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Viel Brisanz im Mülheimer Derby
Am Freitag trifft der HTCU auf den Kahlenberger HTC

Lokalduell Teil zwei: Tobias Matania, Jan Philipp Rabente und Jan Fleckhaus jagen Thorben Pegel.
1500 Zuschauer sorgten beim ersten Aufeinandertreffen für Gänsehautatmosphäre – am Freitag geht das Mülheimer Hockeyderby in die zweite Runde. Das Rückspiel zwischen dem HTC Uhlenhorst und dem Kahlenberger HTC verspricht noch mehr Spannung. Während die Uhlen die Teilnahme an den Play Offs klar machen können, kämpfen die „Blauen“ am vorletzten Spieltag ums nackte Überleben in der Hallen-Bundesliga. Nur mit einem Punktgewinn bleibt die Hoffnung auf den Klassenerhalt bestehen. Anstoß in der RWE-Halle ist um 19.30 Uhr.
Es war eines der ganz großen Sportereignisse in Mülheim. Das Lokalduell elektrisierte vor knapp vier Wochen die Fans und sorgte für eine Stimmung wie bei einem DM-Finale. Nun kommt noch mehr Brisanz in die Partie. Denn es ist ein Alles-oder-nichts-Match. Für den HTCU ist die Lage etwas entspannter. Der amtierende deutsche Vize-Meister auf dem Feld braucht noch einen Zähler, um sicher in die Play Offs einzuziehen. Aber das Team möchte sich noch Platz eins und damit das Heimrecht fürs Viertelfinale sichern, dafür muss zwingend ein Dreier her, sonst ist Tabellenführer Rot-Weiss Köln nicht mehr einzuholen.
Gleich vier aktuelle A-Nationalspieler schicken die Uhlenhorster aufs Parkett in der RWE-Halle. Thilo Stralkowski, Tobias Matania, Benedikt Fürk und Jan Philipp Rabente sind soeben aus Neuseeland zurückgekehrt. Dort hatten sie im DHB-Dress an der Champions Trophy teilgenommen und einen guten fünften Platz erreicht. Das Derby möchte sich keiner entgehen lassen, auch wenn die Belastung an die letzten Reserven geht. Ohne die vier Nationalspieler gewann der HTCU zuletzt mit 7:3 in Neuss und zeigte dabei eine starke Leistung.
Ganz anders sind die Voraussetzungen beim Kahlenberger HTC. Nach der 3:15-Niederlage bei Rot-Weiss Köln am vergangenen Samstag liegen die Mülheimer mit drei Zählern Rückstand aufs rettende Ufer am Ende der Tabelle. Dabei war die deutliche Pleite überraschend, da die Kölner auf fünf Nationalspieler verzichten mussten. Dennoch will das Team um Spielertrainer Tim Leusmann nicht aufgeben. Nach sieben Niederlagen in Serie soll der Knoten nun ausgerechnet im Lokalduell platzen. Gehen die Kahlenberger ohne Zähler aus dem Nachbarschaftsduell, wäre der Abstieg nach nur einem Jahr praktisch besiegelt. Es wäre das vorerst letzte Derby in der 1. Hallen-Bundesliga, was sich in Mülheim allerdings niemand wünscht.
Der Uhlenhorster Trainer André Henning: „Das Hinspiel war ein tolles Ereignis und natürlich eine besondere Partie. Wir freuen uns wieder auf diese spezielle Derby-Atmosphäre und wollen am Freitag die Play Offs perfekt machen.“ Im Hinspiel gewannen die Uhlen mit 13:4 in einem lange offenen und spannenden Duell.
Einlass ist ab 18.30 Uhr.
Tickets gibt es an der Abendkasse oder am 14. Und 15. Dezember jeweils von 15 bis 18 Uhr in der Geschäftsstelle des HTC Uhlenhorst (Uhlenhorstweg 19).
Ohne sechs? Kein Problem!
7:3-Sieg in Neuss dank herausragender Leistung

Jubel in Neuss: Jan Fleckhaus versenkte die Kugel soeben im Lattenkreuz. Die Bank feiert mit (Foto: C. Windfeder).
Einen Riesen-Schritt Richtung Play-Offs machte der HTC Uhlenhorst dank einer fantastischen Leitung in Neuss. Ohne sechs Stammspieler, also ohne eine ganze Hallenmannschaft, siegten die Uhlen mit 7:3 dank stabiler Abwehrarbeit, eiskalten Kontern und einer Teamperformance, in der richtig viel Leben steckte.

Lennard Klein feierte ein starkes Bundesliga-Debüt (Foto: Windfeder).
Von einer zweiten Reihe zu sprechen, würde der herausragenden Leistung dieser Uhlenhorster Truppe nicht gerecht werden. Allerdings darf nicht unerwähnt bleiben, dass mit Rabente, Stralkowski, Fürk und Matania nicht nur die vier Nationalspieler fehlten, sondern auch Johannes Schmitz (krank im Bett) und Jan Gehlen (Kieferbruch) sowie weiterhin Philip Meyer (Rücken).

