstag mit 3:2 bezwungen hatten, waren die Uhlenhorster schon für die folgende K.-o.-Runde, die Ostern 2012 in den Niederlanden stattfinden wird, qualifiziert. Durch das 4:2 verbesserten sie aber noch ihre Ausgangsposition, denn der ganz große Kracher bleibt den Mülheimern vorerst erspart. Im Achtelfinale geht es erst einmal gegen einen Vorrunden-Zweiten.
Zum Spiel am Sonntagnachmittag: Für die Uhlen schien nach dem „Wiener Wasserspiel“ am Freitag anfangs die Sonne. Das lässt sich auch für das Zwischenresultat nach gerade einmal vier Minuten sagen: HTCU-Kapitän Jan Philipp Rabente schickte Benedikt Fürk auf der rechten Seite auf die Reise. Der Europameister passte fast von der Spielfeldecke aus in den Kreis und Johannes Schmitz belohnte sich am langen Pfosten wartend für sein optimales Stellungsspiel und guten Riecher – 1:0 für die Gastgeber.
Die beiden Mannschaften schenkten sich nichts, gestatteten sich kaum Freiräume. Somit hatten größere Chancen Seltenheitswert. Dennoch: Das Tempo war immens hoch, die Zuschauer sahen ein Top-Spiel.
Kurz nach dem Wechsel folgte die kalte Dusche für die Uhlenhorster. Nach Pass von Litus Ballbe kam Atlètic-Akteur Roc Oliva völlig frei zum Schuss. HTCU-Keeper Felix Reuß, ein ausgezeichneter Rückhalt in der EHL-Vorrunde, hatte beim Treffer zum 1:1-Ausgleich keine Chance (38.). Die Uhlen gaben die passende Antwort. Philipp Meyer holte wenig später eine Strafecke heraus. Die Ecken-Stationen: Fürk führt aus, Rabente stoppt, Stralkowski trifft. Die Uhlen führten wieder (2:1).
Jetzt waren die Uhlenhorster klar am Drücker. Die Tore durch Johannes Schmitz (45.) , der den Ball in Gemeinschaftsproduktion mit Jan Fleckhaus im Kasten unterbrachte, und Jan Philipp Rabente (53., durch die Beine von Keeper Cristian Penalba) zum 4:1-Zwischenstand fielen zwangsläufig. Die Endphase gehörte den Spaniern, doch mehr als der Treffer zum 2:4 durch Albert Beltran sprang dabei nicht heraus. Der Uhlen-Sieg war eindeutig verdient!
derwesten.de – Marcus Lemke
HTCU im Achtelfinale
Highlights vom 3:1 gegen Wien
Der Osterurlaub kann gebucht werden. 2012 geht es nach Holland. Durch die 2:3-Niederlage des aufopferungsvoll kämpfenden AHTC Wien gegen Atlètic Terrassa ist der HTCU am spielfreien Samstag vorzeitig ins Achtelfinale eingezogen. Wien muss trotz guter Leistung die Segel streichen. Terrassa und Mülheim dürfen an Ostern am K.O.16-Turnier teilnehmen, das in den Niederlanden (Amsterdam, Rotterdam oder Bloemendaal) stattfinden wird. Am morgigen Sonntag geht es um 14:30 Uhr im Top-Spiel des Tages gegen die Spanier noch um den Gruppensieg. Der hat entscheidenden Charakter. Denn die Sieger ihrer Gruppe werden fürs Achtelfinale gesetzt.
Eine Zusammenfassung der Wasserschlacht von Mülheim gegen den AHTC Wien gibt es auf der EHL-Seite. Direkt zum Match geht es hier
Zum Sieg gequält
3:1-Erfolg in der Regenschlacht gegen Wien
Gewonnen! Die Hockeymannschaft des HTC Uhlenhorst hat sich am späten Freitagnachmittag mit Erfolg auf der europäischen Bühne zurückgemeldet. Sie setzte sich gegen den AHTC Wien vor 350 Zuschauern im heimischen Waldstadion mit 3:1 (2:1) durch. Aber schön anzusehen war es nicht.
Die Akteure auf dem Kunstrasenplatz, der einer Seenplatte glich, hatten es aber auch nicht leicht – insbesondere die Hausherren. Während sie bei strömendem Regen und schwer bespielbarem Untergrund das Heft in die Hand nehmen mussten, verteidigten die Österreicher den eigenen Kasten mit Mann und Maus. Unter solchen schlechten Bedingungen wäre ein Bundesligaspiel – so HTCU-Trainer André Henning – überhaupt nicht angepfiffen worden. Aber im Hockey-Europa gelten andere Gesetze und Regeln. Beispiele: Es gibt Eigentore, auch wenn kein Stürmer den Ball im Schusskreis berührt. Für einen Sieg gibt es fünf, für ein Unentschieden zwei und für eine knappe Niederlage sogar noch einen Punkt. Nun ja, und gespielt wird – wie am ersten Tag des EHL-Vorrundenturniers ebenfalls erlebt – offenbar auch dann, wenn der Ball sich kaum noch durch die Wassermassen bewegen lässt.
Zum Spiel: Die Mülheimer belagerten von der ersten Minute an den gegnerischen Kreis und das von Keeper Lukas Graser gut gehütete Wiener Tor. Die ersten Ecken brachten nichts ein. Dann spielte Daniel Kamphaus den Ball in die Mitte. Dort fälschte der Österreicher Dominik Monghy unglücklich ab, so dass der Torhüter ins leere lief. Jan Fleckhaus musste den Ball nur noch zum 1:0 in den verwaisten Kasten schieben. Das war der erste Treffer nach acht Minuten. Eigentlich hätte nun die Last der Favoritenbürde von den Schultern fallen müssen. Doch bis zum Abpfiff kam es bei einigen Uhlenhorstern zu Stockfehlern. Die Nervosität im ersten Europacup-Spiel nach so langen Jahren war deutlich spürbar – auch durch den zum Teil dichten Regen.