Tim Leukel (re.) im Vorwärtsgang. Sven Meinhardt klemmt sich dran (li.).
Keeper Felix Reuß glänzte in den wichtigen Augenblicken mit tollen Paraden. Ole Keusgen räumte in der Defensive ab, spielte stark raus und hatte als Ersatz-Kapitän eine große Ausstrahlung. Jannik Otto erreichte rechtzeitig zu diesem wichtigen Spiel gegen seinen Ex-Club seine absolute Top-Form und Jan Fleckhaus lieferte schlichtweg das wohl beste Hallenhockeyspiel seiner Karriere ab. Zwei wunderschöne Treffer von „Flecki“ (ein Lupfer und ein satter Schuss ins Lattenkreuz) ließen das Match in der heißen Phase des zweiten Durchgangs zu Gunsten der Uhlen kippen. Im Sturm startete das A-Jugendduo Christopher Rühr (17 Jahre) und Jan Nitschke (18); die Youngster traten cool, frech, abgezockt auf und sorgten für viel Wirbel. Rühr steuerte ebenfalls zwei herrliche Treffer per Konter bei.
Ergänzt wurde das Team durch Tim Leukel und Lennard Klein, die – aus der zweiten Mannschaft hochgezogen – ihre Bundesliga-Debüts gaben, viel Spielzeiten bekamen und ihre Sache sehr gut machten. Mit Felix Meyer wurde aufgrund der Ausfälle ganz kurzfristig ein Spieler integriert, der zuvor nicht eine einzige Einheit mit der Ersten absolviert hatte, sich dennoch nahtlos ins Team einfügte und einen Treffer vorbereitete. Bleibt noch das Comeback von Co-Trainer Sven Meinhardt, der trotz vierjähriger Pause beinahe spielte, als sei er nie weg gewesen – und das mit 40 Lenzen auf dem Buckel. Den wichtigen Treffer durch Ole Keusgen zum 7:3 (52.) bereitete er mustergültig vor und pushte das Team zum Sieg.

Sven Meinhardt kämpft sich in den Kreis (Foto: Windfeder).
HTCU-Trainer André Henning: „Das Team hat viel Leben und Freude ausgestrahlt. Ich bin unheimlich stolz, dass jeder Spieler heute seinen Job herausragend erfüllt hat. Viele Jungs haben heute Verantwortung übernommen, obwohl sie sonst nicht im Fokus stehen. Das war ein tolles Zeichen, was in vielen Spielern steckt und ein ganz wichtiger Schritt Richtung Viertelfinale.“
HTCU: Reuß, Brinkmann, Keusgen (1), Otto (2), Fleckhaus (2), Rühr (2), Nitschke, Klein, Leukel, F. Meyer, Meinhardt.
HTCU mit ganz neuem Gesicht
Heute ohne sechs Stammspieler nach Neuss

Hoffnungsträger: Keeper Felix Reuß, Jannik Otto (li.) und Ole Keusgen (Foto: C. Windfeder).
Beim Gastspiel des Hallenhockey-Bundesligisten HTC Uhlenhorst am Samstag (16 Uhr, Jahnstraße) bei Schwarz-Weiß Neuss wird der geneigte Zuschauer unschwer eine Premiere ausmachen. Die Mülheimer werden auf ihrem geplanten Weg zum DM-Viertelfinale mit einer Mannschaft auflaufen, die es so noch nie gegeben hat und die es in dieser Konstellation auch nie mehr geben wird.
„Normalerweise sind wir gegen Neuss Favorit, das ist bei dieser Konstellation aber nicht der Fall“, sagt Henning. „Dennoch muss auf dem Weg zum Viertelfinale unser Ziel ein Sieg sein. Ich glaube auch, dass das geht, schließlich ist die Breite im Kader unsere Stärke“ meint der Trainer, der den Angreifer Lennard Klein und Abwehrspieler Tim Leukel aus der „Zweiten“ sowie den ursprünglich nicht für den Hallenreigen vorgesehenen Felix Meyer (Stammspieler auf dem Feld) mit nach Neuss nimmt.
Und dann ist ja noch das erstaunliche Comeback des 40-jährigen Sven Meinhardt, das in der Halle an der Jahnstraße definitiv für großes Aufsehen sorgen wird. Der „Beförderung“ seines „Co“ sieht Henning grundsätzlich zuversichtlich entgegen. „Im Training hat Sven auch körperlich einen erstaunlich guten Eindruck hinterlassen. Für unsere Offensive ist er eine große Bereicherung und er geht als Typ voran.“ Einen Häuptling kann der „neue“ HTCU gut gebrauchen, schließlich halten sich fast alle Mitglieder des Mannschaftsrates zurzeit am anderen Ende der Welt auf.
derwesten.de – Gerd Böttner
Uhlen machen auf sich aufmerksam
Matania trifft gegen Holland – Stralkowskis Sahnevorarbeit

Jan Philipp Rabente, Thilo Stralkowski, Tobias Matania und Benedikt Fürk sind bei der Champions Trophy im neuseeländischen Auckland aktiv.
Morgens um 2 Uhr aufstehen? Für ein Hockeyspiel? Aber gerne! Das deutsche Team, und insbesondere auch die drei Uhlen auf dem Platz, lieferten im Duell der Champions Trophy gegen die Niederlande eine gute Leistung ab, verloren aber 2:3.
Aus Mülheimer Sicht konnte die erste Halbzeit kaum besser laufen. Tobias Matania schoss mit einem satten argentinischen Rückhandschuss das zwischenzeitliche 1:1. In seinem fünften A-Kadereinsatz war es sein zweiter Treffer. Ein echtes Schmankerl servierte dann Thilo Stralkowski. Er eroberte den Ball im Mittelfeld, drang in den Kreis ein und bediente Christoph Menke mit einem No-Look-Pass hinter dem Rücken. Menke verwandelte zum 2:1 – zauberhaft.
Jan Philipp Rabente zeigte im deutschen Mittelfeld eine insbesondere defensiv starke Leistung. Der vierte Uhlenhorster, Benedikt Fürk, hatte gegen Oranje eine Pause bekommen.
Nach dem Seitenwechsel gelang den Deutschen offensiv nicht mehr viel, so dass der holländische Sieg in Ordnung ging.
Bereits in der Nacht auf Dienstag geht es weiter gegen Korea.
Match eins war schon ein voller Erfolg. Beim Auftakt gegen Gastgeber Neuseeland gewannen die Deutschen mit 2:1. Thilo Stralkowski traf in Mittelstürmermanier per Direktabnahme kaltschnäuzig zum 1:0. Den zweiten deutschen Treffer bereitete Jan Philipp Rabente mit einer feinen Flanke vor. Mit Tobias Matania stand ein weiterer Mülheimer auf dem Platz und sogar in der Startformation. Auf der Außenbahn wirbelte Benedikt Fürk und komplettierte das Uhlen-Quartett.
Die Spiele können für einen kleinen Obulus live per Stream verfolgt werden. Zur FIH-Seite geht es hier
Vier für Deutschland
Uhlen bei der Champions Trophy in Auckland

Thilo Stralkowski, Tobias Matania, Jan Philipp Rabente und Benedikt Fürk treten bei der Champions Trophy in Auckland an.
Auf ihrem langen Weg zum olympischen Turnier in London (27. Juli bis 12. August) hat für die deutsche Hockey-Nationalmannschaft die rege Reise- und Vorbereitungstätigkeit begonnen. Vom deutschen Spätherbst in den neuseeländischen Sommer, lautet das Motto. Nach 22-stündiger Flugreise und zwei Stunden Aufenthalt in Singapur traf der DHB-Tross in Auckland ein, wo vom 3. bis 11. Dezember die 33. Champions Trophy ausgespielt wird. Mit vor Ort ein starkes Stück Mülheim. Mit Benedikt Fürk, Jan Philipp Rabente, Thilo Stralkowski und Tobias Matania wollen gleich vier Spieler des Bundesligisten HTC Uhlenhorst für London und die Sommerspiele punkten.
Für Torjäger Stralkowski (25 Länderspiele, 25 Tore) gab es vor dem Abflug nach Neuseeland gleich doppelten Grund zur Freude: „Auf uns warten ein schönes Land und neue Erfahrungen. Wir sind schon ein zusammengewürfeltes Team mit neuen Gesichtern, das sich schnell einspielen muss. Und die lange Flugreise stört mich überhaupt nicht.“ Natürlich, als angehender Pilot kostete er das Angebot eines Langstreckenflugs in vollen Zügen aus.
Für HTCU-Kapitän Rabente ist es nach 2009 in Melbourne (die DHB-Auslese belegte damals Platz zwei) die zweite Champions Trophy-Teilnahme. „Die Umstellung ist nicht ganz leicht, wir kommen aus dem Herbst und befinden uns auf einmal in einem völlig anderen Umfeld. Die anderen Nationen sind auf dem Feld bereits voll im Saft, wir kommen hingegen direkt aus der Halle“, so der 56-malige Nationalspieler, der in Auckland im Mittelfeld spielt und klare Ziele verfolgt: „Ich will mich vor Markus Weise beweisen. Keine Frage, ich habe London im Auge und dafür will ich punkten.“
So hält es auch Europameister und Abwehrspieler Benedikt Fürk (26 Länderspiele), der bereits bei der Champions Trophy 2010 in Mönchengladbach (Platz vier für Deutschland) zum Kreis der Auserwählten gezählt hat. „Das ist eine schöne Reise und ich möchte die Leistung bei der Europameisterschaft bestätigen und mit Blick auf die Olympischen Spiele ordentlich punkten. Über unsere Chancen bei diesem Topturnier habe ich mir noch keine Gedanken gemacht, zumal in Auckland ein neues System gespielt wird.“
Der 21-jährige Tobias Matania (acht Länderspiele) ist nach Florian Fuchs vom UHC Hamburg der zweit Jüngste im DHB-Aufgebot. „Die Vorfreude ist groß und nervös bin ich schon, schließlich ist es mein erstes großes Turnier im A-Kader. Ich sehe das als große Chance in Richtung Olympia. Natürlich ist London mein großes Ziel. Ich versuche unbekümmert zu und will dem Bundestrainer etwas anbieten.“
Nach den beiden Testspielen vor Ort gegen die in der anderen Gruppe antretenden Pakistaner (1:1) und den amtierenden Champion Australien (0:2), der sich bereits seit zwei Wochen in Neuseeland aufhält, wird es für die DHB-Auswahl am Samstag (Ortszeit 14.05 Uhr, deutsche Zeit 2.05 Uhr) mit dem ersten Gruppenspiel gegen Gastgeber Neuseeland ernst. Die weiteren Gruppengegner sind die Niederlande (Sonntag) und Korea (Dienstag).
Die Vorrundengegner sieht Coach Markus Weise mit viel Respekt: „Neuseeland wird im eigenen Land im ersten Spiel eine harte Nuss. Die Holländer kommen zwar ohne den Kölner Robbert Kempermann, aber sonst mit genau der gleichen Truppe wie bei der Europameisterschaft- Und Korea wird, da dort ja auch keine Liga wie bei uns gespielt wird, mit dem Nationalteam wie immer voll im Saft stehen.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Dolle Eulen auch bei der EHL ein Thema
Auf der EHL Seite http://www.ehlhockey.tv unter NEWS:
HTCU nutzt Chancen nicht
3:4-Niederlage bei RW Köln
Schon bald werden sie im fernen Neuseeland bei der imageträchtigen Champions Trophy als ambitionierte Mitspieler zwei Wochen lang gemeinsame Ziele verfolgen, am Dienstagabend standen sich hüben und drüben gleich neun Nationalspieler als Rivalen auf dem Parkett der Hallenhockey-Bundesliga gegenüber. Gastgeber Rot-Weiss Köln nutzte den Heimvorteil, gewann gegen den ewigen Kontrahenten HTC Uhlenhorst mit 4:3 (2:1) und machte nach der ersten Saisonniederlage der Mülheimer das Rennen um Tabellenplatz eins (der im Viertelfinale am 7. Januar Heimrecht gegen den Ost-Vertreter bedeutet) wieder spannend.
Wie schon jüngst im Hinspiel (8:5 für den HTCU) zeigten sich die Gäste schon im ersten Spielbabschnitt überlegen. „Das Ergebnis war nach 30 Minuten ein Witz“, meinte Teammanager Horst Stralkowski. Der Knackpunkt war, dass die Uhlen zu wenig aus ihren Chancen machten. Die erste Ecke von Thilo Stralkowski klatschte an den Pfosten, wenig später hatte der Nationalmannschaftskollege Tobias Matania bei einem Ableger viel Pech. Die Domstädter verrichteten derweil ihre Eckenarbeit in Person von Christoph Menke und Niclas Thiel zielgerichtet. Immerhin sorgte Jannik Otto kurz vor der Halbzeitpause für den verdienten Anschlusstreffer. Der HTCU war im Topspiel im Spiel!
Mit Wiederanpfiff machten sich die Mülheimer gleich wieder unverdrossen an die Arbeit. Schneller Lohn war der Ausgleich durch Angreifer Christopher Rühr. Die Kölner legten per Siebenmeter (Jan-Marco Montag) wieder vor, dank Benedikt Fürk stand knapp 20 Minuten vor dem Ende wieder der Gleichstand. Benjamin Weß sorgte schließlich für die aus Uhlen-Sicht denkbar unglückliche Entscheidung. „Bei diesem Konter haben wir schlecht verteidigt. Nach dem Spielverlauf ist das absolut unverdient, gleichwohl hat unsere Offensive heute nicht so druckvoll wie sonst agierte,“ sagte Stralkowski. „Beide Mannschaften standen sehr gut, da hat die Chancenauswertung den Unterschied gemacht. Bis auf mehr Tore hat die zweite Halbzeit alles geboten. Am Ende müssen wir hier einen Punkt mitnehmen,“ meinte HTCU-Trainer André Henning.
derwesten.de – Gerd Böttner
Teil zwei des West-Gipfels
Herren treten Dienstagabend in Köln an
Es geht Schlag auf Schlag für die Hockeymannschaften in der Hallen-Bundesligasaison 2011/12. Schon am Dienstagabend kämpft der HTC Uhlenhorst erneut um Meisterschaftspunkte. Der Spitzenreiter läuft beim Verfolger Rot-Weiss Köln auf (20.30 Uhr, Roman-Kühnel-Weg).
Es ist keine anderthalb Wochen her, da lieferten die Mülheimer eine Gala im West-Schlager gegen Köln ab. Mit 8:5 gewannen sie das Match gegen den Dauerrivalen vor den begeisterten Fans in der Harbecke-Halle. Nun folgt bereits das vorgezogene Rückspiel und möglicherweise der zweite Teil einer Hockey-Gala? Für Höchstspannung ist jedenfalls in der Regel gesorgt, wenn die beiden derzeit besten West-Bundesligisten unterm Hallendach aufeinander treffen.
Die Begegnung hätte laut Spielplan am 3. Dezember über die Bühne gehen sollen. Doch zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Hockey-Nationalmannschaft bei der Champions Trophy in Neuseeland. Gleich neun Auswahlspieler wären beim West-Gipfel nicht dabei gewesen – auf Kölner Seite Keeper Max Weinhold, Benjamin und Timo Weß, Christoph Menke sowie Jan-Marco Montag, bei den Uhlenhorstern Jan Philipp Rabente, Benedikt Fürk, Tobias Matania und Thilo Stralkowski. Allein für die hiesigen Hockeyfans wäre es eine Enttäuschung gewesen, wäre es nicht zu einer Spielvorverlegung kommen.
Nun sind aber fast alle Asse dabei. Bis auf Verteidiger Jan Gehlen (Kieferbruch) stehen HTCU-Trainer André Henning alle Spieler zur Verfügung. Auch Stürmer Johannes Schmitz hat eine Erkältung so gut wie auskuriert.
Auch wenn in diesen Tagen ein Spiel nach dem anderen ansteht, blicken die Mülheimer – und wohl auch die Kölner – dem Westschlager voller Vorfreude entgegen. „Es ist eine sehr wichtige und aussagekräftige Begegnung. Unser primäres Ziel ist das Erreichen des Viertelfinals. Aber durch einen Sieg könnten wir auch die Weichen für den ersten Platz in der West-Abschlusstabelle stellen. Der Tabellenerste erwartet im Viertelfinale den Zweiten aus der Gruppe Ost, der Zweite aus dem Westen muss zum Ost-Spitzenreiter fahren. Nicht nur sportlich wäre der erste Platz wichtig, sondern angesichts der weiten Auswärtsfahrt auch finanziell“, sagt André Henning.
Die Uhlenhorster haben mit Blick auf die bisherigen, zum Teil sehr beeindruckenden vier Siege in der laufenden Hallensaison durchaus das Zeug dazu, die Kölner in Gefahr zu bringen. Immerhin kommen sie als Tabellenprimus in die Domstadt. Doch der Uhlen-Coach weiß, wie schwer diese Aufgabe ist. Hening: „Ich kann mich gar nicht an einen Uhlenhorster Sieg in der Kölner Halle erinnern. Der Boden dort ist sehr schnell, die Halle eng. Das ist dort für Auswärtsmannschaften ein ganz schweres und heißes Pflaster.“
Einen kleinen Nachteil sieht der Uhlenhorster Trainer darin, dass seine Mannschaft wochentags auswärts antreten muss. „Erst müssen wir uns durch den Berufsverkehr quälen und dann so schnell wie möglich wieder online gehen. Das ist körperlich und mental nicht ganz leicht. Die hohe Belastung aufgrund der vielen Spiele in wenigen Tagen haben beide Mannschaften. Da hat kein Team einen Vor- oder einen Nachteil“, sagt Henning zur „englischen Woche“.
derwesten.de – Marcus Lemke
Fest im vollen Haus
13:4-Derbysieg vor 1.500 Zuschauern