Es dauerte bis zur 29. Minute, ehe der Wiener Torhüter sich ein zweites Mal geschlagen geben musste. Und das letztendlich durch seinen eigenen Mitspieler Wolfgang Laminger. Der Wiener hatte den Ball nach einem Schuss von Tobias Matania aus der zentralen Position unglücklich im Schusskreis stehend abgefälscht. Kurz vor der Pause verkürzten die Gäste auf 1:2. Elmar Stremitzer hatte eine kurze Ecke verwandelt und die Uhlen mit einem Schlag urplötzlich in Bedrängnis gebracht.
Für die Erlösung sorgte schließlich Ole Keusgen, der in der 55. Minute die einzige von sechs Ecken verwandeln konnte. Der Sieg war verdient, aber die Uhlen haben sich ganz schön gequält. „Am Sonntag müssen wir viel besser spielen. Wir haben nicht in unseren Spielfluss gefunden. Einige waren sehr nervös, was aber auch irgendwie verständlich ist“, sagte Thilo Stralkowski. HTCU-Trainer André Henning drückte es noch klarer aus: „Mieses Wetter, wenige Zuschauer und eine schlechte Leistung!“
derwesten.de – Marcus Lemke
Spektakel der Extraklasse
Zurück auf Europas Feldhockeybühne ist der HTC Uhlenhorst. Der ruhmreiche Mülheimer Hockeyklub, der in seinen besten Jahren einen Europapokalsieg nach dem anderen feierte, ist Gastgeber in der Vorrunde der 2007 eingeführten Euro Hockey League und steigt selbst am Freitag um 17 Uhr ins Geschehen ein.
Die Uhlen ernten nun die Früchte für die in der Vorsaison geleistete Arbeit. Als deutscher Vizemeister hatten sie sich für den internationalen Wettbewerb qualifiziert. Dann gab es den Zuschlag für die Ausrichtung der Vorrunde. Und nun bekommen die Hockeyfans im Waldstadion drei Tage lang ein Spektakel der Extraklasse serviert.
Zwölf Mannschaften
Zwölf Mannschaften kämpfen auf der Anlage am Uhlenhorstweg um den Einzug ins Achtelfinale, das Ostern 2012 ausgespielt wird. Die Teams gehen an diesem langen Hockey-Wochenende in vier Gruppen an den Start. Jeweils zwei Mannschaften qualifizieren sich daraus für das Achtelfinale. Für die Gruppendritten hingegen bedeutet die Platzierung das Aus.
Die Uhlenhorster starten am Freitag um 17 Uhr mit dem Gruppenspiel gegen den AHTC Wien. Der österreichische Meister misst sich am Samstag ab 14.30 Uhr mit dem spanischen Aufgebot von Atletic Terrassa. Am Sonntag kommt es dann zum Duell zwischen Uhlenhorst und Terrassa. Das ist Feldhockey auf Weltniveau.
Die Gastgeber haben die Chance, sich am Freitag bereits mit einem klaren Sieg das Achtelfinalticket so gut wie zu sichern. Aber die Österreicher dürfen nicht unterschätzt werden. „Die österreichische Nationalmannschaft war vor zwei Jahren in der A-Gruppe der Europameisterschaft und konnten das deutsche Team ganz schön ärgern. Die sind nicht so weit weg von der europäischen Spitze. Das kann also ein superenges Match werden“, sagt HTCU-Trainer André Henning, der fest daran glaubt, dass seine Mannschaft am Freitagnachmittag eine gute Leistung abrufen und dann ihrer Favoritenrolle auch gerecht werden wird.
Noch steht in den Sternen, ob der Uhlen-Trainer auf sein komplettes Aufgebot zurückgreifen kann. Tobias Matania machte erste Gehversuche im Training nach seinem überstandenen Muskelfaserriss. Da er aber noch nicht völlig schmerzfrei war, ist die Arbeit der Physiotherapeuten intensiv und vorrangig. Fraglich ist auch noch immer der Einsatz von Jannik Otto. Am vergangenen Wochenende hatte der Mittelfeldspieler in der Bundesliga einen Schläger mit voller Wucht abbekommen und war mit sechs Stichen genäht worden. Entwarnung gab es aber bei drei anderen „Sorgenkindern“. Nationalspieler und Europameister Benedikt Fürk sowie die Stürmer Johannes Schmitz und Christopher Rühr haben ihre Verletzungen auskuriert und konnten das volle Trainingsprogramm absolvieren.
Der Uhlenhorster Trainer rät den Hockeyfans dazu, sich auch die anderen Spiele an den drei EHL-Tagen am Uhlenhorst anzusehen. Jeweils um 9.30 Uhr beginnen die ersten Partien. Henning: „Der HC Bloemendaal kommt mit vielen Stars. Die Niederländer zeigen immer attraktives Hockey. Das spanische Hockey ist auch immer toll anzuschauen. Und da ist neben Terrassa ja auch noch Polo Barcelona mit in Mülheim. Und für mich gehört East Grinstead dieses Jahr zu den Mitfavoriten um den Titel – auch weil Barry Middleton wegen der Olympischen Spiele dorthin zurückgekehrt ist. Mit ihm wurde Alster Hamburg deutscher Meister. Da gibt es also durchaus einige sehr interessante Spiele zu sehen.“
derwesten.de – Marcus Lemke