Volle Hütte in der RWE-Halle. Tobias Matania, Jan Philipp Rabente und Jan Fleckhaus (v. li.) verteidigt Thorben Pegel (Fotos: Christian Windfeder).
Hockey-Mülheim hat an diesem unvergesslichen Freitagabend mobil gemacht. 1.500 Zuschauer in der RWE-Sporthalle bildeten den spektakulären Rahmen für das Derby zwischen Gastgeber Kahlenberger HTC und dem Nachbarn HTC Uhlenhorst, auf das die Fans jahrzehntelang warten musste. Der Aufsteiger von der Mintarder Straße wehrte sich lange mit unerschütterlicher Leidenschaft, schließlich setzte sich aber die Klasse der Uhlen durch, die letztendlich dank der Genialität ihres Kunstschützen Thilo Stralkowski einsam ihren Weg zum 13:4-Kantersieg gingen.
Karneval in Mülheim an diesem Freitagabend der großen Emotionen. Nicht die Jecken schwangen das Zepter, sondern die Protagonisten in Blau und Grün ihre Schläger. Gänsehautstimmung kam schon auf, als die Spieler im Scheinwerferschein nacheinander die Halle betraten. Den lauteren Applaus gab es für die Gastgeber, natürlich, denn der KHTC-Anhang war beim lokalen Gipfeltreffen in der Überzahl. Bestnoten in Sachen Lautstärke verdienten sich Spielertrainer Tim Leusmann und das Kahlenberger Urgestein „Mecki“ Mecklenbeck.
Das Match nahm direkt Fahrt auf und begann mit einem Paukenschlag, als Stefan Drewitz den Außenseiter in Führung brachte, zuvor hatte HTCU-Torwart Felix Reuß den Schuss von Thorben Pegel noch abgewehrt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Nationalstürmer Thilo Stralkowski glich aus und stieg gleichzeitig in eine unaufhaltsame One-Man-Show ein.

Auf dem Weg zum Lupfer: Christopher Rühr traf dreimal (Foto: Windfeder).
Die Auswahl von Tim Leusmann blieb auch nach dem Rückstand durch Johannes Schmitz in der Spur. Mit viel Körpereinsatz verrichtete sie ihre Arbeit und provozierte mit offensiver Gangart Uhlenhorster Ballverluste. Der von Tobias Matania führte zum Ausgleich durch Philip Hüsgen. Auch nach der neuerlichen Führung in Person von Stralkowski kamen die Uhlen nicht richtig auf Touren. Trainer André Henning nahm eine Auszeit, die prompt Wirkung zeigte: 4:2 durch den jungen Christopher Rühr.
Im den Schlussminuten der ersten Halbzeit verpassten die Kahlenberger bei zwei Ecken (bei der zweiten hatte Leusmann beim Pfostentreffer viel Pech) die möglich Annäherung, ausgerechnet nach einem Fehler des nimmermüden Leusmann stockte sein ehemaliger Mitspieler Stralkowski auf 5:2. Im Tollhaus RWE-Sporthalle roch es nach der Vorentscheidung.
Doch das heilige Kahlenberger Versprechen, nicht aufzugeben und um jeden Zentimeter zu kämpfen, sorgte noch einmal für Spannung. Hüsgen mit einer Ecke und Philipp Rohrbach per Siebenmeter sorgten innerhalb einer Minute dafür, dass der Klassenneuling dem Favoriten wieder ganz dich im Nacken saß.

Thilo Stralkowski überragte mit acht Toren (Foto: Windfeder).
Ab der 40. Minute herrschten auf dem Parkett aber klare Verhältnisse. Beim KHTC schwanden die Kräfte, zwei Zeitstrafen brachten zusätzliches Ungemach. Die Uhlenhorster zogen ihrerseits in eindrucksvoller Manier Tor um Tor davon. Stralkowski (wer sonst!) setzte den Schlusspunkt. Dass die KHTC-Fans bis zum Ende auf ihrer Tribüne standen und klatschten, verlieh diesem Hockeyfest eine zusätzliche und unvergessliche Note.
derwesten.de – Gerd Böttner
Am heutigen Samstag steigt bereits das nächste Bundesliga-Spiel. Um 17 Uhr ist der Düsseldorfer HC zu Gast in der Harbecke Halle.
Spielverlegung: Dienstag bei RW Köln
Bundesliga-Spitzenspiel wird vorgezogen

Jan Nitschke (r.) im Duell mit Kölns Eike Bumb (Foto: C. Windfeder).
Bereits am kommenden Dienstag, dem 22.11., treten die Herren des HTC Uhlenhorst zum Rückspiel bei Rot-Weiss Köln an. Anstoß in der RWK-Halle (Roman-Kühnel-Weg) ist um 20:30 Uhr. Da die Champions Trophy in Neuseeland während des ursprünglich angesetzten Termins am 3. Dezember stattfindet, einigten sich beide Seiten auf eine Verlegung. Die Kölner müssten sonst auf fünf Spieler verzichten, die von Bundestrainer Weise nominiert wurden (Weinhold, Menke, T. Weß, B. Weß, Montag), vom HTC Uhlenhorst gehen Thilo Stralkowski, Benedikt Fürk, Jan Philipp Rabente und Tobias Matania in Auckland an den Start.
Diese vier Stammspieler werden beim Hallen-Meisterschaftsspiel des HTCU am 10. Dezember in Neuss allerdings fehlen. Die Neusser haben einer Spielverlegung nicht zustimmen wollen: Sie hätten unter der Woche keinen Trainer zur Verfügung und bekämen keine Mannschaft zusammen, so die Begründung.
Derbyfieber grassiert
Freitagabend Lokalduell in der RWE-Halle

Grund zum Jubeln, nicht nur für Tobi Matania, soll es auch im Derby wieder geben.
Die RWE-Sporthalle ist am Freitag (Spielbeginn 19.30 Uhr) Schauplatz eines aus lokaler Sicht historischen Ereignisses. Nach jahrzehntelanger Pause lebt in der Hallenhockey-Bundesliga das Stadtderby zwischen Gastgeber Kahlenberger HTC und dem HTC Uhlenhorst wieder auf. Dass die Stadt dem Duell seit Tagen entgegenfiebert, gilt als untrüglicher Hinweis darauf, dass die Zuschauer auf dieses Angebot förmlich fliegen.
„Nein, Probleme mit dem Schlaf habe ich nicht, aber ich bin aufgeregt und freue mich riesig auf dieses Spiel gegen die alten Mitspieler, die ich alle zu meinen Freunden zähle. Das ist etwas ganz Besonderes“, blickt KHTC-Spielertrainer Tim Leusmann, unter dessen Regie die Kahlenberger auf dem Feld und unter dem Hallendach richtig Fahrt aufgenommen haben, auf diesen speziellen Tag und die Begegnung mit seiner sportlichen Liebe. Mit drei Jahren hat der heute 35-Jährige am Uhlenhorst mit dem Hockey begonnen. In den folgenden Jahrzehnten erlebte er im Quellgebiet Höhen und Tiefen mit drei deutschen Meisterschaften, zwei Europapokal-Siegen, unzähligen Bundesligaspielen und dem bitteren Abstieg.
Keine Frage, der gute Start mit dem Sieg gegen Neuss und der knappen Niederlage in Düsseldorf hat den Aufsteiger zusätzlich angeschoben. „Die Jungs bereiten sich auf jedes Spiel hochmotiviert vor. Aber im Training hast du gesehen, dass die Partie gegen den HTCU auch für sie etwas Besonderes ist. Wir haben uns sehr viel vorgenommen, werden um jeden Zentimeter kämpfen und um unser Leben rennen. Dies mit sportlichen Mitteln und in einem fairen Spiel, davon gehe ich fest aus. Ganz klar, Uhlenhorst ist klarer Favorit, wir müssen schon einen sehr guten Tag erwischen und hoffen auf einen guten Start“, sagt Leusmann, in dem immer noch die Eule wohnt. „Ich freue mich, wenn die Jungs gewinnen. Das gilt selbstverständlich nicht in einem Spiel gegen uns.“ Mit Blick auf die eigene Sache muss die Liebe auch einmal anhalten.
Für den Uhlenhorster Trainer André Henning war in dieser Woche primär wichtig, dass seine Nationalspieler Benedikt Fürk, Jan Philipp Rabente, Tobias Matania und Thilo Stralkowski (für den am Mittwoch gleich der praktische Teil der Pilotenausbildung begonnen hat) unverletzt vom DHB-Lehrgang in Köln zurückgekehrt sind. Freilich mit den bekannten Folgen: „Die sind regelrecht kaputt, Jan Philipp würde sich am liebsten die Beine abschrauben. Es ist abzuwarten, wie es mit der geistigen und körperlichen Frische aussieht. Natürlich war das ohne die vier am Dienstag beim Training auch nicht so toll,“ so der Trainer der Uhlen, die am ersten Wochenende in den Spielen gegen Krefeld und Köln souverän die Tabellenführung übernommen haben.
Dass das Fell des Bären bereits vor dem Anpfiff verteilt ist, davon will Henning, der weiterhin auf seinen Abwehrroutinier Jan Gehlen (nach Kieferbruch) verzichten muss, rein nichts wissen. „Natürlich gelten wir als Favorit und wenn wir es schaffen, unsere Qualität abzurufen, müssen wir das Spiel gewinnen. Das gilt auch vor dem Hintergrund, dass wir in die Play-Offs wollen. Aber Vorsicht, die Kahlenberger sind weder Kanonenfutter noch der Abstiegskandidat Nummer eins. Deshalb haben mich die Ergebnisse am Wochenende auch nicht überrascht. Der KHTC ist stark genug, die Liga halten zu können. Das wird ein enges Spiel und es ist utopisch, von einem Schützenfest auszugehen“, so der HTCU-Coach. Der auf weitere Aspekt verweist: „Für die Kahlenberger Anhänger ist das ein herausragendes Spiel. Die Farbe Blau wird in der RWE-Sporthalle in der Überzahl sein. Und für uns ist es ein ganz neues Gefühl, Gast in der eigenen Stadt zu sein. Damit muss du erst einmal klar kommen.“
derwesten.de – Gerd Böttner
Galavorstellung der Uhlen
8:5 gegen Rot-Weiss Köln

Zweites Spiel, zweiter Sieg: Die Uhlen bejubeln das 8:5 gegen Köln.
Die Bedenken waren bei HTCU-Trainer André Henning angesichts der unterirdisch kurzen Vorbereitung auf die Hallenrunde groß. Entsprechend groß war beim Coach die Freude über den makellosen Start in die Saison. Dem Erfolg am Freitag in Krefeld ließen die Uhlen am Sonntag in der Harbecke-Sporthalle den genussreichen 8:5-Erfolg in einem begeisternden und mitreißenden Westduell gegen den vermeintlichen Gruppenfavoriten Rot-Weiss Köln folgen. Die Hochgeschwindigkeits-Uhlen sind auf Kurs, lautete die frohe Botschaft an diesem unfreundlichen Novembertag.
Es war edel angerichtet vor 500 Zuschauern. Für die geballte Prominenz standen hüben und drüben fünf aktuelle Feldeuropameister, bei den Uhlen fehlte mit Jan Gehlen (nach Kieferbruch) nur noch ein Stammspieler, nachdem sich Turbanträger Jannik Otto (nach Platzwunde) pünktlich zum immergrünen Westschlager zurückgemeldet hatte.
Dass die Domstädter durch Eike Bumb in Führung gehen durften, verdankten sie einer der ganz, ganz wenigen Schläfrigkeiten der Uhlenhorster. Ansonsten präsentierte sich der Freiluft-Vizemeister in der betont hellwachen Ausrichtung. Nationalspieler Thilo Stralkowski, Torschütze und Ideengeber in Personalunion, griff gleich bei der ersten Ecke zu, Angreifer Johannes Schmitz erzielte die erste Führung, Stralkowski stockte mit der nächsten filigranen Ecke auf. Die Mülheimer spielten sehr konzentriert, passsicher und wenn er einmal gefragt war, war Keeper Felix Reuß gegen Jan-Marco Montag (21.) und Marcel Meurer (23.) mit Bierruhe zur Stelle. Aber auch der Kollege Max Weinhold stellte bei den Chancen von Schmitz (23.) und Ole Keusgen (27.) seine Klasse unter Beweis. Der einzige Reuß-Fehler wurde dann aber prompt bestraft. Ohne Not verließ er das Tor, der Treffer von Benjamin Weß von der linken Seite bedeutete großes Handwerk.
Direkt nach dem Wechsel stellte Benjamin Fürk, auf dem in der Folgezeit der Scheinwerfer ruhen sollte, den alten Zwei-Tor-Vorsprung wieder her. Die Kölner nutzen ihrerseits die folgende kleine Schwächephase des HTCU durch Christoph Menke und Joshua Delarber (nach Fürk-Fehler) zum Ausgleich. Dem Doppelschlag der Kölner folgte der nächste und wegweisende der Mülheimer. Mit dem sehenswerten Treffer zum 5:4 machte Fürk seinen Patzer gut und bediente direkt im Anschluss goldrichtig den Kollegen Schmitz: 6:4. Sieben auf einen Streich hieß es schließlich durch Tobias Matania. Die Vorentscheidung in einem mitreißenden Match.
derwesten.de – Gerd Böttner
Uhlen bewahren die Ruhe
8:7 in Krefeld – Sonntag Heimspiel gegen RW Köln

Schlüssel zum Sieg: Die gute Eckenverteidigung um den sehr guten Keeper Felix Reuß.
Mission erfüllt. Und dies gleich mit doppeltem Erfolg. Hallenhockey-Bundesligist HTC Uhlenhorst ist am Freitagabend mit dem 8:7-Sieg beim Crefelder HTC in die neue Saison gestartet und hat nach der bitteren Niederlage in der Vorsaison, die die Viertelfinal-Teilnahme gekostet hat, die Rechnung letztendlich cool und clever beglichen. „So sind diese Spiele schon oft verlaufen, ausnahmsweise waren wird diesmal erfolgreich“, sagte Trainer André Henning.

Tobias Matania überzeugte in der Abwehr.
Auch ohne die verletzten Stammspieler Jan Gehlen und Jannik Otto machten die mit ganz kurzer Vorbereitung ins Rennen gegangenen Mülheimer die erste Halbzeit zur Chefsache. Die Führung von Europameister Oskar Deecke glich HTCU-Kapitän Jan Philipp Rabente umgehend aus, bis zur 22. Minute zogen die sehr gut agierenden und konzentrierten Gäste auf 4:1 davon. „Die Krefelder hatten nur diese beiden Dinger, wobei der zweite Gegentreffer kurz vor der Halbzeit aus einem unnötigen Ballverlust resultierte. Wir hätten unbedingt deutlicher führen müssen“, so Henning.
Nach der 6:2-Führung durch den jungen Stürmer Christopher Rühr bekam die Partie in der zweiten Halbzeit ein anderes Gesicht. Der CHTC presste mit Erfolg und machte viel Betrieb, die Uhlenhorster präsentierten sich hingegen schwankend, kassierten ungeschickt zahlreiche Ecken und fingen sich Kontertore. „Dass wir nicht stabil genug sind, bleibt eine Baustelle,“ meinte Henning. Andererseits ging die Coolness trotz der Fehler, die zu den Gegentoren führten, nicht verloren. Die Treffer durch Tobias Matania zum 7:4 und durch Johannes Schmitz zum 8:6 fielen genau zum richtigen Zeitpunkt. „Dafür, dass wir offensiv kaum stattgefunden haben, sind unsere vier Tore schon sehr erstaunlich“, hieß es.

Auf dem Weg zum ersten Tor: Jan Philipp netzt per Lupfer.
Nach dem Anschlusstor zwei Minuten vor Schluss brachten die Uhlen den Vorsprung über die Zeit und feierten einen Start nach Maß. „Ich bin zufrieden, dieser Erfolg wird uns zusätzlichen Schwung geben. Nach der kurzen Vorbereitung war es nicht leicht, so reinzukommen“, sagte Henning. „Das war wieder eine ganz knappe Kiste, aber wir haben völlig verdient gewonnen,“ freute sich Manager Horst Stralkowski.
derwesten.de – Gerd Böttner
Am Sonntag (16 Uhr) steigt das erste Heimspiel. Gast in der Harbecke Halle ist Rot-Weiss Köln.
Unter erschwerten Bedingungen
Freitag Hallenstart in Krefeld – Sonntag kommt Köln

Kapitän Jan Philipp Rabente
Was zuletzt mit Eigenverschulden nicht gelang, soll diesmal unbedingt nachgeholt werden. In der am Freitag (20 Uhr) mit der Auswärtspartie beim Crefelder HTC beginnenden Hallensaison gilt die Qualifikation für das Viertelfinale am 7. Januar beim Bundesligisten HTC Uhlenhorst als Ziel.
Für die Uhlenhorster gilt unter dem Hallendach Nachholbedarf. Auf dem Feld mit 16 deutschen Meisterschaften die nationale Institution schlechthin, gelten in der Halle ungleich bescheidenere Zahlen. Beim Gründungsmitglied (die Bundesliga wurde 1973 aus der Taufen gehoben) steht allein die Meisterschaft im Jahr 1987 zu Buche. 2010 scheiterten die Mülheimer bei der Endrunde in Berlin im Halbfinale gegen den späteren Titelträger Mannheimer HC.
In der zurückliegenden Spielzeit war die Auswahl von HTCU-Trainer André Henning lange in der Spur, um in Krefeld unversehens und schmerzhaft aus der Kurve zu fliegen. Die Niederlage beim CHTC bedeutete das jähe Aus im Rennen um die Viertelfinalplätze. Nun will es der Spielplan, dass mit eben dieser Paarung der Hallenreigen beginnt. Teammanager Horst Stralkowski weiß das damalige Geschehen in der Kurt-Tucholsky-Gesamtschule bei den Spielern noch in wacher Erinnerung und rechnet bei ihnen fest mit dem richtigen Einsatz und der entsprechenden Körpersprache: „Ich bin fest davon überzeugt, dass die Mannschaft etwas gutmachen will!“
Vor dem ersten Schritt gab es bei den Uhlen wenig Gelegenheit, sich auf die grundsätzlich anderen Gegebenheiten einzustimmen. Ohne jedes Hallentraining ging es vor einer Woche in Viersen in das Vorbereitungsspiel gegen Rot-Weiss Köln, es folgte das zweitägige Turnier des Ligakonkurrenten Schwarz-Weiß Neuss mit gleich vier Partien. Da lief es zunächst so gar nicht rund, doch der Abschluss, wiederum gegen die bestens bekannten Kollegen aus Köln, wurde allgemein als vernünftig bis gut eingestuft. „Die Leistungssteigerung stimmt uns zuversichtlich, dass wir in Krefeld die Punkte wegholen“, so der Teammanager.
Was wiederum die ideale Basis für das so nahe Gipfeltreffen wäre. Aller guten Dinge sind drei: Am Sonntag (16 Uhr) stellt sich die geballte Prominenz aus Köln in der Harbecke-Sporthalle vor. Die weiteren Rivalen im Westen sind neben den laut Stralkowski schwer einzustufenden Neussern der Düsseldorfer HC und natürlich Aufsteiger Kahlenberger HTC, der dem Status der Hockeyhochburg Mülheim eine neue Wertigkeit verleiht. Bereits am Freitag, 18. November, 19.30 Uhr, kommt es in der RWE-Sporthalle zum Lokalderby, dies mit dem entsprechenden Zuschauerandrang.
Mit Blick auf den Start spricht André Henning unumwunden von „schwierigen Voraussetzungen“. „Wir haben diesmal nur eine einwöchige Vorbereitung. Wir müssen abwarten, wie viel man von uns erwarten kann und ob wir schon ein einigermaßen wettbewerbstaugliches Hockey spielen. Zudem treffen wir gleich auf Topgegner und in der bärenstarken Westgruppe kann jedes Spiel entscheidend sein.“
Derweil bleibt es beim hartnäckigen Verletzungspech. Beim Training am Dienstag in der Harbecke-Sporthalle zog sich Abwehrspieler Jannik Otto nach einem unglücklichen Stockschlag eine erneute Platzwunde am Kopf zu, die mit fünf Stichen genäht werden musste. Ein Einsatz ist zumindest am Freitag ausgeschlossen. Wann der in der Defensive gleichsam unverzichtbare Jan Gehlen (nach Kieferbruch) ins Team zurückkehrt, ist derzeit völlig offen.
Und noch eine Unwägbarkeit: Noch steht nicht fest, welche Uhlenhorster Nationalspieler für die Champions Trophy in Neuseeland (Abflug 28. November, Rückkehr 13. Dezember) von Bundestrainer Markus Weise nominiert werden. In diese Zeit fallen die Spiele in Köln (3. Dezember) und in Neuss (10. Dezember).
derwesten.de – Gerd Böttner
Rotterdam! Uhlen ziehen Traumlos
EHL-Achtelfinale gegen den Gastgeber

Eines der schönsten Hockeystadien: Hier trifft der HTCU auf Gastgeber Rotterdam.
Hammer-Los! Traum-Los! Der HTC Uhlenhorst hat den absoluten Kracher gezogen. Das K.O.-16-Turnier an Ostern findet beim HC Rotterdam statt. Im EHL-Achtelfinale treten die Mülheimer ausgerechnet gegen den Gastgeber an: In Rotterdam gegen Rotterdam. Die Uhlen dürfen sich auf ein Match vor voller Hütte vor 4.000 Zuschauern im dann wohl ausverkauften Hazelaarweg-Stadion freuen.
Bei diesem Oster-Turnier treffen die 16 besten Teams Europas aufeinander. Karfreitag oder Ostersamstag geht es zur Primetime gegen Rotterdam. Sollte der HTCU das Top-Spiel des Achtelfinals gewinnen, ginge es bereits zwei Tage später im selben Stadion entweder gegen East Grinstead oder CA Montrouge im Viertelfinale weiter. Die besten vier Teams qualifizieren sich für die Endrunde, die an Pfingsten stattfinden wird.
Mit dem HC Rotterdam zogen die Uhlen sportlich den wohl anspruchsvollsten Gegner im Topf. Die Niederländer sind derzeit Zweiter in der Hoofdklasse. In ihren Reihen haben sie Neuseelands Top-Star Simon Child, die Hertzberger-Brüder und Robert van den Horst.
Dennoch ein Traumlos, denn das Duell zwischen Hollands Top-Team und dem deutschen Vize-Meister ist das Highlight der K.O.-Runde.
Trainer André Henning: „Ich hatte gehofft, dass wir gegen Rotterdam in diesem unfassbar coolen Stadion spielen dürfen. Das sind die Matches, für die wir Hockey spielen. Vor ausverkaufter Hütte in Holland zu spielen, bei einer Atmosphäre wie im Fußballstadion, ist doch das Highlight für jeden Hockeyspieler. Ein absoluter Traum und Lohn für die Arbeit in den letzten Jahren. Die Kulisse wird uns unfassbar pushen. Wir sind da sicher Außenseiter, aber ich traue uns einiges zu. Und wir werden ganz sicher nicht nur staunend in dem Stadion rumstehen, sondern einen harten Fight abliefern.“
Die genauen Termine stehen noch nicht fest und werden sofort hier veröffentlicht.
